Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'22 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

47 1 | 2022 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Endress +Hauser erweitert Produktionsstätten in Maulburg Investition in Anlagen zur Kalibrierung von Messgeräten MAULBURG. Das Unternehmen End- ress +Hauser hat auf das Wachstum der vergangenen Jahre reagiert und am Standort Maulburg (Landkreis Lörrach) ein Produk- tions- und Bürogebäude mit mehr als 17.000 Quadratmetern Nutzfläche sowie ein neues Parkhaus mit 700 Stellplätzen errichtet. Die Investitionssumme beziffert der Konzern in einer Pressemitteilung mit rund 46 Mil- lionen Euro. Maulburg zählt mit rund 2.000 Mitarbeitern zu den größten Standorten der Unternehmensgruppe, die als Anbieter von Messgeräten und Dienstleistungen für die in- dustrielle Verfahrenstechnik weltweit 14.400 Mitarbeiter beschäftigt. Die erweiterten Platzverhältnisse helfen dem Unternehmen nach eigenen Angaben insbesondere, seinen Qualitätsansprüchen im Bereich der Füllstand- und Druckmess- technik gerecht zu werden. Aufgrund der Ge- schäftsentwicklung sind am Standort Maul- burg im Jahr 2021 rund 80 neue Mitarbeiter eingestellt worden, quer über die Bereiche Produkt- und Softwareentwicklung, Produkt- management bis zum Industrial Engineering und zur Fertigung. Für das Jahr 2022 rechnet die Firma auf Nachfrage ebenfalls mit einem Stellenzuwachs. Großen Wert gelegt hat das Unternehmen bei den Neubauten auf das Thema Ener- gieeffizienz: Eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk liefern regenerative Energie. Aufgrund der Coronapandemie fand die Prä- sentation der bereits 2020 fertiggestellten Gebäude erst jetzt statt. Als Symbol für die gute konzerninterne Zusammenarbeit enthüllte Matthias Altendorf, Vorstands- vorsitzender der Endress +Hauser-Gruppe, bei der Einweihung als Geschenk für den Standort das Wandbild „Global Player“ der Glaskünstlerin Britta Schmidhauser aus Bad Bellingen. Das Kunstwerk besteht aus mehreren Rechtecken aus Schmelzglas. „Würde ein Rechteck fehlen, wäre das Bild nicht komplett“, sagte Matthias Altendorf. Der Gedanke sei sehr gut übertragbar auf die Standorte von Endress +Hauser in aller Welt. bb Konzern-CEO Matthias Altendorf (Mitte) übergibt Peter Selders, Geschäftsführer von Endress +Hau- ser Level+Pressure (links), vor dem neuen Gebäude eine Kachel aus Schmelzglas, aus der das neue Wandbild „Global Player“ von Britta Schmidhauser (2.v.r.) gefertigt ist. Trumpf trotzt Corona und Lieferengpässen Stabiler Umsatz, gute Auftragslage DITZINGEN/FREIBURG/TENINGEN/ SCHRAMBERG. Der Technologiekonzern Trumpf hat seinen Jahresumsatz für das Ge- schäftsjahr 2020/21 leicht um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 3,5 Milliarden Euro gesteigert. Trotz der Einschränkungen durch die Coronapandemie und der Schwie- rigkeiten innerhalb der Lieferketten (mehr dazu siehe ab Seite 6) erzielte Trumpf einen um 19,5 Prozent höheren Auftragseingang auf 3,9 Milliarden Euro, berichtet die im schwäbischen Ditzingen ansässige Unter- nehmensgruppe. Der auf Werkzeugmaschinen, Lasertechnik und Elektronik spezialisierte Konzern be- schäftigt knapp 15.000 Mitarbeiter weltweit, mehr als die Hälfte davon in Deutschland und hiervon mehrheitlich in Baden-Württemberg. Der zum Mutterkonzern gehörende Groß- maschinenhersteller Trumpf Teningen, der 2021 sein 250. Jubiläum feierte, erzielte im Geschäftsjahr 2020/21 einen Umsatz von 32 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus zum Vorjahr von vier Prozent. Trumpf beschäftigt in Teningen 129 Mitarbeiter, da- runter zwölf Azubis. Die Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr wuchs um sieben Prozent. Die bei Trumpf Hüttinger in Freiburg und War- schau ansässige Elektroniksparte erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Unterneh- mensangaben einen neuen Rekordumsatz von 286 Millionen Euro – ein Plus von 24 Pro- zent im Vergleich zum Vorjahr. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen unter anderem das stark anziehende Solargeschäft in Chi- na, für das Trumpf Hüttinger Komponenten liefert. Zudem wuchs die Trumpf-Tochter bei Mikroelektronikanwendungen beispielswei- se für Smartphonedisplays. Am Standort Freiburg sind 365 Mitarbeiter, davon 24 Azubis, beschäftigt. Die Zahl der Beschäf- tigten wuchs hier im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent. Neben dem größten Einzelmarkt Deutsch- land (579 Millionen Euro Umsatz) sind China (525 Millionen) und die USA (485 Millionen) die wichtigsten Märkte der Trumpf-Gruppe. Für die in Schramberg ansässige Trumpf Laser GmbH weist das Unternehmen keine gesonderten Geschäftszahlen aus. bb

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