Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'22 -Südlicher Oberrhein
49 2 | 2022 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten GRÜNDeR Leute RETAMO SOFTWARE „Retamo verhilft starken Unternehmen zu einer starken Reputation im Internet.“ Mit diesem Slogan werben die Jugendfreunde Nico Trittmacher (35), Raphael Kempf (32), Joe Krumhard (34) und Konstantin Kopf (34) für ihr Unternehmen und ihre Geschäftsidee. Auf diese kam Nico Trittmacher, als ihm bei seiner Arbeit als selbststän- diger Webentwickler auffiel, „dass viele Unternehmen nicht wissen, wie sie mit negativen Bewertungen im Inter- net umgehen sollen“. Daher hat er Ende 2019 zusammen mit dem Kommunikationsdesigner Kopf die Retamo Software GmbH in Offenburg aufgebaut. Im April 2020 holten sie den Steuerfachwirt Kempf und den Vertriebsspe- zialist Krumhard mit an Bord und gründeten gemeinsam of- fiziell das Unternehmen. Ein gutes halbes Jahr später brach- ten sie ihre Software auf den Markt, über die Unternehmen über alle Bewertungen auf verschiedenen Plattformen informiert werden und über die sie direkt darauf reagie- ren können. „Negative Bewertungen sind nicht schlimm, man muss aber darauf antworten und die Gründe dafür suchen“, sagt Trittmacher. Fürs Nutzen der Software zahlen die bislang rund 100 Kunden Retamo eine monatliche oder jährliche Gebühr. Im September haben die vier Gründer die Conversion Maker GmbH aus Offenburg als Investor und strategischen Partner mit an Bord geholt. „So können wir uns jetzt in Vollzeit richtig reinhängen und die Wachstums- phase beginnen“, sagt Trittmacher. Zurzeit bauen sie den Vertrieb auf, im zweiten Quartal sollen die ersten Mitarbei- ter eingestellt werden. mae Die Gründer der Retamo Software GmbH: Konstantin Kopf, Raphael Kempf, Nico trittmacher und Joe Krumhard (von links). MARINA BÜRKLE-MAIER „Nähen ist einfach wie zaubern können“, schwärmt Marina Bürkle-Maier . Nach der Geburt ihres ersten Soh- nes ließ sie ihr ehemaliges Hobby Nähen wieder aufleben und fertigte erst Baby- und dann Kinderkleidung. Als ihr zweiter Sohn sechs Monate alt war, machte sie ihr Hob- by zum Beruf und sich in ihrem Wohnort Ohlsbach damit selbstständig: Die 42-jährige gelernte Rechtsanwalts- fachangestellte vertreibt seit 2019 selbstgenähte Kleidung für Babys, Kinder und Frauen. Den Start machte Marina Bürkle-Maier von zu Hause. Ein Jahr später erhielt sie die Möglichkeit, in der Ortenaugemeinde ein Ladengeschäft zu eröffnen – und griff zu. Unter dem Namen „ Dorfkind Kindersecondhand & Selbstgenähtes “ vertreibt Ma- rina Bürkle-Maier seit November 2020 vor allem selbstge- nähte Baby-, Kinder-, aber auch ein wenig Damenkleidung von sich und drei weiteren regionalen Labels sowie – als zweites Standbein – gebrauchte Kinderkleidung und Zube- hör. „Diesen Mix gab es hier noch nicht, und er kommt gut an“, sagt die Jungunternehmerin.Während der Lockdowns war er für sie sogar „überlebenswichtig“. Denn wegen des Secondhandsortiments wurde sie als Babyfachmarkt ein- gestuft und durfte öffnen, berichtet Bürkle-Maier. Geöffnet hat sie nach wie vor vormittags. Doch auch nachmittags – wenn es die Kinder, inzwischen drei und acht Jahre alt, zulassen – und abends arbeitet sie von zu Hause weiter, erledigt Administratives und näht Frauenkleidung. Marina Bürkle-Maier freut sich, dass sie den Mut fand, ihren Traum zu verwirklichen und über die wachsende Bekanntheit auch über Ohlsbach und Umgebung hinaus. mae
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