Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'21 -Südlicher Oberrhein

52 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 12 | 2021 THemen & TrendS Fanny Ruf (23) Mediengestalterin Digital/Print (Fachrichtung Gestaltung und Technik) Schulabschluss: Fachhochschulreife, Schwerpunkt Gestaltung (Freie Waldorf- schule auf der Alb, engstingen), 2016 Ausbildungsbetrieb: OZ Verlag, rheinfelden, im ersten und zweiten Ausbildungsjahr. nach Insolvenz und Schließung des Unternehmens im drit- ten Ausbildungsjahr Signatur Services UG, rheinfelden Berufsschule: Gertrud-Luckner- Gewerbeschule in Freiburg Warum dieser Beruf? Früh entdeckte ich meine Leidenschaft für das Schöne im Allgemeinen und Grafikdesign im Besonderen. die mög- lichkeit, emotionen, eindrücke und Bot- schaften über Farbe, Form und Textur zu transportieren, haben mich besonders fasziniert. dabei sind die zur Verfügung stehenden Techniken scheinbar unend- lich und werden ständig um neue er- gänzt. Hierin liegt für mich der große reiz dieses Berufs. Und jetzt? Schon während der Ausbildung wählte ich den Schwerpunkt digital. Für mich war klar, dass ich künftig in diese rich- tung gehen möchte. daher arbeite ich seit August als Junior multimedia desi- gnerin in einer Züricher digitalagentur. dort arbeite ich mit an spannenden Projekten und kann auch fachlich viel von meinem Team dazulernen. Tobias Baßler (22) Papiertechnologe Schulabschluss: Abitur (Heimschule Lender in Sasbach), 2018 Ausbildungsbetrieb: August Koehler Se, Oberkirch Berufsschule: Papiermacherschule Gernsbach Warum dieser Beruf? Hinter der Papierherstellung steckt viel mehr als die meisten Leute vermuten würden. Große, moderne maschinen und komplexe Produktionsabläufe füh- ren zu einem sehr interessanten und abwechslungsreichen Beruf. Zudem hat das Unternehmen einen sehr gu- ten ruf in der region und bietet gute Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung. Und jetzt? nach dem Ausbildungsabschluss habe ich zunächst angefangen, praktische erfahrung zu sammeln, indem ich als ausgelernter Papiertechnologe arbeite. dann will ich mich frühzeitig weiterbil- den – in münchen kann man zum Bei- spiel Papiertechnik studieren, oder in Gernsbach wird das Studium dual an- geboten. Die aktuelle Website, auf der alle Bundesbesten Deutschlands gewür- digt werden, soll Mitte Dezember freigeschaltet werden www.bestenehrung.dihk.de Eine Liste aller 28 landesbesten Azubis gibt es unter www.wirtschaft-im-suedwesten Rubrik „Themen“ Anna-Lena Schober (23) Glasveredlerin (Fachrichtung Schliff und Gravur) Schulabschluss: Abitur mit Fach- richtung Pädagogik und Psychologie (Zinsendorfschule Königsfeld), 2017 Ausbildungsbetrieb: dorotheenhütte Wolfach Betriebs-GmbH, Wolfach Berufsschule: SBSZ Arnstadt-Ilmenau Warum dieser Beruf? Vor drei Jahren hätte ich geantwor- tet, dass ich mir einen Beruf gesucht habe, in dem ich selbst handwerklich tätig sein kann und der mir viel freie Gestaltungsmöglichkeiten bietet (und der nichts mit Holz zu tun hat, da ich schon mehrere Handwerker in dieser richtung in der Familie habe), und ich zudem zur richtigen Zeit über die rich- tige Stellenbeschreibung gestolpert bin. Heute kann ich sagen, dass es ein besonderer Beruf ist, den es schon hun- derte Jahre lang gibt und es mich stolz macht, ihn noch ausüben zu können. Zudem habe ich das material Glas mit all seinen besonderen eigenschaften schätzen gelernt, besonders, da der rohstoff so häufig in jedermanns Alltag überall zu finden ist, was einem selten bewusst wird. Und jetzt? Im moment bin ich dabei, mir meine eigenen kleinen (Urlaubs-)Ziele und Wünsche zu erfüllen und noch ein paar andere Arbeitsbereiche anzuschauen. Jedoch kann ich es mir auch gut vor- stellen, etwas später wieder in diesem Beruf zu arbeiten.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5