Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

40 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 11 | 2021 UnterneHmen Algeb Awell mit deutschlandweitem Netzwerk Kerngeschäft Reinigung und Pflege von Immobilien BREISACH. Als Karl-Heinz Bertsch 1961 seine Schaufensterreini- gung „Karl-Heinz Bertsch“ gründete, legte er damit den Grundstein für das spätere mutterunternehmen „algeb awell GmbH“, das heu- te zum wichtigsten Unternehmensbereich Gebäudereinigung, dem Awell Service, gehört. Dach der Unternehmensgruppe ist die Awell AG Finanz- und Beteiligungs-Holding mit Firmengründer Bertsch als Vorstandsvorsitzenden. 30 Jahre nach Gründung führte dieser als erster in Deutschland das Franchisesystem in der reinigungsbran- che ein. „Awell ist aufgrund seines besonderen Konzepts und seiner Servicekultur zu einer starken marke geworden – für Kunden, Partner und mitarbeiter“, resümiert Uwe Deboben, Vorstand der Awell AG und Geschäftsführer der Firmen Awell Wohngut GmbH, Awell Gebäu- detechnik GmbH und Awell Digital GmbH, die vergangenen 60 Jahre. Das mutterunternehmen Algeb Awell hat 250 direkte Lizenzneh- mer und Kooperationspartner in seinem nahezu flächendeckend tätigen Dienstleisternetz in ganz Deutschland sowie in Österreich und betreut bundesweit 1.500 Objekte. Zum Kundenstamm gehören Banken, Versicherungen, Industriebetriebe, Verlage, Hotels, Vergnü- gungsparks, Institutionen, Dienstleistungsunternehmen, Kliniken und einzelhandel. Das Kerngeschäft bildet die Immobilienreinigung und -pflege, die sowohl Unterhaltsreinigung, Sonder- und Grundrei- nigungen von Bodenbelägen, Glas- und Fassadenreinigung als auch Parkplatzreinigung, Grünanlagenpflege sowie Winterdienst umfas- sen. 2020 hat die Awell Unternehmensgruppe mit Sitz in Breisach einen Jahresumsatz in Höhe von 18 millionen euro erwirtschaftet. Besonderen Wert legt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die Aus- und Weiterbildung seiner mitarbeiter. Die Awell Akademie bietet seinen mitarbeitern sowie externen teilnehmern regelmäßig Schulungen und Weiterbildungen an. Die Awell-Unternehmensgrup- pe beschäftigt insgesamt 2.500 mitarbeiter, wovon etwa 650 für die Algeb Awell GmbH tätig sind. dea KURZ NOTIERT Auf dem Gelände der Molkerei Schwarzwald- milch in Freiburg entsteht eine neue Heizzent- rale, die künftig industrielle Abwärme an 5.300 Haushalte in den Stadtteilen Haslach und Vau- ban abgeben soll. Das Projekt ist Teil des Wär- meverbunds Freiburg-Süd, den eine Tochter des Energieversorgers Badenova in den nächsten vier Jahren aufbauen möchte. Die Kosten des gesamten Wärmenetzes beziffert Badenova- Wärmeplus mit rund 36 Millionen Euro; da- von entfallen 12,6 Millionen Euro auf die neue Heizzentrale der Schwarzwaldmilch. Bis zu 3,75 Megawatt industrieller Abwärme soll sie in das Wärmeverbundnetz einspeisen. Leitwerk AG zum Ersten: Das IT-Systemhaus aus Appenweier arbeitet nun mit der Stiegeler Internet Service GmbH aus Schönau zusam- men. Felix Stiegeler, Gründer und Geschäftsführer von Stiegeler, und Markus Weber, Mitglied der Geschäftsleitung von Leitwerk, haben kürzlich eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das gemeinsame Ziel ist demnach, Unternehmen zwischen Karlsruhe und Lörrach sowie von Straß- burg bis Konstanz eine „Basis für die Umsetzung ihrer Digitalisierungsprojekte zu bieten“. Dafür will man Leitwerks Rechenzentrumsverbund Baden Cloud mit dem Netzwerk von Stiegeler koppeln. Leitwerk ist neben dem Hauptsitz in Appenweier an den Standorten Freiburg, Straß- burg,Achern, Karlsruhe, Mannheim und Potsdam vertreten. Das Systemhaus hat rund 400 Beschäf- tigte und einen Umsatz von 75 Millionen Euro. Stiegeler versorgt mit mehr als 40 Mitarbeitern etwa 20.000 Haushalte und Unternehmen in den Landkreisen Freiburg, Breisgau-Hochschwarz- wald, Lörrach,Waldshut, Schwarzwald-Baar und Konstanz mit Internet,Telefonie sowie Fernsehen. Leitwerk AG zum Zweiten: Seit Ende September entsteht am Flugplatz Lahr das zweite Rechen- zentrum des Joint Ventures, das Leitwerk mit dem E-Werk Mittelbaden betreibt. Das erste gemein- same Rechenzentrum des Systemhauses und des Energieversorgers wurde vor gut einem Jahr in Appenweier in Betrieb genommen. Es bietet Ka- pazität für die Dateninfrastruktur von rund 10.000 IT-Nutzern. Knapp acht Prozent davon braucht das E-Werk Mittelbaden, der Rest wird unter Leitwerks Marke „Baden Cloud“ vermarktet. Das Rechen- zentrum in Lahr wird, auch zur gegenseitigenAb- sicherung, ein Zwilling zum ersten inAppenweier sein. Es soll in zwei Jahren den Betrieb aufneh- men. Insgesamt investiert das Joint Venture rund 14 Millionen Euro in das Projekt. ein Algeb-Awell- mitarbeiter auf einem reinigungs- gerät für professio- nelle Anwender.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5