Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'22 - Hochrhein-Bodensee
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 46 Anzeigenspecial JUNI 2022 (ivv) hätte der Großteil sogar darüber informiert, dass Lieferan- ten überhaupt keine Preiszusagen mehr geben würden. Dies führt laut ivv „am Ende zu einem enormen wirtschaftlichen Risiko und Schwierigkeiten bei der Kalkulation neuer Angebote“. Damit der Markt weiterhin funktioniere und Angebote trotz der Risiken ab- gegeben werden, seien die Länder und Kommunen gefragt. „Die kürzlich mit dem Bund vereinbarten Regelungen über Preisgleit- klauseln müssen übernommen werden“, ist auf der Website des ivv zu lesen. Hinzu zum Preis-, Material- und Energierisiko tritt somit das Nach- fragerisiko. Projekte müssen storniert oder zurückgestellt werden. Das höhere Auftragsvolumen von Februar könnte nach Aussage des Statistische Bundesamts auch mit dem Preisanstieg zusam- menhängen. Der Wert der Aufträge habe zwar zu einem „höhe- ren Volumen“ geführt (der Wert war um fast 9 Prozent gestiegen). Wenn man allerdings den Preisanstieg herausrechne, dann ergebe sich ein Rückgang um gut vier Prozent (Quelle: BR). Laut Zentral- verband des Baugewerbes erwarten 40 Prozent der Unternehmen in diesem Jahr „niedrigere Umsätze“. Die Branche stelle sich auf Kurzarbeit und warne „vor dem Stopp von Projekten“. Förderung unklar Häufig Sonderregelungen gibt es nach Recherchen des BR bei staatlichen Aufträgen im Tiefbau. Dadurch könnten im Nachhi- nein steigende Preise angepasst werden. In dem BR-Bericht wird die „unklare Position der Bundesregierung bei Wohnungsbau und -Förderung“ kritisiert. Die Kriterien zur staatlichen Förderung des energieeffizienten Bauens durch die KfW würden derzeit „stän- dig geändert“. Die Befürchtung steht im Raum, dass in Zukunft „nur noch größere Bauvorhaben mit mehreren Etagenwohnun- gen gefördert werden, bei denen auch der soziale Wohnungsbau eine Rolle spielt“. Bei einer Verknappung der Immobilien auf dem Markt wird zumindest bei der Käuferseite die Nachfrage nicht ab- nehmen, lautet die Prognose. Insgesamt rechnet die deutsche Bauwirtschaft mit einem schwie- rigen Jahr. Materialprobleme sind insbesondere bei Stahl- und erdölbasierten Produkten wie Bitumen, Kunst- und Dämmstof- fen zu spüren. Die hier zu verzeichnenden erheblichen Preiser- höhungen werden die Unternehmen an die Kunden weitergeben müssen. Das ist bei laufenden Verträgen problematisch. Neu an- gebahnte Verträge wiederum kommen jetzt oftmals nicht mehr zum Abschluss und werden nicht mehr umgesetzt (Quelle: ots). Politisch müsse alles unternommen werden, „damit die Rahmen- bedingungen besser werden und das Bauen günstiger und ein- facher wird“, unterstreicht Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Design - Bau - Service Gewerbeimmobilien System mit GOLDBECK Niederlassung Karlsruhe, 76139 Karlsruhe, Am Storrenacker 8, Tel. +49 721 942488-0, karlsruhe@goldbeck.de GOLDBECK Niederlassung Bodensee, 78234 Engen, Robert-Bosch-Straße 1, Tel. +49 7733 36044-0 , bodensee@goldbeck.de building excellence goldbeck.de Fortsetzung von Seite 44
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