Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
44 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 12 | 2021 Unternehmen KURZ NOTIERT Drei Gewinner des „CyberOne HightechAward 2021“ kommen aus der Region: Die Phase- form GmbH aus Freiburg wurde mit dem zweiten Platz in der Kategorie Life Science and Health Care ausgezeichnet. Das Unternehmen entwickelt refraktive adaptive Optiksysteme, die auf innovativen Hard- und Softwarekomponen- ten basieren. Die Schuhfitter GmbH aus Kon- stanz belegte in der Kategorie IKT, Medien- und Kreativwirtschaft Platz 3. Ihre Geschäftsidee: perfekt passende Schuhe via Smartphone. In der Kategorie Industrielle Technologien lande- te Polytalon aus Konstanz auf Platz drei. Das Unternehmen firmiert als Bajerke Flaig Ruf GbR und hat ein Produktionssystem für Klettergrif- fe entwickelt. Der Wettbewerb ist der zentrale Businessplanwettbewerb der Hightech-Bran- chen in Baden-Württemberg. Ihn gibt es seit 1998. Er wird von Sponsoren und mit Landes- mitteln finanziert. VierWein- und Sekterzeuger aus der Region wur- den von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, für ihre Produkte ausgezeichnet: Die Winzergenossenschaft Britzingen/Markgräflerland in Müllheim erhielt den Bundesehrenpreis Sekt b. A. in Gold und darf sich nun „Sekterzeuger des Jahres 2020“ nennen. Der Bundesehrenpreis Sekt b. A. in Silber ging an den Badischen Winzer- keller in Breisach. Die Oberkircher Winzer in Oberkirch und das Weingut Heinrich Männle in Durchbach wurden mit dem Bundesehrenpreis Wein in Bronze ausgezeichnet. Prämiert werden Betriebe, die bei Qualitätsprüfungen der Deut- schen Landwirtschafts-Gesellschaft eine beson- ders gute Gesamtleistung erreicht haben. Drei Weinbaubetriebe der Region wurden En- de Oktober mit Staatsehrenpreisen des Lan- des Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sa- bine Kurtz, überreichte sie an Josef Rohrer, In- haber des Weinguts Schwörer in Durbach (Betriebsgroße bis 9,9 Hektar), an Thomas Mannle vom Schwarzwaldweingut Andreas Mannle , ebenfalls in Durbach (Betriebsgroße 10 bis 149,9 Hektar) sowie an den Geschaftsfuhrer der Genossenschaft Winzerverein Hagnau Tobias Keck (Betriebsgröße uber 150 Hektar). Die Staatsehrenpreise erhalten die drei Betriebe, die in den zurückliegenden drei Jahren bei den Lan- desprämierungen für Wein und Sekt im Anbau- gebiet Baden die besten Ergebnisse erzielten. 125 Jahre Friedrich Streb GmbH Vom Handwerksbetrieb zur Unternehmensgruppe OFFENBURG. 125 Jahre Unternehmensgeschichte: Hinter diesem Jubiläum der Offenburger Friedrich Streb GmbH steckt ein Wachs- tum über viele Jahrzehnte hinweg: 1896 gründete Friedrich Streb in der Metzgerstraße in Offenburg mit zwei Gehilfen eine Werkstatt für Maschinen und Gasmotoren. Daraus sind die Bereiche Elektro- antriebstechnik, Elektrogroßhandel sowie Küchenwelt geworden. Diese sind zugleich die „Keimzelle für die heutige Bruder Gruppe mit mehr als 900 Mitarbeitenden an 25 Standorten und mehr als 300 Millionen Euro Jahresumsatz“, wie es in der Pressemitteilung zum Jubiläum heißt. Der Reihe nach: Die Firma Streb war nach eigenen Angaben das erste Unternehmen in Mittelbaden, das sich mit dem Bau und der Reparatur von Elektromotoren beschäftigte. Nach dem Tod von Friedrich Streb trat dessen Sohn Wilhelm die Nachfolge im Betrieb an, den er ebenfalls bis zu seinem Tod im Jahr 1954 führte. Dann übernahm Franz Bruder, Namensgeber der heutigen Bruder Gruppe, das Handwerksunternehmen und baute es in den Folgejahren zu einem modernen Elektrogroßhandel aus, ohne das Offenburger Reparaturwerk aufzugeben. Aus den Ursprüngen des Reparatur- werks für elektrische Maschinen hat sich ein Leistungszentrum für Elektroantriebstechnik mit fast 50 Mitarbeitern entwickelt. Durch Neugründungen und Übernahmen wuchs die Unternehmensgruppe rasant: Von 1954 bis 1975 verzehnfachte sich die Zahl der Mitarbei- ter von 8 auf 80. Von 1975 bis 2000 wurden es 200 Beschäftigte, und in den vergangenen 21 Jahren kamen noch einmal etwa 700 Menschen hinzu. Heute gehören zur Bruder Gruppe 25 Standorte in Baden-Württemberg – in der Region sind dies neben Offenburg auch Lahr, Gundelfingen, March und Villingen-Schwenningen –, Rhein- land-Pfalz, Sachsen, dem Saarland und Luxemburg. Für kommende Herausforderungen sieht sich die Konzernleitung gut gerüstet: „Die Zukunft ist elektrisch – und auch in einem globalisierten Markt zählt am Ende die persönliche Verbindung“, sagt Markus Bruder, zugleich Sohn von Franz Bruder, der die Unternehmensgruppe gemeinsam mit Michael Ufheil führt. bb/mae Mitarbeiter der Friedrich Streb GmbH vor dem Firmen gebäude in Offenburg.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5