Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'21 - Hochrhein-Bodensee
46 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 12 | 2021 UnterneHmen KURZ NOTIERT Die Bachleitner Technology GmbH in Dun- ningen, die Erler Zimmer GmbH & Co. KG in Lauf, die Feinwerk Group in Kehl und die Rita Leibinger GmbH in Mühlheim an der Donau sind „Spitze auf dem Land“. Sie, sowie fünf wei- tere Unternehmen aus Baden-Württemberg, dür- fen nun dieses Label verwenden. Zudem erhalten sie Zuschüsse vom Land zu ihren geplanten In- vestitionen in Innovationen. Bachleitner Techno- logy entwickelt und baut hochwertige Kameras und Displays für Lokomotiven verschiedener Her- steller im In- und Ausland. Erler Zimmer ist ein deutschlandweit führendes, weltweit agierendes Fachunternehmen für Lehr- und Übungsmaterial für die medizinische Ausbildung. Die Feinwerk Group entwickelt eine neue Generation hoch- effizienter Pfannenöfen für die Stahlprodukti- on mit Bi-Metall-Deckelsystem. Rita Leibinger entwickelt veterinärmedizinische Implantate, überwiegend für Hunde. Zwei Unternehmen aus der Region haben den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg 2021 erhalten. Die Fischerwerke GmbH & Co. KG in Denzlingen wurde in der Kategorie „Emissi- onsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“ für ihren Injektionsmörtel „Fis V Zero“ ausge- zeichnet. Er kommt für Befestigungen in Beton und gängigen Mauerwerksarten zum Einsatz und ist laut Pressemitteilung der erste, der dank seiner neuen Rezeptur keine Gefahrstoffkenn- zeichnung benötigt. Der Sonderpreis der Jury ging an die Maschinenfabrik GmbH aus Nordrach – und zwar für ihr Maschinenkonzept Jumat. Dahinter verbirgt sich laut Pressemittei- lung „ein hochproduktives, energieeffizientes Verfahren zur Serienfertigung von Schnecken- wellen“. Statt wie zuvor drei Maschinen wird dabei nur eine verwendet. Julabo, Spezialist für Temperiertechnik aus Seelbach, hat die Gesellschaft für Automa- tisierungstechnik mbH Freiberg & Co. KG (GAF) aus Sachsen übernommen. Damit ha- be man sich weitere Kompetenzen im Bereich Elektronik und Automatisierung ins Unterneh- men geholt, heißt es in der Pressemitteilung des Maschinenbauers zur Übernahme. GAF ist auf dieAutomatisierung von verfahrenstechnischen Prozessen sowie die Zusammenfassung elektri- scher und elektronischer Signale zur Prozessre- gelung spezialisiert und hat zwölf Mitarbeiter. Julabo beschäftigt ohne GAF rund 400 Männer und Frauen, davon die meisten am Hauptsitz in der Ortenau. Neue „dm“-Filialen auch in der Pandemie Grenzlage bremst weiter die Geschäfte REGION. Im zweiten Geschäftsjahr in Folge musste die „dm-dro- gerie markt GmbH + Co. KG“ im regierungsbezirk Freiburg Um- satzrückgänge hinnehmen. Und das gegen den Bundestrend. Seit Beginn der Coronapandemie und vor allem während der Lockdowns verbuchte die Drogeriemarktkette deutschlandweit Zuwächse und konnte ihre marktführerschaft ausbauen. Deutschlandweit legten die Umsätze des Unternehmens im vergangenen Geschäftsjahr (bis 30. September) um 5,8 Prozent auf 9,04 milliarden euro zu. Im regierungsbezirk Freiburg dagegen gingen sie um rund vier Prozent beziehungsweise etwa 40 millionen auf 478 millionen euro zurück. Im Geschäftsjahr 2019/20, das zum teil in den ersten Lockdown mit seinen Grenzschließungen gefallen war, war der Umsatz in der region um 5,7 Prozent gesunken. „Das ist begründet durch die Lage an der französischen und Schweizer Grenze“, sagt Saskia Augustinski, Gebietsverantwortliche für 24 märkte zwischen Her- bolzheim und Schliengen, zu den aktuellen Zahlen. Viele Franzosen und Schweizer seien verunsichert, ob sie kommen dürften oder tests bräuchten. „nach wie vor spüren wir eine gewisse Zurück- haltung“, so Augustinski. Sie berichtet von „punktueller und temporärer“ Kurzarbeit in Filialen in Grenznähe im vergangenen Geschäftsjahr. Allerdings hätten auch Beschäftigte beispielsweise aus Filialen in Breisach oder neuenburg in anderen märkten ausgeholfen. Sie seien sehr flexibel gewesen betont Augustinski und hebt den guten Zusammenhalt in der Be- legschaft hervor. In der region beschäftigt „dm“ wie im Vorjahr knapp 2.000 mitarbeiter, darunter fast 150 Azubis. Dass auch deren Zahl angesichts nur eingeschränkt möglicher Berufsorientierung stabil gehalten werden konnte, unterstreicht sie ebenfalls, so wie auch die besondere Leistung einzelner (siehe den Bericht über die Bundesbesten auf Seite 53). Auch in der Pandemie hat „dm“ einige Filialen modernisiert sowie neue eröffnet und dafür zum teil alte geschlossen. So sind in Sin- gen und Freiburg Standorte umgezogen, in Lörrach kam ein neuer markt dazu. Insgesamt stieg die Zahl der Filialen in der region um eine auf 93. Auch wenn sich die nachfrage nach toilettenpapier im Vergleich zum ersten Coronajahr normalisiert hat, waren weiterhin masken und Desinfektionsmittel besonders gefragt, seit diesem Frühjahr zudem Schnelltests - und auch die teststationen, die „dm“ deutschlandweit über mehrere monate betrieben hat. mae eingeweiht: die neue „dm“-Filiale im Volksbankareal gegenüber des Freiburger Haupt- bahnhofs. Dorthin wurde im Sommer die Filiale aus der eisenbahnstraße verlegt.
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