Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'22 - Hochrhein-Bodensee
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 24 Wirtschaftsstandort Hochrhein-Bodensee Anzeigenspecial JUNI 2022 Landesniveau mit 60,6 Prozent Anteil an der Landes-BWS und 38,9 Prozent Anteil des Produzierenden Gewerbes. Die Verteilung der insgesamt 238,770 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort in der Region Hochrhein-Bodensee Mitte 2021 zu 66,2 Prozent (158.100) auf die Dienstleistungsberei- che und zu 32,9 Prozent (78.590) auf den Sektor Produzierendes Gewerbe untermauert die durch die Bruttowertschöpfungen auf- gezeigte Wirtschaftsstruktur. Zum Vergleich betrug die betreffende Verteilung der Beschäftigten auf Landesniveau 64,5 Prozent be- ziehungsweise 35,0 Prozent. Dabei nahm die Gesamtzahl in der Region gegenüber dem Vorjahr 2020 wieder leicht um 0,9 Prozent zu, 2020 war sie um 1,1 Prozent gesunken. Die regionale Arbeits- losenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag 2021 im Jahresdurchschnitt wie schon 2020 bei 4,2 Prozent (landesweit 2021 bei 3,9 Prozent und 2020 bei 4,1 Prozent). Wirtschaftszweige, exportstarke Industrie Von allen Dienstleistungen in der Region Hochrhein-Bodensee trug die statistische Gruppe Handel, Verkehr- und Spedition, Gast- gewerbe, Information und Kommunikation im Bezugsjahr 2019 zu 30,6 Prozent der gesamten Dienstleistungen-BWS von 13,66 Milliarden Euro bei (69,3 Prozent alle sonstigen Dienstleistungen). In dieser Gruppe sind weit über ein Drittel, 39,7 Prozent, aller in Dienstleistungen in der Region sozialversicherungspflichtig Be- schäftigten tätig (62.760, Mitte 2021). Die Bruttowertschöpfung des regionalen Produzierenden Gewerbes von 7,29 Milliarden Euro ging 2019 zu drei Viertel, 5,55 Milliarden Euro, auf das Verarbeitende Gewerbe beziehungsweise die regionale Industrie zurück. Hier sind 76,9 Prozent aller im Produzierenden Gewerbe Beschäftigten tätig (60.470, Mitte 2021). Die BWS-Anteile des Baugewerbes betrugen 15.9 Prozent (1,16 Milliarden Euro) und von Bergbau, Energie und Wasserversorgung 7,9 Prozent (581 Millionen Euro). Im vergangenen Jahr 2021 erzielten 215 regionale Betriebe im Ver- arbeitenden Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden in der Region Hochrhein-Bodensee, mit im Allgemeinen 50 und mehr Beschäftigten (Berichtskreis 50+), einen Gesamtumsatz von 15,09 Milliarden Euro. Das bedeutet nach praktisch gleichen Ge- samtumsätzen in 2019 (13,27 Milliarden Euro) und 2020 (13,24 Milli- arden Euro) wieder ein Plus von 14 Prozent. Der hierin enthaltene Auslandsumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 15,1 Prozent auf 7,93 Milliarden Euro. Damit stieg die Exportquote von 52,0 auf 52,6 Prozent. Die größten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes bilden in der Region Hochrhein-Bodensee vom Umsatz her die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, der Maschinenbau, die Metallerzeugung und –bearbeitung, die Herstellung von pharmazeutischen Erzeug- nissen und die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen. Trotz gestiegener Umsätze zeigen sich weiterhin Folgen von Corona- Einschränkungen, international wieder stärker gestörte Liefer- ketten, gestiegene Energie- und Rohstoffpreise und der Fachkräf- temangel als Wachstumshemmnisse. Schließlich werden auch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges eine eigent- lich angelegte Erholung schwächen. epm - Quellen: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Arbeitskreis Volks- wirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGRdL), Bundesamt für Statistik (BFS, Schweiz), IHK Hochrhein-Bodensee, eigene Berechnungen
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