Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'22 - Hochrhein-Bodensee

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Wirtschaftsstandort Schwarzwald-Baar-Heuberg 39 WOHNEN GENIESSEN Hauptstraße 11-13 78554 Aldingen 07424 – 980440 www.hotel-aurelia.de TAGEN der Region. Gemessen an den Beschäftig- tengrößenklassen bezogen auf Unterneh- men/Betriebe als sogenannte rechtliche Einheiten weist die Region Schwarzwald- Baar-Heuberg im Zahlenvergleich mit dem Landesdurchschnitt eine weitgehend mit- telständische Struktur auf. So waren 2019 von den sozialversicherungspflichtig Be- schäftigten in der Region im Mittelwert der zwölf Monatsstichtagswerte 33,4 Prozent in Unternehmen/Betrieben mit bis unter 50 Beschäftigten (Kleinst- und Kleinbetriebe) tätig, mehr als im Landesdurchschnitt von 29,0 Prozent. Bei Unternehmen/Betrieben von 50 bis unter 250 Mitarbeitern (Mittel- betriebe) betrug der Anteil in der Region 29,0 Prozent, während er im Landesdurch- schnitt mit 21,2 Prozent niedriger ausfiel. Und schließlich kehrt sich das Verhältnis bei Unternehmen/Betrieben als rechtliche Einheiten mit 250 und mehr Beschäftig- ten um (Großbetriebe). Hier lag der Anteil aller Beschäftigten in der Region mit 37,5 Prozent deutlich unter dem Landesdurch- schnitt von 49,8 Prozent. Strukturelle Gewichte der einzelnen Wirt- schaftszweige Im Krisenjahr 2020, dem Jahr mit den zu- letzt verfügbaren gesamtwirtschaftlichen Daten ab Kreisebene, wurden 81,3 Prozent der BWS speziell des Produzierenden Ge- werbes, konkret 7,34 von insgesamt 9,02 Milliarden Euro, durch den Wirtschafts- zweig Verarbeitendes Gewerbe/Industrie generiert. Das Baugewerbe trug zu 14,4 Prozent (1,30 Milliarden Euro) und Berg- bau, Energie und Wasserversorgung zu 4,1 Prozent bei (377 Millionen Euro). Dabei konnte das Baugewerbe seine BWS um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern, während sich die des Verarbeitenden Ge- werbes um 15,8 Prozent verringerte. Von der BWS im weiten Dienstleistungsbereich von 9,25 Milliarden Euro in 2020 gingen 37,4 Prozent auf die statistische Gruppe der Wirtschaftszweige Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister sowie Grundstücks- und Wohnungswesen zurück (3,46 Milliarden Euro). An zweiter Stelle folgen Öffentliche und sonstige Dienstleis- ter, Erziehung und Gesundheit mit dem Anteil von 35,5 Prozent (3,28 Milliarden Euro) und an dritter Stelle Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe sowie Informa- tion und Kommunikation mit dem Anteil von 27,0 Prozent (2,50 Milliarden Euro). Die jeweiligen Rückgänge gegenüber dem Vorkrisenniveau 2019 liegen bei minus 1,7, minus 1,1 und minus 1,6 Prozent. Aktuell wieder gestiegene Industrieum- sätze, aber wachsende Herausforderungen Im vergangenen Jahr 2021 erzielten in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg 751 er- fasste Betriebe des Verarbeitenden Gewer- bes und damit der Industrie einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten (20+) einen Gesamtum- satz von 19,69 Milliarden Euro. Das sind 2,7 Milliarden Euro beziehungsweise 16,1 Prozent mehr als beim Umsatzeinbruch 2020 und sogar zwei Prozent mehr als das Vorkrisenniveau 2019. Für den Aufholef- fekt war neben einem Preisanstieg im Jahr 2021 insbesondere das Auslandsgeschäft von großer Bedeutung. So erreichte der gesamte Auslandsumsatz 9,41 Milliarden Euro, eine Zunahme gegenüber 2020 um 18,9 Prozent und ferner gegenüber 2019 um 4,6 Prozent. Darüber stieg die regio- nale Exportquote im vergangenen Jahr auf 47,8 Prozent. Die größten Branchen des regionalen Ver- arbeitenden Gewerbes bilden mit jeweils über einer Milliarde Euro ausgewiesenem Jahresumsatz 2021 der (High-Tech-) Ma- schinenbau, die Herstellung von Metall- erzeugnissen, die Herstellung von elekt- rischen Ausrüstungen und die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und elek- tronischen und optischen Erzeugnissen. Dazu gehören als Wirtschaftsbranchen un- ter anderem die Medizintechnik, die Mik- rotechnik und die Automobilzuliefer- und Drehteileindustrie. Allgemein stellen sich derzeit für die In- dustrie in der Region Schwarzwald-Baar- Heuberg als wichtigem Teil auf der Innova- tionsachse Stuttgart-Zürich aber nicht nur technologisch bedingte Herausforderun- gen, etwa für die Automotive-Zulieferin- dustrie angesichts der Erfordernisse einer nachhaltigen, CO 2 -freien Mobilität. Auch sind hier wie in anderen Wirtschaftsregi- onen immer noch die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren, etwa beim Handel mit China durch Produktionslock- downs, Schiffsstaus und daraus resul- tierenden Lieferengpässen.Kommen der anhaltende Fachkräftemangel und jüngs- te geopolitische Verwerfungen wie der Ukraine-Krieg mit unter anderem enorm steigenden Energiepreisen hinzu. epm - Quellen: Statistisches Landesamt Baden- Württemberg, Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Ge- samtrechnungen der Länder (VGRdL), IHK Schwarz- wald-Baar-Heuberg, eigene Berechnungen. Fortsetzung von Seite 37

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