Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'22 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

REGIO REPORT  IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ANZEIGE IHK-Austausch mit Kultusministerin Zentrale Rolle der Berufsorientierung B ei einem landesweiten Austausch zwischen den baden-württembergischen Industrie- und Han- delskammern und Kultusministerin Theresa Schopper wurde die Region durch IHK-Vizepräsidentin Bettina Schuler-Kargoll vertreten. In dem rund einstündigen Austausch mit der Ministerin betonten die Vertreter der IHKs, wie wichtig es ist, das Image der beruflichen Bildung zu stärken und eine Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung herzu- stellen. Von der Landesregierung wurde hierzu ein klares Bekenntnis gefordert. Ein weiterer zentraler Punkt des Austauschs war das Thema Berufsorientierung. Die IHK-Vertreter forderten, dass dieses Thema in den Schulen wieder mehr in den Fokus rücken müsse. Die vergangenen beiden Jahre, in denen kaum Angebote stattfanden, haben gezeigt, wie wichtig die Berufs- orientierung ist. Bettina Schuler-Kargoll betonte in ihrem Statement die zentrale Rolle der Berufsorien- tierung an den Schulen für die Fachkräftegewinnung der Wirtschaft. „Senden Sie klare Signale aus dem Ministerium an die Lehrerinnen und Lehrer im Land. Wir brauchen berufsorientierende Angebote an allen Schulen“, forderte die IHK-Vizepräsidentin. Sie unter- strich gleichzeitig noch die wichtige Rolle der Eltern bei der Berufswahlentscheidung ihrer Kinder, denn auch viele Eltern kennen die zahlreichen Möglichkeiten und Aufstiegschancen der beruflichen Bildung nicht. Gerade für den ländlichen Raum ist die Entwicklung der Berufsschulstandorte von hoher Bedeutung, auch dies hat die IHK-Vizepräsidentin im Aus- tausch mit der Ministerin hervorge- hoben. „Für die Fachkräftesicherung ist es von hoher Bedeutung, dass Schulstandorte erhalten bleiben. Bei der regionalen Schulentwicklung ist es wichtig, Verkehrswege, den öffentlichen Nahver- kehr und die Lage von Ausbildungsbetrieben im Blick zu haben“, sagte Bettina Schuler-Kargoll. Zudem wies sie darauf hin, dass die in der Pandemie gesammelten Erfahrungen mit der Digitalisierung des Unterrichts auch für die zukünftige Entwicklung des Berufsschulwesens herangezogen werden müssen. MK Miriam Kammerer | Bildung | Qualifizierung 07721 922-512 kammerer@vs.ihk.de IHK-Vizepräsidentin Bettina Schuler-Kargoll fordert, dass die Berufsori- entierung bei Jugendlichen und Eltern wieder mehr in den Blick gerät. »Wir brauchen berufs- orientierende Angebote an allen Schulen«

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5