Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'22 - Hochrhein-Bodensee
22 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 9 | 2022 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee D ie Industrie- und Handelskammern zwischen Stuttgart und Konstanz be- werten die im Rahmen der ersten Gäubahn- Konferenz erzielten Ergebnisse insgesamt positiv. In dem Vorschlag, dass die Gäubahn im Zuge der Baumaßnahmen zu Stuttgart 21 nicht mehr wie geplant für mehrere Jahre in Stuttgart-Vaihingen enden soll, sondern an einem neuen Haltepunkt in der Nähe des Stuttgarter Nordbahnhofs, sehen die Anrainer-IHKs durchaus eine Verbesserung. Das Konzept löse aber noch nicht das Pro- blem, dass es für die Menschen, die die Gäubahn nutzen, vorerst keine Direktan- bindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof geben werde. Eine Gäubahn-Konferenz einzuführen, war eine zentrale Forderung des grenz- überschreitenden Wirtschaftsbündnisses, bestehend aus den Industrie- und Han- delskammern entlang der Gäubahn und weiteren Wirtschaftsverbänden aus Baden- Württemberg und der Schweiz. Zusammen begrüßen sie daher die Bereitschaft des Bundesministeriums für Digitales und Ver- kehr sowie der Deutschen Bahn AG, die Gäubahn-Konferenz regelmäßig auszurich- ten. In den kommenden Konferenzen müsse es darum gehen, alle Optionen zu prüfen, eine Direktanbindung an den Hauptbahnhof zu realisieren. Das übergeordnete Ziel bleibe eine leis- tungsfähige Schienenachse zwischen Stuttgart und Zürich für den Personen- und Güterverkehr. Dafür müsse aber auch der südliche Abschnitt zwischen Böblingen und Singen rechtzeitig ausgebaut werden. Die Kammern fordern nach wie vor die Ein- bindung der Gäubahn in den sogenannten Deutschlandtakt und begrüßen deshalb die Anbindung an den Hauptbahnhof Stuttgart über den Flughafen. Hierzu müssten aller- dings noch einige zentrale Fragen beant- wortet werden. Das sagen die regionalen IHK-Hauptgeschäftsführer: » Die Zeit bis zur nächsten Gäubahn- Konferenz muss jetzt dazu genutzt werden, die Infrastrukturplanungen entlang der gesamten Strecke und die Ausarbeitung geeigneter Fahrplankonzepte voranzutrei- ben“, sagt Thomas Albiez, Hauptgeschäfts- führer der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg . „Wir brauchen konkrete Ergebnisse und ei- nen verbindlichen Zeitplan. Als Industrie- und Handelskammer in der Mitte der Schienen- strecke stellen wir uns gerne als Gastgeber für die Gäubahn-Konferenz im Jahr 2023 zur Verfügung.“ » Alle Akteure im Südwesten sind sich einig, dass der Gäubahn-Ausbau kei- nen weiteren Aufschub mehr duldet, inso- fern begrüßen wir die positiven Signale“, so Mitte Juli fand die erste Gäubahn-Konferenz statt. Worum es ging, was erreicht wurde und wie die teilnehmenden IHK-Hauptgeschäftsführer aus der Region Letzteres beurteilen. Erste Gäubahn-Konferenz Ergebnisse gehen in die richtige Richtung
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