Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'22 -Südlicher Oberrhein
IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 4 | 2022 tItel »Wir halten es für wichtig, unser Engagement auch öffentlich zu machen« Ulrich Lössl Geschäftsführer der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen Umsatzsteigerung von 35 Prozent innerhalb der letzten zwei Jahre. Auch den Kundenstamm hat FSM auf eine breitere Basis gestellt, um nicht in Abhängigkeiten zu geraten. „Inzwischen überlegen wir, auch einen Nachhaltigkeitsbericht zu schreiben“, berichtet Santha Zeiher. Nachhaltigkeit als Verkaufsargument ein alter Hase in Sachen Nachhaltigkeit ist die Bad Dürrheimer Mine- ralbrunnen GmbH + Co. KG Heilbrunnen. „Mit unserem inzwischen Bio-zertifizierten Mineralwasser sind wir als Unternehmen unmittel- bar auf eine intakte Natur angewiesen und müssen Umweltschutz über das eigene Firmentor hinausdenken“, erklärt Geschäftsführer Ulrich lössl. Deshalb fördert das Unternehmen den Ökolandbau und artenreiche Blühwiesen, um die reinigende Kraft gesunder Böden zu erhalten. Auch das soziale engagement hört nicht bei den eigenen Arbeitnehmern auf, sondern schließt das Sponsoring kultureller events ein. Die Klimaschutzmaßnahmen, das Umweltmanagement nach ISO 14001 sowie die Nachhaltigkeit nach DNK-Standard und der WIN-Charta werden ständig weiterentwickelt und dokumentiert. „Wir halten es außerdem für wichtig, unser engagement für Nach- haltigkeit gerade auch den Verbrauchern gegenüber öffentlich zu machen“, betont lössl. „Deshalb holen wir uns im Bereich Kommuni- kation wertvolle Impulse von einer auf Nachhaltigkeit spezialisierten Kommunikationsagentur.“ Oft weiter als gedacht Das allgegenwärtige Schlagwort „Nachhaltigkeit“ verliert seinen Schrecken oder seine Grö- ße, wenn man sich bewusst macht, dass kaum ein Un- ternehmen bei null anfängt, wenn es sich entschließt, ernsthafte Maßnahmen zu ergreifen. „KMU denken oft noch, dass nachhaltiges Wirt- schaften zu komplex und auf- wendig für sie wäre. Viele mittel- ständische Unternehmen arbeiten aber jeden tag nach Werten, die tradi- tionell nachhaltig sind. Sie sind sich dessen nur nicht bewusst“, stellt Santha Zeiher von FSM fest. Das macht Mut, das eigene Potenzial für ein nachhaltiges Un- ternehmen zu analysieren und weiterzuentwickeln. Das Wissen, wie man diesen Prozess angeht, und Fördermittel, um entsprechende Projekte umzusetzen, gibt es reichlich. Man muss beides nur an- zapfen. Susanne Hartwein UNTERSTÜTZUNG & INFORMATION Woche der Nachhaltigkeit: Kostenfreie Veranstaltungs- reihe (online und Präsenz) ab dem 13. Mai mit The- men aus der gesamten Nachhaltigkeitspalette. Organ- isiert von der IHK Südlicher Oberrhein. www. wochedernachhaltigkeit-freiburg.de Veranstaltungsreihe Klimaschutz 2022: Kostenfreie siebenteilige Onlinevortragsreihe ab dem 26.April zu diver- sen Klimaschutzthemen.Veranstalter sind verschiedene IHKs aus Baden-Württemberg. www.bw.ihk.de/klimaschutz Zielgerade 2030: Das Bündnis Zielgerade 2030 ist ein gemeinsames Projekt der IHK Südlicher Oberrhein und der Energieagentur Regio Freiburg GmbH, bei der sich die teilnehmenden Unternehmen und Kommunen verpflichten, bis 2030 tatsächlich klimaneutral zu arbeiten. www.zielgerade2030.de ecocockpit: Kostenfreies CO 2 -Bilanzierungstool für Unter- nehmen. Infos und Schulungen unter anderem bei den IHKs. www.ecocockpit.de Umweltnewsletter der IHK Hochrhein-Bodensee: www.konstanz.ihk.de/servicemarken/newsletter IHK ecoFinder: Kostenfreie Umweltfirmendatenbank, in der Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen im Bereich Umweltschutz und Energie anbieten, ihr Leistungs- profil präsentieren können. www.ihk-ecofinder.de KlimaFit (BW): Förderprogramm des Ministeriums für Um- welt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, bei dem Unternehmen mit Hilfe von Beratern eine Klimabilanz und ein Maßnahmenpaket erarbeiten. Aktuell in der Test- phase. www.klimafit-bw.de UnternehmensNatur: Das Projekt „UnternehmensNatur“ Baden-Württemberg von NABU und Flächenagentur zeigt Firmen, wie ihr Gelände zum Schutz der Biodiversität bei- trägt. www.unternehmensnatur-bw.de Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz: DieMittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz un- terstützt den deutschen Mittelstand bei der Umsetzung der Energiewende. Ziel ist es, weitere Energieeinsparpotenziale in den Betrieben zu heben und ihre Energieeffizienz zu ver- bessern. Die Initiative ist ein gemeinsames Projekt des DIHK, des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), des Bundesministeriums für Wirtschaft und für Umwelt. www.mittelstand-energiewende.de Charta der Vielfalt: In der Charta der Vielfalt ver- pflichten sich Unternehmen, dass sie Chancengleichheit für ihre Beschäftigten herstellen und fördern werden. www.charta-der-vielfalt.de Bild: Adobe Stock - malp
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