Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'22 -Südlicher Oberrhein
ANZEIGE STANDORTVORTEIL GLASFASER. deutsche-glasfaser.de/business Jetzt für Glasfaser entscheiden! Glasfaser für Ihr Unternehmen. Wir bieten Geschäftskunden symmetrische Internetprodukte auf Basis von reinen Glasfaser-Leitungen – gemeinsam Großes gestalten. Abseits, besonders in Hotellerie und Gastro- nomie gibt es Nachholbedarf. Dort sind im Schnitt sogar 43 Prozent ohne Webpräsenz (mehr zur Studie siehe Kasten). Dabei ist das Ausmerzen digitaler Schwächen weniger aufwendig als viele annehmen, stellt Thomas Kaiser fest. „Ein ‚Google My Business‘-Eintrag ist vergleichsweise schnell angelegt.“ Und mit staatlicher Unterstützung (siehe Kasten) las- sen sich die Kosten gut schultern. Viele Förderprogramme Überhaupt investieren Bund und Land inzwi- schen einiges, um den Innenstädten und ihren Protagonisten beim strukturellen Umbau zu helfen. So meldete Mitte November die Stadt Offenburg, dass sie aus Fördermitteln des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innen- städte und Zentren“ eine Innovationsagentur finanzieren wird, die sich um die Förderung und Weiterentwicklung der Innenstadt küm- mern wird. Und in Neustadt geht dieser Tage „Wälder- herz“ an den Start, die Reaktivierung einer leerstehenden Ladenfläche in 1A-Lage, mit- finanziert über die Pop-up-Förderung des Landes (siehe Kasten). Das Konzept, bei dem die Stadt Mieterin der Immobilie und Organisatorin ist, sieht einen Pop-up-Store für regionale Produkte und innovative Ge- schäftsideen vor, dazu Co-Working-Plätze und Räume für Events sowie nach Möglichkeit ein Café. Ohne den Einsatz der Stadt hätte die Immobilie an zentraler Stelle in der Stadt ab Jahresende leer gestanden. Gift für jedes Innenstadt-Flair. Nutzungs- und Leerstandsmanagement wird denn auch zur Daueraufgabe werden, stellt Peter Markert, Chef der Imakomm Akademie, auf dem Zukunftsforum in Titisee fest. Die Studie seines Hauses prognostiziert eine in- nerstädtische Leerstandsquote nach Corona von 14 bis 15 Prozent. Dabei seien die B- und C-Lagen das eigentliche Problem mit struktu- rellen Leerständen von schätzungsweise 15 und 21 Prozent. Um aus all diesen Flächen einen attrakti- ven Mix für Besucher zu formen, wird man über viele alte und neuen Bespielungsarten nachdenken müssen – von Handel und Gas- tronomie über Dienstleistung und Kultur bis zu Wohnen und Grünflächen. Und man wird so viele Protagonisten wie möglich im Boot haben müssen. Innenstadt retten wird nur gemeinsam gehen. uh Im seit Jahren leerstehen- den Untergeschoss des Menzer-Hauses in Lahr bespielte während der „Chrysanthema 2022“ Ende Oktober eine Frei- burger Blumenhändlerin die Schaufensterauslage. Und plötzlich war das denkmalgeschützte Gebäude in zentraler Innenstadtlage wieder lebendig und den Passan- ten einen Blick wert.
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