Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'22 - Hochrhein-Bodensee

REGIO REPORT  IHK Hochrhein-Bodensee → www.allianz.de/angebot/gesundheit/bkv Jetzt informieren! GESUND X – DIE EXTRAPORTION GESUNDHEIT Einfach Danke sagen! Eine lohnende Investition – auch für Sie: • Positionierung als attraktiver und sozialer Arbeitgeber • Flexible Wahlmöglichkeiten – individuell für Ihr Unternehmen • Steuerliche Vorteile im Rahmen des Sachbezugs • Persönliche Beratung – Ihr Vermittler berät Sie gerne! Wertvolle Gesundheitsleistungen für Ihre Mitarbeitenden – mit der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) der Allianz! ANZEIGE EU-Schweiz-Beziehungen Bodensee-IHKs fordern Rechtssicherheit V or rund einem Jahr brach der Schweizer Bundesrat die Ver- handlungen über ein institutionelles Abkommen zwischen der Schweiz und der EU ab. Dieses hätte den bilateralen Weg, welcher der Schweiz eine sektorielle Teilnahme am europäischen Binnenmarkt ermöglicht, auf ein langfristig tragfähiges Funda- ment gestellt. Seither ist unklar, wie die rechtlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU ausgestaltet werden sollen. Die Rechtsunsicherheit ist im grenzübergreifenden Wirtschaftsraum Bodensee direkt spürbar: Dieses Fazit ziehen die IHKs rund um den Bodensee bei ihrer Konferenz Anfang April. Im Gebiet um den Bodensee spielen nationale Grenzen im Alltag von Bevölkerung und Wirtschaft eine untergeordnete Rolle. So sind heute in den Ostschweizer Kantonen über 15.000 Beschäftigte aus Deutschland und Österreich tätig. Das Warenhandelsvolumen zwischen der Schweiz und Süddeutschland alleine ist grösser als das zwischen der Schweiz und China. Dies ermöglichen bilate- rale Verträge, welche die Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz seit Beginn dieses Jahrhunderts regeln, und zahlreiche regulatorische Unterschiede zwischen dem Nicht-EU-Mitglied Schweiz sowie Deutschland und Österreich eliminieren. Sie er- leichtern einerseits grenzübergreifende Wertschöpfungsketten maßgeblich, andererseits ermöglichen sie die Schweizer Teilnahme an der Personenfreizügigkeit sowie am Schengenraum. Die Boden- seeregion stärkt so ihre Wertschöpfungskraft und Attraktivität als Wirtschaftsregion. Mit dem Verhandlungsabbruch verlieren die bilateralen Verträge schleichend an Bedeutung und auf absehbare Zeit wird der rei- bungslose Grenzverkehr im Bodenseeraum riskiert. In Anbetracht der grossen Verflechtung der Wirtschaft wäre dies ein eklatanter Rückschritt, mit direkten Auswirkungen auf den Wohlstand der Re- gion. Folglich fordern die B-IHKs eine rasche Klärung der Beziehun- gen EU–Schweiz, um den grenzübergreifenden Wirtschaftsraum zu erhalten und zu stärken. Erste Branchen sehen sich bereits mit erhöhten Handelshindernissen konfrontiert (Medizinaltechnik), weitere wie etwa die Maschinenindustrie werden in den nächsten Jahren folgen. Aus Sicht der B-IHKs sind diese kurz- und mittel- fristigen Auswirkungen zu vermeiden. Die nationalen Regierungen sind angehalten, auf zeitnahe Bestimmungen hinzuwirken, welche den grenzübergreifenden Wirtschaftsaktivitäten im Bodenseeraum Rechnung tragen. Prioritäres Ziel muss die Erhaltung des Status Quo unter den Bilateralen I und damit der reibungslose Grenzver- kehr zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz sein. red

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5