Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'22 - Hochrhein-Bodensee
REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee ANZEIGE Informieren Sie sich bei uns kostenlos und unabhängig über Patent, Gebrauchsmuster, Marke und eingetragenes Design. Erfahren Sie mehr im Internet www.pmz-bw.de oder rufen Sie uns an 0711 123-2558 MIT EIGENEN INNOVATIONEN HOCH HINAUS? SCHUTZRECHTE SICHERN IHREN WEG! sert und optimiert. Im zweiten Kreis werden die Bedin- gungen gesetzt, unter denen diese Technologien zum Einsatz gebracht werden können – Verbote, Erlaubnis- se, Zulassungsverfahren, gesetzliche Privilegierungen, Art und Umfang des möglichen Rechtsschutzes, aber auch steuerliche Anreize, Subventionen und andere fis- kalische Werkzeuge gehören hierher. Auch Anreize für das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher können regulatorisch gesetzt und gesteuert werden. Im dritten Kreis schließlich entscheidet sich, ob eine technologische Lösung oder eine legislative Vorgabe auch Akzeptanz bei der Bevölkerung findet. Fehlt es da- ran, weil etwa eine Technologie auf Ängste, Ablehnung und Widerstand trifft, kann ein Veränderungsprozess leicht ins Stocken geraten. Umgekehrt gilt: Im Schnitt- bereich der drei Kreise, wo also die Technologie stimmt, die Administration die Implementierung fördert und schließlich die Anwender überzeugt sind, da wird die Transformation ein gesamtgesellschaftlicher Erfolg.“ Deutlich wird in den Positionen aber auch, dass Klima- schutz ungeachtet seiner enormen Bedeutung für die Menschheit nicht Gegenstand einer monothematischen Politik sein darf, so die Unternehmerinnen und Unter- nehmer im IHK-Bezirk Hochrhein-Bodensee. Gesamt- gesellschaftliche Ziele und Aufgaben wie der soziale Ausgleich, die allgemeine Daseinsvorsorge, Generati- onengerechtigkeit sowie die physische und psychische Gesundheit der Menschen, aber auch der Erhalt von Beschäftigung und Wohlstand und gesundes Wachs- tum müssten in allen klimapolitischen Entscheidungen mitbedacht werden, fordern sie mit einem Verweis auf die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung. „Die Wirtschaft in unserer Region ist überdurchschnitt- lich exportorientiert. Ambitionierte nationale Klima- ziele dürfen nicht dazu führen, dass unsere Region im internationalen Vergleich ihre Standortgunst verliert. Das nämlich wäre wenig nachhaltig“, so IHK-Präsident Conrady. Wo überambitionierte Klimaziele zu Stand- ortverlagerungen führten, entstehe nur eine lokale „Klimaschutzillusion“ – die Emissionen fänden dann schlicht an anderen Orten statt, an denen weniger strenge Auflagen gälten. Damit sei niemandem gedient. „Damit ökologische Transformation und ökonomischer Erfolg zusammengehen, muss deshalb die nationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden. Technologie- führerschaft ist der Königsweg für einen erfolgreichen Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Dafür braucht es Planungssicherheit und Vorhersehbarkeit politischen Handelns und eine Gesellschaft, die er- kennt, dass es zu wenig ist, beim Klimaschutz immer nur auf den anderen zu zeigen. Wirtschaft, Politik und Bürger müssen ihren jeweiligen komplementären Bei- trag leisten. Die Wirtschaft ist bereit dazu.“ hw Die zehn Punkte zur ökologischen Transforma- tion finden Sie rechts. Sie gibt es auch als PDF zum Download mit mehreren Grafiken unter https://www.konstanz . ihk.de 5365236 und www.wirtschaft-im- suedwesten.de/rubrik/ downloads
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