Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'22 -Südlicher Oberrhein
25 2 | 2022 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten hr-lab Alexander Ernst Dipl.-Psychologe Schwaighofstraße 11 7 9100 Freiburg T +49 (0) 761-22379 info@hr-lab.de www.hr-lab.de solutions . Professional Business Coaching. hr-lab Alex nder Ernst Dipl.-Psychologe Schwaighofstraße 11 79100 Freiburg T +49 (0) 761-22379 i nfo@hr-lab.de www.hr-lab.de solutions . Professional Business Coaching. PLANUNG PRODUKTION MONTAGE WOLF SYSTEM GMBH Osterhofen Tel. - gbi@wolfsystem.de WWW.WOLFSYSTEM.DE INDUSTRIE GEWERBE STAHL zweckgebundenen 2.500 Euro, die der Förderpreisträ- ger innerhalb von zwei Jahren nutzen muss, nicht. Das Geld verfiel für den jungen Mann. Sascha Klumpp macht seinem Mitarbeiter keinen Vorwurf. Im Gegenteil: Die Urkunde zum Förderpreis hängt noch immer im Besprechungsraum der Spediti- on. Förderung erhält Schindler nun von Klumpp. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Niklas eines Tages Nachfolger unseres jetzigen Fuhrparkleiters wird. Er hat ein Know-how, davor ziehe ich den Hut. Tatsächlich weiß er besser Bescheid als ich, wenn es um die Frage geht, wie sich das Unternehmen technisch weiterent- wickeln soll.“ Und auch bei der Betreuung der Azubis setzt Klumpp auf Schindler: „Niklas ist durch sein Alter einfach viel näher an den Azubis dran, das macht viel aus.“ Dass nun Klumpp den Ausbilderkurs zahlen muss, stört ihn nicht. „Das ist eine Investition für mich als Unternehmer.“ Industriefachwirtin geworden Ganz unabhängig von ihrem Betrieb nutzte Miriam Holler das Förderpreisgeld. Sie erhielt im Herbst 2019 nach dem Ab- schluss ihrer verkürzten Aus- bildung zur Industriekauffrau Anfang desselben Jahres den Förderpreis der Armin und Ruth Stolzer Stiftung , ebenfalls dotiert mit 2.500 Euro. „Ich hatte den Kurs zum Indus- triefachwirt schon begonnen, als ich den Preis erhielt“, sagt sie. Das Geld durfte sie trotz- dem für die Weiterbildung nut- zen. „Aber ich hätte es auch ohne die finanzielle Unterstüt- zung gemacht“, betont die heute 27-Jährige. „Ich wollte einfach unbedingt noch weitermachen nach der Ausbildung, meinen Horizont erweitern“, nennt sie ihre Beweggründe. Ein Studium kam für sie jedoch nicht infra- ge. Lachend erzählt sie: „Ich hatte vor der Ausbildung schon ein Studium angefangen, aber schnell wieder beendet. Immer nur Theorie – das war nichts für mich. Ich brauche die Praxis!“ Die Ausbildung machte Holler bei Ada Cosmetics in Kehl, inzwischen ist sie bei Meiko in Offenburg tätig. 2020 gab es dann noch ein Stipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung für sie. Mit diesem Geld zahlte sie den Rest des Industriefach- wirts. Die Summe, die dann noch übrig ist, möchte sie für den Ausbilderschein nutzen. Und plant schon die nächste Weiterbildung: „Ich überlege, ob ich Ende des Jahres den Data Analyst (IHK) beginne, da mich die Inhalte sehr interessieren.“ naz Bilder: Natalie Butz (2), privat »Ich wollte einfach unbedingt noch weitermachen nach der Ausbildung, meinen Horizont erweitern« Miriam Holler
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