Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'22 - Hochrhein-Bodensee
20 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 11 | 2022 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee Zukunft der Innenstädte Pilotphase zeigt: Gemeinsam sind wir stark! D ie Zusammenarbeit von acht Gemeinden begann, als der Waldshuter Händler Thomas Wartner direkt nach dem Co- ronalockdown IHK-Handelsreferentin Lena Häsler seine Idee vor- stellte: gemeinsam für die Innenstädte der Region werben. Denn zusammen erlangt man mehr Reichweite, um Kunden aus der Schweiz und aus dem Umland auf die Einkaufsstädte der Region aufmerksam zu machen. Die IHK gründete daraufhin einen Arbeits- kreis, der vom Handelsverband Südbaden unterstützt wird. Mit acht Gemeinden konn- te eine gemeinsame Onlinekampagne auf- gesetzt werden. Die Agentur Logoslab aus Waldshut-Tiengen plante die Kampagne mit einer gemeinsamen Bildsprache, in der jeder Gemeinde ein individueller Gestaltungsspiel- raum eingerichtet wurde. Mitte Mai wurde die Onlinekampagne mit dem Slogan „Willkommen in…“ schließlich über Social Media und per Werbebanner ausgestrahlt. Mit einer überdurchschnittlich hohen Klickrate wurde sie erfolgreich be- endet. Nach dem vielversprechenden Start möchte das Netzwerk seine Zusammenarbeit ausweiten. Neue Mitglieder sind dafür herzlich Willkommen und ausdrücklich erwünscht. Lena Häsler, Handelsreferentin der IHK, erklärt, welche Ideen und Pläne der Arbeitskreis für die Zukunft hat und wie er diese umsetzten möchte. Frau Häsler, was ist das Besondere an diesem Projekt? Lena Häsler: Das Besondere ist die Zusammenarbeit von mehreren Städten und Gemeinden im Stadtmarketing. Städte möchten sich generell voneinander abgrenzen und das ist auch gut so, denn jede ist individuell. Dennoch erreicht man mehr Menschen, wenn man gemeinsam auf sich aufmerksam macht. Corona und der Frequenz- verlust in allen Zentren war der Türöffner für die Zusammenarbeit. Zu Beginn war es nicht einfach, aber alle Teilnehmer haben das Kirchturmdenken abgelegt und sie profitieren nun zusätzlich durch den Austausch. Die Pilotphase ist beendet. Welches Fazit ziehen Sie? Unser Ziel war es, Reichweite und Aufmerksamkeit für die Innenstäd- te zu erlangen. Die Onlinekampagne hat dahingehend unsere Erwar- tungen übertroffen. Die Beiträge wurden mehr als zwei Millionen Mal betrachtet. Außerdem wurden sie über 150.000 Mal geliked, kommentiert oder geteilt und die Dienstleister Logoslab und SKone bestätigen, dass die Kampagne außergewöhnlich gut verlief. Das heißt, das Ziel Aufmerksamkeit zu generie- ren, wurde erreicht? Es wurde übertroffen. Die Gemeinden haben zudem nicht nur an einer Onlinekampagne mitgewirkt, sondern das Kampagnenlayout auch für physische Werbebanner genutzt. Der Vorteil der gemeinsa- men Kampagne lag sicherlich darin, dass jede Gemeinde individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für die Ansprache der Zielgruppe und für das Herausstellen der eigenen Verkaufsmerkmale erhielt. Das führte dazu, dass die Kampagne am einen oder anderen Standort Die erste gemeinsame Onlinekampagne von acht Innenstädten der Region Hochrhein-Bodensee verlief erfolgreich. Die Erwartungen wurden sogar übertroffen. Jetzt plant das dadurch entstandene Netzwerk neue Projekte und sucht nach weiteren Städten und Gemeinden, die Interesse an gemeinsamen Stadtmarketingprojekten haben. „Wir wollen die Region gemeinsam sichtbarer und die Innenstädte bekannter machen“ Ähnlich und doch so unterschiedlich wie die teilnehmenden Städte: eine Auswahl an Motiven der ersten gemeinsamen (Online-)Kampagne. Bilder: Logoslab (links), Lena Häsler (IHK) (rechts
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