Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'22 - Hochrhein-Bodensee

40 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3 | 2022 Unternehmen KURZ NOTIERT Die Badenova -Tochter Badenova Wärme- plus hat den Energy Efficiency Award der Deut- schen Energie-Agentur (dena) in der Kategorie „Konzepte für eine klimaneutrale Zukunft“ ge- wonnen. Das Unternehmen hat den Preis für ihr Wärmenetz im Freiburger Industriegebiet Nord erhalten, das mit industrieller Abwärme ge- speist und mittels einer IoT-Plattform (Internet of Things) gesteuert wird. BadenovaWärmeplus betreibt das 3.600 Meter lange Fernwärmenetz, das mit Industrieabwärme der Cerdia Produk- tions GmbH (ehemals Rhodia) gespeist wird, seit Herbst 2020. Größter Wärmeabnehmer im Wärmenetz ist das neue Fußballstadion des SC- Freiburg . Dort wird die Wärme für Warmwas- serbereitung, Raumheizung der Kabinen sowie von Verwaltungsräumen und vor allem für die Rasenheizung benötigt. Die Stadtwerke Rheinfelden und die Ener- giedienst AG in Laufenburg (Schweiz) legen ih- re Nahwärmenetze zusammen. Anfang Februar fand die Unterzeichnung des Kooperationsver- trags statt. Ab Mai soll laut Pressemitteilung ein Großteil desWärmebedarfs über die Nutzung der industriellenAbwärme von Evonik getragen wer- den. Das Projekt soll der Stadt rund 10.000Tonnen CO 2 -Ausstoß jährlich einsparen. „Die Partnerschaft zeigt, dass wir für den Klimaschutz gemeinsam neue Wege gehen müssen und können“, betont Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von Rhein- felden. „Die Zusammenlegung der beiden Netze könnte zu keinem besseren Zeitpunkt erfolgen“, ergänzt Jörg Reichert,Vorstand der Energiedienst AG. „Wir erleben gerade historisch hohe Energie- preise. Doch der Preis für industrielle Abwärme ist konstant und schwankt deshalb nicht in dem Ausmaß, wie wir es jetzt bei Gas sehen.“ Die Zahoransky AG aus Todtnau-Geschwend legt die bisher unabhängig agierenden Vertriebs- einheiten Maschinenbau Oral Care/Broom & Brush und Automation & Molds/Medizintechnik zusammen.Wie das Unternehmen berichtet, sol- len so Synergien bei Entwicklung, Vertrieb und Produktion erschlossen sowie die Stärke des welt- weitenVertriebs- und Produktionsnetzwerks über alle Standorte noch konsequenter genutzt wer- den. Robert Dous verantwortet die Neuausrich- tung. Seit Januar unterstehen ihm die globalen Vertriebs-, Marketing- und Serviceaktivitäten aller Produkte und Standorte der Zahoransky Group. Darüberhinaus verantwortet er die Steuerung der Niederlassungen in den USA, in Mexico, Brasilien, Indien, Japan und China. phg Hengstler investiert am Standort Deißlingen Umsatzsprung in 2021 DEISSLINGEN. Mit einem klaren Bekenntnis zum Standort Deiß- lingen startet die phg Peter Hengstler GmbH + Co. KG in das neue Jahr: „Wir planen einen Erweiterungsbau, der Ende 2023 bezugs- fertig sein soll“, gab der geschäftsführende Gesellschafter Joachim Hengstler jetzt bekannt. Als Spezialist für Verbindungs- und Datentechnik ist das Unterneh- men im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Der Rekordumsatz in Höhe von 41,8 Millionen Euro bedeutet eine Steigerung um mehr als 20 Prozent, die Belegschaft wuchs um 50 Personen deutlich auf mehr als 290 Beschäftigte. Angesichts gut gefüllter Auftragsbücher für das laufende Jahr geht phg Hengstler von weiterem Wachstum aus. „Wir sind daher in die Planungen eingetreten, etwa 2.500 Quadrat- meter zusätzlicher Produktionsfläche zu schaffen“, so Geschäfts- führer Stefan Emminger. Die Erweiterung ist im Anschluss an das bestehende Firmengebäude umsetzbar. Im Frühjahr könnte der Bauantrag eingereicht werden, Ziel ist der Bezug Ende 2023. Trotz schwieriger Beschaffungssituation für einige Vorprodukte stehen die Zeichen insgesamt aber auf Grün, da sich die Sektoren Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Antriebstechnik sowie Maschi- nenbau und Medizintechnik auf dem Wachstumspfad befinden. Gerade im Bereich sogenannter hybrider Stecker, die Strom und gleichzeitig ein Steuerungssignal übertragen, sind die Lösungen von phg Hengstler gefragt, ebenso die Steckverbindungen für Anlagen der Nahrungsmittelverarbeitung, Stichwort Hygienestecker. SP Euroairport Basel Mulhouse Freiburg Leichte Erholung BASEL. Der Euroairport (EAP) erholte sich 2021 mit rund 3,6 Mil- lionen Passagieren – einem Plus von 39 Prozent gegenüber 2020 – leicht von seinen coronabedingten Einbrüchen, wie die Direktion in einer ersten Bilanz für das vergangene Jahr feststellte. Damit reichten die Zahlen aber noch nicht wieder an das Rekordjahr 2019 mit 9,1 Millionen Fluggästen heran. Zahlen zur aktuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit will EAP erst ab dem Frühjahr nennen. Wichtigste Fluggesellschaft mit etwa zwei Millionen Passagieren bleibt Easyjet, wobei türkische Airlines an Bedeutung gewinnen. Der Flughafen, der aktuell 348 Mitarbeiter beschäftigt, macht rund 80 Prozent seiner Einnahmen mit dem Passagierverkehr. Für 2022 erwartet der Betreiber 6,2 Millionen Fluggäste. Robust zeigte sich 2021 laut EAP der Frachtverkehr mit einem Anstieg des Frachtvolumens um zehn Prozent auf 119.300 Tonnen. Mit 54.000 Tonnen ist hier die Expressluftfracht der größte Posten. uh Fertigung im Reinraum bei phg Hengstler.

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