Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 34 Anzeigenspecial April 2023 Die Chirurgie-Sparte Aesculap ist Partner für operative und interventionelle Therapiekonzepte in der stationären und ambulanten Patienten- versorgung. In der Neurochirurgie erweitern wir unser klassisches Angebot an Instrumenten Fortschritt durch moderne Technologien Aesculap AG – part of the B. Braun Group | Am Aesculap-Platz | 78532 Tuttlingen und Implantaten gezielt um digitale und inte- grierte Lösungen. Die digitale roboterassistierte Plattform Aesculap Aeos® ermöglicht Chirurgen ergonomisches Operieren in aufrechter Haltung und mit der überlegenen Sicht, die sie verdienen. Die Medizinprodukteverordnung (MDR) der EU dient als Stan- dard, Änderungen wurden im März beschlossen. Neu ist nach der Änderung der MDR, dass zum Beispiel die zuständigen Stellen und Hersteller mehr Zeit für die Zertifizierung von Medizinpro- dukten erhalten. Die rechtlichen Anforderungen waren bis dato ein Hemmnis. Nun werde „das Risiko von Versorgungsengpässen gelindert“, teilt der BVMed in einer Pressemitteilung mit. Daneben sieht der Vorschlag, der im Verlauf von März angenommen werden sollte (Stand zu Redaktionsschluss), auch die Abschaffung der Ab- verkaufsfrist vor. Der Bundesverband Medizintechnik begrüßte die Änderung. Gleichzeitig forderte er aber auch weitere Schritte, um das europäische Marktzugangssystem strategisch weiterzuentwi- ckeln und sich im weltweiten Wettbewerb um Innovation besser aufzustellen. Das System solle mit den Änderungen jetzt „praxist- auglich ausgestaltet und bürokratische Hürden abgebaut werden“, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Chancen der Digitalisierung Die digitale Gesundheitswirtschaft bietet nach einem Artikel des BVMed Potenziale für die MedTech-Branche. Die Gesellschaft wer- de immer älter, immer mehr Menschen erkrankten chronisch. Mit Hilfe der Digitalisierung könnten Krankheiten früher erkannt und die Dauer von Klinikaufenthalten verkürzt werden. Die Telemedi- zin, Apps oder Pflegeroboter ermöglichten ein längeres mobiles Leben, so die Einschätzung des Branchenverbands. Aktuell setzen bereits einige Fachärzte Online-Sprechstunden zur Entlastung ihrer Wartezimmer ein. Nachbesprechungen können so unkompli- ziert und schnell erfolgen. Steht wenig Zeit zur Verfügung, kann der Patient sogar eine erste Diagnose aus der Ferne via Bildschirm erstellen lassen. In ländlichen Regionen stehen immer weniger (Fach-)Ärzte zur Verfügung. Videosprechstunden könnten hier eine Lösung bieten. Auch die Kontrolle von Geräten kann via Telemonitoring erfolgen wie im Fall von Defibrillatoren oder Kardioverter. Bei der Befund- beurteilung von Röntgen- und CT-Aufnahmen kommt in der Te- lemedizin das Telekonsil zum Einsatz. Hier beraten Ärzte der glei- chen oder unterschiedlicher Fachrichtung untereinander, was zu tun ist. Diagnostik und Therapie sind demnach grundsätzlich über den Bildschirm möglich. In Deutschland kommt die ausschließliche Behandlung über Kommunikationsmedien bislang eher selten vor. Es ist aber wahrscheinlich, dass der Trend dorthin geht, denn die Wartezimmer sind voll und es gibt überall zu wenig Ärzte. Zuge- lassen ist die ausschließliche Behandlung via Bildschirm seit ein paar Jahren. Auf dem Ärztetag haben sich Mediziner 2018 mit einer deutlichen Mehrheit für diese Möglichkeit ausgesprochen. E-Health: digitale Patientenakte Im Gegensatz zu Ländern wie Dänemark steckt die Digitalisierung im Gesundheitsbereich hierzulande noch in den Kinderschuhen. Eine digitale Patientenakte könnte theoretisch zwar auch hier genutzt werden – die elektronische Gesundheitskarte ist seit eini- gen Jahren vorhanden. Allerdings müssen sich Patienten zunächst durch Antragsformulare kämpfen. „Bislang nutzen weniger als ein Prozent die E-Akte, Deutschland stecke weiter in der Stein- und Fax-Zeit fest“, kritisiert das Nachrichtenportal t-online. In Däne-

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