Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
61 3 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Strom- und Gaspreisbremse Meldefristen im Auge behalten A m 1. Januar 2023 sind die Gesetze zur Strom- und Gaspreisbremse in Kraft getreten. Allerdings ent- lasten die Preisbremsen die Unternehmen nicht nur, sie bringen auch neue bürokratische Lasten mit sich. Denn abhängig vom individuellen Verbrauch und der Höhe der Entlastung, fordern die Gesetze von einigen Unternehmen das Einhalten von Meldepflichten – in- klusive festgelegter Fristen. Und auch bei diesen Pflichten und Fristen gibt es Unterschiede: So müssen etwa alle Unternehmen, deren Entlastungsbetrag für Strom, Gas und Wär- me monatlich 150.000 Euro übersteigt, bereits den 31. März 2023 im Auge behalten. Bis dahin haben sie ihren Lieferanten mitzuteilen, welche der in den Gesetzen genannten Höchstgrenzen voraussichtlich auf sie anwendbar sein wird. Die IHKs Hochrhein-Bodensee, Schwarzwald-Baar- Heuberg und Südlicher Oberrhein raten deshalb, dass jedes Unternehmen auf Basis seiner Verbräuche und den daraus resultierenden Entlastungen aus der Strom- beziehungsweise Wärme- und Gaspreisbrem- se prüfen sollte, ob etwaige Pflichten Anwendung finden und welche Stichtage dann gelten, um diesen nachzukommen. mt Weitere Infos unter www.ihk.de/sbh 5676364 Veranstaltung: Digitalisierung im Betrieb? Aber sicher! Cybercrime keine Chance geben R und 90 Prozent aller deutschen Unternehmen waren bereits Ziel von Cyberattacken. Keine Branche, kein Unternehmen, keine Institution darf sich sicher fühlen. Cyberattacken können jeden treffen. Und wenn sich erstmal keine E-Mail verschicken lässt, der Onlineauf- tritt nicht funktioniert, die Telefonanlage schweigt oder Schließsysteme unbrauchbar werden – „ist es zu spät, um vorzusorgen“, sagt Sunita Patel, Referentin Inno- vation und Technologie der IHK Hochrhein-Bodensee. Der Mittelstand ist von Cyberangriffen besonders betrof- fen. Laut einer Bitkom-Studie von 2021 führen Angriffe durch Hacker oder Computerviren bei 86 Prozent aller Unternehmen zu teilweise großen Schäden. Die Kosten durch Erpressung oder aufgrund von Systemausfällen sind allein von 2019 auf 2021 um 358 Prozent gestiegen. Die Höhe der finanziellen Schäden bleibt oft geheim, geht aber nicht selten in den Millionen-Euro-Bereich. Nachholbedarf in den Unternehmen Den wachsenden Anforderungen der Digitalisierung hal- ten die Sicherheitsvorkehrungen in vielen Betrieben oft nicht stand. Es fehlen übergreifende Konzepte gegen Cyberangriffe, Schulungen von Mitarbeitern oder Infor- mationen zum richtigen Ansprechpartner sowohl bei der Prävention als auch im Schadenfall. „Ein Cyberangriff legt im schlimmsten Fall ein ganzes Unternehmen lahm, verhindert Zugriffe auf zentrale und lokale Dateien sowie Kontakte. Daher müssen alle Mitarbeitenden im Voraus wissen, welche Maßnahmen in so einem Fall zu ergreifen sind und wer die Richtung vorgibt. Und diese Maßnah- men sollten dann nicht allein in einem virtuellen Ordner auf dem Onlinelaufwerk abliegen, sondern tatsächlich greifbar sein“, stellt Sunita Patel die Komplexität eines erfolgreichen Cyberangriffs klar. Deshalb bieten die IHKs Hochrhein-Bodensee, Schwarz- wald-Baar-Heuberg und Südlicher Oberrhein in diesem Frühjahr gemeinsam zwei praxisorientierte Veranstaltun- gen an. „Digitalisierung im Betrieb? Aber sicher!“ findet am 19. April in Schopfheim und – inhaltsgleich – am 15. Mai in Konstanz statt (Teilnahmegebühr 355 Euro). Zu den Referenten zählen unter anderem Andreas Kaiser, Fachbereichsleiter Cybercrime beim Polizeipräsidium Freiburg, und Daniel Seebacher von der Konstanzer Subsequent GmbH, der über „Data as a Service: IT- Sicherheit in der Skelettbewegungsanalyse“ spricht. Spannend dürfte es auch bei Diplom-Informatiker Se- bastian Schreiber, Geschäftsführer der auf IT-Sicher- heitstests spezialisierten „SySS GmbH“ aus Tübingen werden. Sein Beitrag trägt den Titel „Live-Hacking & Die Lösegeldübergabe: Planung, Durchführung und steuer- liche Würdigung“. Dabei wird er live zeigen, wie Hacker arbeiten und auf die Schwachstellen hinweisen, über die Angriffe in Firmennetze oft erfolgen. mrk Infos und Anmeldung unter www.ihk.de/konstanz 5699958 IHK Hochrhein-Bodensee Sunita Patel 07531 2860-126 sunita.patel@ konstanz.ihk.de IHK Schwarzwald- Baar-Heuberg Maximilian Keller 07721 922-312 maximilian.keller@ vs.ihk.de IHK Südlicher Oberrhein Nico Faller 0761-3858-267 nico.faller@ freiburg.ihk.de Bild: Adobe Stock, Lozz
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