Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'22 - Hochrhein-Bodensee

21 7+8 | 2022 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten SIE HABEN EINE SCHWER ZU LÖSENDE FERTIGUNGSAUFGABE? SCHNELLER UND PRÄZISER GEHT ES NICHT. PRODUKTE » Schneckenradsätze » Schneckenwellen » Schneckenräder » Gewindekerne » Motorwellen » Gewindespindeln » Werkzeugspindeln » Sonderschrauben » Medizintechnik » Prototypenbau CNC LOHNARBEITEN » Fräsen » Drehen » Tieflochbohren » Schneckenradfräsen » Schneckenschleifen » Gewindeschleifen » Rundschleifen » Polygonschleifen » Exzenterschleifen AWS M.Schauber GmbH Präzisionsteile Rottweiler Strasse 34 | 78669 Wellendingen +49 7426 1042 | express@schauber-gmbh.de Schnelle Infos unter: EXPRESS.AWS-SCHAUBER.DE ANZEIGE Transformation » Digitale Dienstleistungen immer mitdenken « Herr Bönisch, Der Trend weg vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antrieben fordert von vielen Automo- bilzulieferern eine gewaltige Transfor- mation. Wo steht ETO als klassischer Automobilzulieferer? Benjamin Bönisch: Heute sorgen hoch- präzise ETO-Produkte dafür, dass Pkw und Lkw mit Verbrennungsmotoren effizienter arbeiten und so zur nachhaltigen Ressour- censchonung beitragen. Zu diesen Produkten zählen zum Beispiel Nockenwellenversteller und Zylinderabschalter für Autos. Das wird in den nächsten zwei Jahren wohl auch so bleiben – aber nicht in den nächsten zehn Jahren. Deswegen arbeiten wir bei ETO schon lange an der strategischen Umstellung unse- res Produktportfolios. Bereits heute haben wir viele Anfragen von Autoherstellern, uns an Ausschreibungen zum Beispiel für Batte- riekühlungssysteme zu beteiligen. Glauben Sie, dass sich die E-Autos durchsetzen werden? Es spricht vieles dafür. Aktuell sieht es aber so aus, dass sich die Automobilzulieferer vie- le Optionen offenhalten. Wir arbeiten daher parallel an Gas-, Batterie- und Wasserstofflö- sungen. Vermutlich wird sich nicht nur eine Technologie durchsetzen, sondern es wird einen Mix geben. Dann produzieren wir ge- ringere Stückzahlen, bieten unseren Kunden aber ein breiteres Portfolio. Das ist eine der vielen Herausforderungen für die Automobil- zulieferer. Eine andere ist die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen. Darum ging es auch in der Ausschuss- sitzung. Wie weit ist ETO in Sachen Digitalisierung? Es geht eigentlich nichts mehr ohne. Sie können heute keine Produkte mehr anbie- ten, ohne passende Software mitzuliefern. Das wird einfach erwartet und da der Au- tomobilmarkt hart umkämpft ist, muss man vorne mitmischen. Wir mussten erst ein- mal eine Entwicklungsumgebung aufbauen, die es uns erlaubt, Software zu entwickeln. Mittlerweile sind wir gut aufgestellt. Wir lie- fern an die Autohersteller bereits Teile mit integrierten Chips, die es ermöglichen, die Echtheit des Produkts digital zu überprüfen. Vor allem machen wir unsere Produkte IoT-fähig, das heißt, dass sie im Internet of Things Daten austauschen können. Ein Bei- spiel: Im landwirtschaftlichen Bereich haben wir ein Alleinstellungsmerkmal bei Sensoren und Bewässerungsventilen für Sonderkultu- ren, wie etwa im Obstanbau. Der Landwirt hat nun die Möglichkeit, sich die Daten, die die Sensoren erheben, direkt auf das Handy schicken zu lassen. Wenn er sieht, dass die Pflanzen zu wenig Wasser haben, kann er via Handy die Bewässerungsventile öffnen. Hinzu kommen zahlreiche Daten- auswertungen, die dazu dienen, den Anbau effizienter zu gestalten. Durch das genaue Monitoring lässt sich außerdem der Einsatz von beispielsweise Pflanzenschutzmitteln reduzieren. Der Landwirt hat also durch das zusätzliche digitale Angebot einen echten Mehrwert. Und genau darum geht es heute und in Zu- kunft. Es reicht nicht mehr, nur ein tolles Produkt zu haben, man muss digitale Ser- vices und Dienstleistungen künftig immer mitdenken. wg In der Sitzung des IHK-Industrie- und Umweltausschusses bei der ETO Gruppe in Stockach stand die Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. In einem Vortrag berichtete Benjamin Bönisch, Bereichslei- ter für Unternehmensentwicklung und Strategie bei der ETO Gruppe, über die wichtigsten Digitalisierungsschritte im Unternehmen. Bild: ETO Gruppe Benjamin Bönisch, Bereichsleiter bei der ETO-Gruppe.

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