Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'22 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
29 7+8 | 2022 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten TechnologyMountains e. V. Veranstaltungen im Juli, im August und im September D as TechnologyMountains Veranstaltungsangebot informiert praxisorientiert über neue Entwicklungen und Erkenntnisse. Die Vorträge richten sich an Fachleute und Entscheidungsträger von kleinen und mittelständischen Unternehmen, transportieren Fachwissen in die Unternehmen und bieten die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Erstberatung für CE-Kennzeichnung & Konformitätserklärung 7. Juli oder 15. September | 13 – 17 Uhr | kostenfrei Villingen-Schwenningen Einblicke in die Welt von Smart Services 7. Juli | 15 – 18 Uhr | kostenfrei | Furtwangen Mountains-Tour IMS Gear SE & Co. KGaA 7. Juli | 17 – 19.30 Uhr | kostenpflichtig Villingen-Schwenningen Tagesseminar Risikobeurteilung 11. Juli | 9 – 17 Uhr | kostenpflichtig Villingen-Schwenningen Erstberatung für Patente und Erfindungen 12. Juli oder 9. August oder 13. September | 14 – 17 Uhr | kostenfrei | Villingen-Schwenningen Reduktion von Treibhausgasemissionen: Strategien für KMU 13. Juli | 17 – 18 Uhr | kostenfrei | Online Visionsprozess: Sichtbarkeit 21. Juli | 11 – 18 Uhr | kostenfrei | Tuttlingen Visionsprozess: Innovation 22. September | 9 – 17 Uhr | kostenfrei | Tuttlingen Nachhaltigkeits- und CSR-Management im Mittelstand 21. September | 17 – 18 Uhr | kostenfrei | Online Weitere Informationen unter www.technologymountains.de S eit dem Frühjahr ist der Handel von Zutrittsbeschränkungen im Rahmen der Coronapandemie befreit. Gleichzeitig wird die Ge- schäftslage aktuell schlechter eingeschätzt als noch zu Jahresbeginn. Dies bestätigt die jüngste IHK-Konjunkturumfrage. Aktuell berichten 46 Prozent der regionalen Händler von befriedigenden, 23 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Diese Situation analysierte der IHK-Handelsausschuss in seiner jüngsten Sitzung im IHK-Gebäude in Villingen-Schwenningen mit dem Handelsverband Deutschland. „Die aktuelle Situation ist geprägt von steigenden Kosten, Lie- ferschwierigkeiten und rechtlichen Unsicher- heiten“, bilanzierte Thomas Weisser, Aus- schussvorsitzender und Inhaber des Triberger Handelsunternehmens „Haus der 1000 Uhren“. Gleichzeitig sei die Verbraucherstimmung seit Kriegsbeginn in der Ukraine spürbar schlech- ter geworden. „Das Kaufverhalten der Kunden ist zurückhaltend, der Gang in die Innenstadt noch nicht selbstverständlich und der Extraeinkauf als Belohnung selten.“ Dies führe gerade im stationä- ren Einzelhandel zu weniger Nachfrage, sinkenden Einnahmen und steigenden Kosten (siehe dazu auch Seite 50). Olaf Roik, Bereichsleiter Wirtschaftspolitik beim Handelsverband Deutschland, bestätigte den Druck aus steigenden Preisen und vielerorts schwachen Kundenfrequenzen: „Eine flache Konjunktur drückt die Einkommenserwartung und damit die Konsumfreude.“ So befinde sich das HDE-Konsumbarometer aktuell sogar noch unter dem Wert des ersten Coronalockdowns. „Gleich- zeitig verharren die Betriebsumsätze weiter unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Insbesondere bei den Betrieben aus Bekleidung, Non-Food und Innenstadthandel“, sagt Roik. Er betonte, dass viele Einzelunternehmen aktu- ell nicht in der Lage seien, wichtige Zukunfts- investitionen zu tätigen: beispielsweise in den Klimaschutz, in ihre Gebäudeausstattung oder die digitale Transformation. Umso wichtiger seien kom- munale Innenstadtkonzepte und steuerliche Erleichterun- gen bei der Anschaffung und Entwicklung von Digitalisie- rungsvorhaben. Thomas Weisser bekräftigte dies abschließend: „Der Onlinehandel ist eine Chance. Dieser Markt wächst nachhaltig! Und wenn ein Markt wächst, dann wird der Händler einen Weg dorthin finden. Diesen Weg sollten möglichst viele Betriebe gehen.“ Hi Philipp Hilsenbek Fachbereich Standortpolitik 07721 922-126 hilsenbek@vs.ihk.de IHK-Handelsausschuss Steigende Inflation und sinkende Kundenfrequenz belasten Thomas Weisser, Vorsitzender des IHK- Handelsausschusses … … und Olaf Roik vom HDE. »Weniger Nachfrage, sinkende Einnahmen und steigende Kosten«
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