Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
27 12 | 2021 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten ANZEIGE ker begegnen zu können. Die regionale Gemeinschaft vereint eine werteorientierte Haltung und vielseitige Kompetenzen im Bildungs- und Wirtschaftsbereich. „Kleine und Große zusammen, die mit vereinten Kräf- ten am Ort des Geschehens Lösungen entwickeln und pragmatisch die Vorhaben zusammen umsetzen, mit Blick auf eine starke Zukunft der Region, das ist unse- re Strategie zur Bewältigung der Herausforderungen dieser Zeit“, legt Schellhorn überzeugend dar. Und der Erfolg gibt ihr Recht. Projekte Hand in Hand „Die Experimentierwelten zeigen auf, wie Schule und Wirtschaft Hand in Hand Projekte stemmen kön- nen und am Ende alle davon profitieren. Kinder und Jugendliche erhalten ein außergewöhnliches Bildungs- angebot und im Idealfall bleiben diese Kinder später in der Region und werden zu wertvollen Fachkräften für die regionale Wirtschaft“, sagt Miriam Kammerer, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin im Bereich Bildung bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Die Experimentierwelten seien ein außerschulisches Bildungsangebot, mit dem man alle Altersgruppen anspreche – die kleineren Kinder würden ausprobie- ren, Ältere bringen die Experimente dann schon eher in den Zusammenhang mit Mathematik und Physik. Aber eines sei bei den Experimentierwelten wie auch bei der experimenta in Heilbronn oberstes Gebot: Es muss Spaß machen. „Die Leute sollen ja in ihrer Freizeit zu uns kommen, da muss das Gesamtangebot attraktiv sein“, erläutert Renner. Darüberhinaus sollte die Stadt Heilbronn mit der experimenta an überregionaler Strahlkraft ge- winnen. Die Einrichtung wird von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert. Renner informierte über die vielfältigen Möglichkei- ten, die die experimenta den Besuchern bietet: von der Ausstellung mit über 270 Mitmachstationen, den Laboren, der Sternwarte, dem Science Dome als Kombination von Theater und Planetarium und vieles mehr. Über die Entdeckung naturwissenschaftlicher Phänomene soll das Interesse für die sogenannten MINT-Fächer wie Mathemathik, Informatik, Biologie, Chemie geweckt und junge Leute für die Fragen der Zukunft begeistert werden – auch das sei Entdecken und Fördern der Fachkräfte von morgen. Angesichts des Fachkräftemangels sei ein solcher Lernort sehr wichtig. Lust auf Bildung machen Das Feedback der regionalen Wirtschaftsförderer war einhellig: In der Region gibt es viele Industriebetriebe und Unternehmen, die investieren möchten und Lust auf Bildung hätten. „Diesen Schwung sollten wir nut- zen, Ideen spinnen und umsetzen,“ betont Hilsenbek. Denkbar wären hier auch lokale Kooperationen, um Leerstände zu befüllen „In vielen Innenstädten gibt es Leerstände. Die Coronapandemie hat dafür gesorgt, dass dieser in den vergangenen beiden Jahren stark angestiegen ist. Wie geht es hier weiter? Wie kann man Lösungen schaffen?“ Es gelte also, neue Ideen zu ent- wickeln, um die Leerstände zu beseitigen und wieder mehr Publikum in die Städte zu locken. Leerstehende Räume könnten beispielsweise zu außerschulischen Bildungsorten werden. Wanderexponate könnten leihweise zur Verfügung gestellt, oder entsprechende Veranstaltungen angeboten werden. Auf diese Weise könne man Innenstädte beleben, Familien ansprechen und auch den Austausch und die Kommunikation der Beteiligten vor Ort ausbauen. Sie Weitere Infos unter: www.campus-schule-wirtschaft.de/ experimentierwelten www.experimenta.science
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