Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'23 - Hochrhein-Bodensee
48 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 1 | 2023 UnterneHmen KURZ NOTIERT Der Maschinen- und Anlagenbauer Ystral aus Ballrechten-Dottingen kooperiert mit der Fraun- hofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB in Münster.Ystral unterstützt das Projekt mit einer Misch- und Dispergieranlage in der „FFB PreFab“, das erste sich derzeit noch im Bau befindliche Gebäude der Fraunhofer FFB, die eine Musterlinie für kleinskalige Batteriezellpro- duktion enthalten wird. Diese soll ab Ende 2023 der Erprobung von Fertigungsprozessen sowie neuer Rezepturen für die Batteriezellproduktion dienen. Ystral ist ein inhabergeführtes Familien- unternehmen mit rund 260 Mitarbeitern. Die BioFluidix GmbH in Freiburg, ein Spin-off aus der Kooperation von Hahn-Schickard und dem Institut für Mikrosystemtechnik der Univer- sität Freiburg ist seit Kurzem Teil der schwei- zerischen Hamilton Bonaduz AG . Biofluidix bringt mikrofluidische Technologien mit in das Familienunternehmen Hamilton Bonaduz, das Do- siersysteme und Laborgeräte für die Forschung und medizinische Anwendungen entwickelt und produziert. Weltweit arbeiten für die Hamilton- Gruppe etwa 4.000 Mitarbeiter. DieTuttlinger Aesculap AG hat zum 1. Januar die gesamten Firmenanteile der Schölly Fiberop- tic GmbH übernommen und ist nun alleinige Gesellschafterin des mittelständischen Familien- unternehmens mit Sitz in Denzlingen. Aesculap war bereits seit April 2021 Hauptgesellschafterin. Firmengründerin Regula Schölly hat ihr Amt als Geschäftsführerin niedergelegt, das Manage- ment mit den Geschäftsführern Holger Reinecke, CEO und Vorstandsmitglied bei Aesculap, Mar- kus Wintz (CFO) und Günter Olbrich (CMO) trägt weiter die Gesamtverantwortung für Schölly. Die Geschäftsausrichtung soll unverändert bleiben. Die Universität Freiburg soll, gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ei- nen neuen Forschungsschwerpunkt Nachhaltig- keit erhalten. Das Land Baden-Württemberg wer- de den „Innovationscampus Nachhaltigkeit“ 2024 mit einer Million Euro anschieben. Das teilen die Rektorin der Universität, Kerstin Krieglstein, und Landtagsmitglied Nadyne Saint-Cast (Grüne), die im Finanzausschuss sitzt, mit. Ein Innovations- campus bündelt die Forschung zu einem Thema. Bislang verfügt das Land über drei solcher Cam- pus: zur Erforschung Künstlicher Intelligenz, für Lebens- und Gesundheitswissenschaften und für Mobilität der Zukunft. Der für Nachhaltigkeit wäre der erste in Freiburg und der Region Oberrhein. IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg nimmt Abschied Trauer um Dr. Hans- Rüdiger Schewe DONAUESCHINGEN. Die IHK Schwarz- wald-Baar-Heuberg ist tief getroffen vom tod ihres Vizepräsidenten und langjährigen mit- glieds der IHK-Vollversammlung, Dr. Hans-rü- diger Schewe. Der gebürtige Westfale ist mitte november im Alter von 68 Jahren verstorben. „Seine wertschätzende Art und seine positive einstellung waren uns allen ein Vorbild. Vor allem seine Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit werden uns in erinnerung bleiben“, würdigte IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos ihren Präsidi- umskollegen bei der Vollversammlung Anfang Dezember. Dreißig Jahre lang war Schewe Präsident der Fürstlich Fürstenber- gischen Gesamtverwaltung in Donaueschingen. Seit 1995 war der manager mitglied der Vollversammlung der IHK Schwarzwald-Baar- Heuberg und gehörte seit 19 Jahren ihrem Präsidium an. „In beiden Ämtern hat sich Hans-rüdiger Schewe um die wirtschaft- liche entwicklung der region besonders verdient gemacht und die IHK in positiver Weise mit geprägt“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer thomas Albiez. „Wir haben mit ihm eine herausragende Unterneh- merpersönlichkeit und einen wertvollen menschen verloren. Wir werden ihn immer in bester erinnerung behalten.“ uh IHK Hochrhein-Bodensee trauert Abschied von Walter Finthammer KONSTANZ. Die IHK Hochrhein-Bodensee trauert um ihr ehrenmitglied des Präsidiums und der Vollversammlung, Walter Finthammer. er ist Anfang november im Alter von 79 Jah- ren verstorben. Der frühere Geschäftsführer der GPS Gesellschaft für Projektsteuerung im Bauwesen aus Konstanz engagierte sich über Jahrzehnte ehrenamtlich in der IHK und war allein 16 Jahre lang, bis 2017, Vizepräsident der IHK Hochrhein-Bodensee. 2019 verlieh ihm die Vollversammlung der IHK als Anerkennung für seine großen Verdienste die ehrenmitgliedschaft im Präsidium und in der Vollversammlung. „Walter Finthammer hat die entwicklung der regionalen Wirtschaft mit seinem erfolgreichen unternehmerischen Wirken, seinem lang- jährigen ehrenamtlichen einsatz und großen menschlichen Fähig- keiten über Jahrzehnte hinweg gefördert, gestaltet und mitgeprägt“, sagt IHK-Präsident thomas Conrady. „Wir verlieren mit ihm einen treuen Weggefährten und wertvollen ratgeber.“ Und IHK-Hauptge- schäftsführer Claudius marx fügt hinzu: „Walter Finthammer ist uns nicht zuletzt auch als mensch ans Herz gewachsen. Wir werden ihn sehr vermissen.“ uh Bild: Herbert Weniger
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