Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'21 - Hochrhein-Bodensee
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Wirtschaftsstandort Schwarzwald-Baar-Heuberg 59 hieran mit 1,18 Milliarden Euro zu 11,8 Prozent und Bergbau, Energie und Was- serversorgung mit 347 Millionen Euro zu 3,4 Prozent bei. Die Bruttowertschöp- fung speziell des Dienstleistungssektors von 9,33 Milliarden Euro generieren die Wirtschaftszweige Handel, Verkehr und Lagerei, Information und Kommuni- kation mit zusammen 2,53 Milliarden Euro zu 27,1 Prozent, weiter die Finanz-, Versicherungs- und Unternehmens- dienstleister und das Grundstücks- und Wohnungswesen mit zusammen 3,5 Milliarden Euro zu 37,5 Prozent und die Öffentlichen und sonstigen Dienst- leister, Erziehung und Gesundheit mit zusammen 3,29 Milliarden Euro zu 35,3 Prozent. Mitte 2020 knapp 212.200 sozial- versicherungspflichtig Beschäftigte Die Verteilung der Beschäftigten nach Sektoren spiegelt die durch die Brut- towertschöpfung aufgezeigte Wirt- schaftsstruktur wieder. Von den 212.200 sozialversicherungspflichtig Beschäf- tigen am Arbeitsort Mitte 2020 gingen 52,2 Prozent (110.780) einer beruflichen Tätigkeit im Produzierenden Gewerbe einschließlich Baugewerbe und 47,5 Prozent (100.900) im weiten Dienstleis- tungssektor nach. (Landesdurchschnitt 35,6 beziehungsweise 63,9 Prozent). Insgesamt ist die Anzahl aller sozial- versicherungspflichtig Beschäftigen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg gegenüber dem Vorjahr, 2019 vor der Pandemie, um 1,4 Prozent zurück- gegangen (Land -0,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag 2020 in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Jahresdurchschnitt bei 3,9 Prozent und landesweit bei 4,1 Prozent. Ausgehend von den Beschäftigten-An- teilen innerhalb der Wirtschaftsbereiche verteilt sich das Produzierende Gewerbe über die drei Landkreise der Region in leichten Abstufungen: 38,2 Prozent von allen 110.780 sozialversicherungspflich- tig Beschäftigten in diesem Wirtschafts- bereich im Landkreis Tuttlingen, 34,5 Prozent im Landkreis Schwarzwald- Baar-Kreis und 27,0 Prozent im Land- kreis Rottweil. Dagegen konzentrieren sich im Rahmen des Dienstleistungs- sektors 48,3 Prozent von allen 100.900 Dienstleistungs-Beschäftigten in der Region auf den Schwarzwald-Baar- Kreis, gefolgt vom Landkreis Rottweil mit 27,1 Prozent und dem Landkreis Tuttlingen mit 24.5 Prozent (Mitte 2020). Weiter steht die Verteilung der Beschäf- tigten nach Betriebsgrößenklassen für die mittelständische Struktur der regi- onalen Wirtschaft. Ende 2018 waren in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in Betrieben mit 50 bis unter 250 Mitar- beitern 31,9 Prozent aller sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten tätig, mehr als der Landesdurchschnitt von 27,4 Prozent. In Betrieben mit 250 und mehr Mitarbeitern war der Beschäftigtenan- teil in der Region dagegen umgekehrt mit 30 Prozent geringer als mit 35,8 Prozent auf Landesebene. Umsatz des Verarbeitenden Gewerbe bei 16,39 Milliarden Euro, dabei weiterhin hohe Exportquote von 46,6 Prozent Im vergangenen Jahr, dem Corona- Jahr 2020, sank der Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg um 12,1 Prozent auf 16,93 Milliarden Euro. Erfasst wurden hierbei aktuell 746 Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. 2019 verzeich- nete die Umsatzentwicklung ein Minus von 2,6 Prozent und 2018 nach mehre- ren jährlichen Steigerungen ein Plus von 5,3 Prozent. Der Auslandsumsatz von Verarbeitendem Gewerbe und Berg- bau und Gewinnung von Steinen und Erden sank 2020 um 12,0 Prozent auf 7,91 Milliarden Euro, was eine weiterhin hohe Exportquote von 46,6 Prozent be- deutet (2019 ebenso 46,6 Prozent, 2018 knapp.45,9 Prozent). Die mit jeweils über einer Milliarde Euro Jahresumsatz größten Branchengrup- pen des Verarbeitenden Gewerbes in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sind der (High-Tech-) Maschinenbau, die Herstellung von Metallerzeugnis- sen, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen und die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektro- nischen und optischen Erzeugnissen. Zusammen machten sie 2020 mit 11,56 Milliarden Euro über 68,3 Prozent des Gesamtumsatzes des Verarbeitenden Gewerbes von 16,93 Milliarden Euro aus und zählten mit 61.540 Beschäftigten 67,7 Prozent aller 90.800 sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig. Dabei zeigt sich spartenmäßig eine insgesamt diversi-
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