Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'22 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Messen | Kongresse | Tagungen | Seminare | Events | Veranstaltungstechnik 63 Der gesamtwirtschaftliche Schaden betrug nach Berechnungen des Instituts der deutschen Messewirtschaft des AUMA für 2020 in Deutschland geschätzte 22 Milliarden Euro. Von sonst üblich rund 28 Milliarden Euro gesamtwirtschaftlichen Produktions- effekten bei der Messewirtschaft und den mit ihr verbundenen Wirtschaftsbereichen von Standbau bis Gastgewerbe, Transport und weiteren Dienstleistern sind nur sechs Milliarden Euro üb- riggeblieben. Für beide Jahre 2020 und 2021 ergaben sich mit Berechnungsstand Anfang November gesamtwirtschaftliche Verluste in Höhe von geschätzten 43,5 Milliarden Euro. Die Unternehmen setzen weiter auf Präsenzmessen In den obigen Berechnungen nicht berücksichtigt sind Um- satzverluste der Aussteller wegen ausgefallener Messen. Laut einer jüngst im Oktober 2021 veröffentlichten Umfrageanalyse des ifo-Instituts beklagen 43 Prozent der ausstellenden In- dustrieunternehmen wegen fehlender Messebeteiligungen im vergangenen Jahr wirtschaftliche Einbußen. Die seit Mai 2020 durchgeführten 110 digitalen „Ersatzmessen“ mit Showrooms, Suchmaschinen, Streamings bis Live Chats konnten sich ins- gesamt betrachtet nicht durchsetzen. 85 Prozent der befrag- ten ausstellenden Industrieunternehmen setzen lieber weiter auf Präsenzmessen, 54 Prozent durchaus auch mit digitalen Erweiterungen. Im Großhandel ziehen sogar 94 Prozent der Unternehmen die Präsenzmessen vor, dabei 49 Prozent ein- schließlich digitaler Elemente. Die Präsenzmessen eignen sich eben besser zur Stammkundenpflege, Gewinnung neuer Kun- den, Erschließung neuer Märkte, Steigerung der Bekanntheit des Unternehmens oder Präsentation von Innovationen, so die ifo-Analyse. Tatsächlich macht die physische Präsenz von Personen und Produkten den Unterschied beim geschäftlichen Erfolg aus. Herbe Verluste der Tagungs- und Kongresswirtschaft Laut dem neuen Report „Meeting- und EventBarometer 2020/2021“ des Europäischen Instituts für Tagungswirtschaft (EITW) sind Tagungen, Kongresse und Events im Corona-Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um knapp 71 Prozent auf 0,84 Millionen Präsenzveranstaltungen zurückgegangen. Die Zahl der Teilnehmer sank insgesamt um knapp 86 Prozent auf 60 Millionen Personen und im Zusammenhang damit die Zahl der ausländischen Teilnehmer um 97 Prozent auf 1,3 Millionen Per- sonen und 2,4 Prozent Teilnehmeranteil (Vorjahr 10,2 Prozent). Bei den real durchgeführten Kongressen, Tagungen und Semi- naren fand 2020 im Vergleich zum Vorjahr eine starke Verschie- bung um 19,5 Prozent hin zu kleineren Veranstaltungen bis 50
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