Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'23 -Südlicher Oberrhein
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Maschinenbau | Elektrotechnik | Kunststo verarbeitung Anzeigenspecial APRIL 2023 Herausfordernde Zeiten Kaum ist die Corona-Pandemie vorbei, hat die deutsche Industrie mit neuen Heraus- forderungen zu kämpfen. Der Ukraine-Krieg ist folgenreich. Die Energiepreise sind ge- stiegen, die In ation ist allgegenwärtig. Führende Branchen wie der Maschinenbau und die Elektroindustrie behaupten sich in schwierige Zeiten, auch die Kunststo n- dustrie versucht, optimistisch zu bleiben. Strategien sind gefragt, um im Wettbewerb zu bestehen. Es folgt ein Blick auf die drei Wirtscha szweige mit allgemeinen Eckdaten zur Branche. Der Maschinenbau zählt zu den größten In- dustriezweigen in Deutschland und in der EU. Insgesamt werden hierzulande in der Branche jährlich rund 221 Milliarden Euro umgesetzt – am meisten in der Werkzeug- maschinenindustrie und der Antriebstech- nik. In Deutschland gibt es etwas mehr als 6.500 Maschinenbau-Unternehmen mit über einer Millionen Beschä igten. Baden- Württemberg gilt als führendes Zentrum des Maschinen- und Anlagenbaus. Rund ein Viertel aller deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben hier ihren Sitz und erwirtscha en circa 30 Prozent des Ge- samtumsatzes. Somit ist auch die Zahl der Beschä igten im Süden am höchsten. Das Land Baden-Württemberg nennt eine An- zahl von um die 330.000 Beschä igen, was „der höchsten Zahl an Industriearbeitsplät- zen im Land“ entspreche. Im Ländle wer- den – wie in keinem anderen Bundesland – „Kompetenzen in der Spitzentechnik für die industrielle Fertigung gebündelt“ (Quel- len: statista-Zahlen von 2022 / Land Baden- Württemberg). Innerhalb der EU sind 80.000 Unterneh- men mit rund drei Millionen Beschä igten im Maschinen- und Anlagenbau tätig. Nach Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) werden im EU-Bin- nenmarkt Maschinenkomponenten, Kom- plettmaschinen und Anlagen im Wert von schätzungsweise 606 Milliarden Euro (2021) verkau . Deutschland ist der größte Anbie- ter in der EU (35 Prozent), gefolgt von Italien (14 Prozent) und Frankreich (7 Prozent). Der größte ausländische Anbieter ist die Volks- republik China (6 Prozent). Auch bei der Zahl der europäischen Patentanmeldungen liegt Deutschland europaweit an der Spitze (auf dem zweiten Platz die USA, auf dem dritten Japan). Auch wenn im Coronajahr 2020 die Zahl der Patentanmeldungen generell zu- rückging, stammte jede fün e Anmeldung aus Deutschland. Damit konnte die Spitzen- position beibehalten werden. China hat bei den Patentanmeldungen seit 2011 zugelegt. Zwar liege die Volksrepublik laut VDMA mit drei Prozent noch „auf einem überschauba- ren Niveau“, die Anzahl habe sich aber ver- fün acht. Wettbewerbsfähigkeit stärken China holt generell auf. Das gilt auch für den Export. Bis zum Jahr 2020 war Deutsch- land viele Jahre Exportweltmeister gewesen, wurde jedoch im Zuge der Corona-Pandemie und deren Folgen von China überholt. Den- noch bleibt der Export nach wie vor bedeu- tend für die deutsche Industrie und somit auch den deutschen Maschinen- und An- lagenbau. Bei einer Pressekonferenz Ende vergangenen Jahres äußerte sich VDMA- Präsident Karl Haeusgen verhalten zur Lage im deutschen Maschinenbau. Zwar wollte er nicht von einer Krise sprechen, die See sei aber „rauer als erwartet und Winde aus ver- schiedenen Richtungen“ wehten. Der Auf- tragsbestand für 2023 Jahr war „ungewohnt hoch“, dennoch rechnete er mit einem leichten Rückgang der Produktion um zwei Prozent vor dem Hintergrund der Probleme
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