Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'23 -Südlicher Oberrhein

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Anzeigenspecial APRIL Elektroindustrie macht der Bereich Automation aus – dort wur- den im vergangenen Jahr 52,3 Milliarden Euro umgesetzt. In der Elektrotechnik und Elektroindustrie sind 874.100 Menschen be- schä igt. Nach der Beschä igtenzahl bildet sie den zweitgrößten Industriezweig nach dem Maschinenbau und noch vor der Auto- mobilindustrie. „Sie ist innerhalb der Wertschöpfungskette des verarbeitenden Gewerbes als Systemlieferant unverzichtbar“, bei- spielsweise bei der Automatisierung oder bei der Herstellung von Elektro-Komponenten (Quellen: statista / Bundesamt für Wirtscha und Klimaschutz, kurz BMWK). Das Portfolio in der Elektroindustrie ist breit gefächert. So werden laut BMWK 80 Prozent der Branchenerlöse mit Industriegütern, 12 Prozent mit Vorleistungsgütern und 8 Prozent mit Gebrauchsgütern erzielt. Circa 45 Prozent des Umsatzes machten neuartige Produkte und Systeme aus. Jede dritte Innovation des verarbeitenden Ge- werbes basiere auf Lösungen der Elektroindustrie. Die Aufwendun- gen für Forschung und Entwicklung sind hoch und bildeten nach Aussage des BMWK „die Grundlage für diese Innovationskra “. Die Branche stellt einen Innovationsmotor der deutschen Wirtscha dar und gestaltet Leitmärkte wie Industrie 4.0, Energie, Mobili- tät, Cybersicherheit sowie den digitalen Wandel mit. So hil die Elektroindustrie etwa, die Vernetzung voranzutreiben. Nach der amtlichen Statistik sind in Deutschland insgesamt circa 3.500 Elek- trounternehmen tätig. 90 Prozent von ihnen haben weniger als 500 Beschä igte. Konsolidierung erwartet Die Elektro- und Digitalindustrie ist dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) zufolge voller Zuversicht ins neue Jahr ge- startet. 2022 sei trotz aller Schwierigkeiten ein starkes Jahr gewesen und es habe ein Produktionsplus von knapp vier Prozent erreicht werden können. Für 2023 erwarte man daher „eine Konsolidierung auf einem hohen Niveau“. Die Branche pro tiere erkennbar von den beiden großen Treibern Elektri zierung und Digitalisierung, sagte ZVEI-Präsident Gunter Kegel bei der Pressekonferenz zum Jahresau akt. Die nominalen Erlöse seien im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf ein Rekordhoch von 224 Milliarden Euro gestie- gen. Auch beim Export hatte es Zuwächse gegeben – 2022 war ein Rekordjahr gewesen. Die deutschen Elektroausfuhren erreichten einen Wert von 246 Milliarden Euro (plus 9 Prozent). Der Binnenmarkt in der EU müsse weiterentwickelt werden, stellte Kegel fest. Die Globalisierung stehe scheinbar am Scheitelpunkt, „die protektionistische Wirtscha spolitik Chinas, aber auch der USA“ seien „ein hohes Risiko“. Hier müsse die EU entschlossen gegensteuern und verstärkt Handels- und Rohsto abkommen abschließen. Der ZVEI fordert generell eine Neuausrichtung der EU-Industriepolitik, essenziell sei eine „schnelle Umsetzung“. Die EU müsse wettbewerbsfähiger werden, Standortbedingungen ver- bessert, die Energiepreise gesenkt sowie Handelsvereinbarungen geschlossen und „endlich entbürokratisiert“ werden. Auch im Hin- blick auf grüne Technologien müsse europaweit an einem Strang gezogen werden, forderte der Branchenverband unlängst. Der von der EU-Kommission vorgelegte Green Deal Industrial Plan zeige in die richtige Richtung. Verwendung vielseitig Die deutsche Kunststo ndustrie rangiert im europäischen Ver- gleich ganz vorne im Hinblick auf die Produktion, den Außen-

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