Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'21 - Hochrhein-Bodensee
38 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 11 | 2021 Unternehmen KURZ NOTIERT Der Unternehmer und Lichtdesigner Paul Hein- rich Neuhorst hat ein neues Standbein: Im Ge- bäude seiner Firma „te-trade“ im Freiburger Gewerbegebiet Haid hat er das Atelier „ Die DNA des Lichtes “ eröffnet. Zusammen mit Ilka Henkel schafft er dort Lichtkunstbilder und stellt diese aus. Die Besonderheit: Mithilfe von LED-Technik können sie die Farbe wechseln. Neuhorst hat sich sein ganzes Berufsleben mit Licht beschäftigt – bis 2008 betrieb er viele Jahre die Lichttechnikfirma Spectral. Mit „te-trade“ hat er sich der Lichtplanung sowie der Prototy- pentwicklung von Leuchten verschrieben, die er im 3D-Druck-Verfahren fertigen lässt. Die Glatthaar Keller GmbH & Co KG hat an ihrem Standort in Simmern ein neues Büro- gebäude eingeweiht. Der viergeschossige Bau verfügt über 1.000 Quadratmeter Bürofläche und bietet Platz für 34 neue Arbeitsplätze so- wie einen Hightech-Schulungsraum für bis zu 90 Personen. 1,8 Millionen Euro wurden investiert. Der Hersteller von Fertigkkellern beschäftigt ins- gesamt 500 Mitarbeiter, davon 100 in Simmern und 130 am Firmensitz in Schramberg. Der Fertighaushersteller Weberhaus aus Rhei- nau Linx hat die Licht-Concept GmbH (LiCo) aus Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) über- nommen. Diese, ein Fachbetrieb für Elektroins- tallationen und Lichtplanungen mit circa 40 Mit- arbeitern, war zuvor erfolgreich saniert worden, wie es in der Pressemitteilung von Weberhaus zur Übernahme heißt. Licht-Concept agiere wei- terhin eigenständig, die Zusammenarbeit mit Weberhaus solle intensiviert werden. Die Brugger GmbH Magnetsysteme aus Hardt (Landkreis Rottweil) hat den „More than a Market“-Preis der deutschenWirtschaft in China erhalten. Das Familienunternehmen wurde in der Kategorie „Nachhaltige Lieferketten“ für sein seit vielen Jahren bestehendes Engagement mit chi- nesischen Lieferanten ausgezeichnet. Seit 2014 arbeitet Brugger eng mit mehreren chinesischen Lieferanten für Seltenerdmagnete zusammen, um eine umfassende Nachhaltigkeit der Unterneh- men und ihrer Lieferketten zu fördern, wie es in der Pressemitteilung heißt. Der Preis wird von der deutschenAuslandshandelskammer und den deutschen diplomatischenVertretungen in China verliehen. Brugger, Hersteller von permanent-ma- gnetischen Baugruppen mit rund 100 Mitarbei- tern, war bereits im Januar mit dem Umweltpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Tuttlinger Wohnbau mit erfolgreichem Geschäftsjahr Bezahlbarer Wohnraum TUTTLINGEN. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Wohnungsnot in Tuttlingen groß. So entstanden in den Jahren nach Ende des Krieges zwei Wohnbaugenossenschaften, die Tuttlinger Siedlungsverein GmbH (1919) und die Siedlungskolonie Tuttlingen GmbH (1925). Nach deren Auflösung 1941 wurden ihre Bestände in die zeitgleich neu gegründete gemeinnützige Tuttlinger Wohnbau GmbH übernom- men. 21 ortsansässige Firmen beteiligten sich am Stammkapital des neu gegründeten Unternehmens. Tuttlingen selbst war und ist bis heute mit 50 Prozent der stärkste Anteilseigner. Auch heute, 80 Jahre später, sieht die Tuttlinger Wohnbau GmbH ihr Kerngeschäft im Schaffen und Bereitstellen von bezahlbarem Wohnraum. Das Unternehmen blickt auf ein nach eigenen Angaben erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück. 1.743 Wohnungen befan- den sich Ende vergangenen Jahres im Bestand des Unternehmens, zudem 610 Garagen und 30 Gewerbeeinheiten. Rund 3,5 Millionen Euro investierte die Tuttlinger Wohnbau in Modernisierungen, Reno- vierungen, Instandhaltungen und Instandsetzungen. Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um 90.000 Euro auf 2,5 Millionen Euro verringert. Der Jahresüberschuss betrug rund 2,3 Millionen Euro (2019: circa 2,4 Millionen Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich von etwa 41,6 Millionen Euro auf rund 43,9 Millionen Euro, was - so Geschäftsführer Horst Riess - „durch die Zuweisungen aus dem Jahresüberschuss 2019 möglich war“. Die Auswirkungen der Coronapandemie auf das Unternehmen sind laut Riess „zwar schmerzhaft, aber überschaubar und nicht existenzbedrohlich“. Durch teilweise Pachterlasse sowie Stun- dungen hat die Tuttlinger Wohnbau nach eigenen Angaben ihre gewerblichen Pächter aus Gastronomie, Hotellerie, Unterhaltung sowie Handel, Tanzschule und Reinigung unterstützt, da diese von den coronabedingten Schließungen besonders getroffen waren. Die Tuttlinger Wohnbau wurde jüngst mit dem Qualitätssiegel „Fa- milienfreundlicher Arbeitgeber“ der Bertelsmann-Stiftung ausge- zeichnet. dea Lila investiert in Wasserstrahllaser Rekord mit neuer Anlage SEXAU. Genaues Schneiden, Schweißen und Bohren: Darauf ist die Laser Integration Laser Applikation GmbH (Lila) aus Sexau bei Freiburg spezialisiert. Das Unternehmen fertigt mit seinen rund zwei Dutzend Mitarbeitern präzise Bauteile aus technischer Keramik und Metall für deutsche und internationale Kunden der Medizintechnik, Sensorik, Elektronik sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Um die wachsende Nachfrage bedienen zu können, hat Lila dieses Jahr in eine neue Wasserstrahl-Laseranlage investiert. Die rund eine halbe Million Euro teure Maschine des Schweizer Anlagenbauers Avonisys war nicht nur neu, sondern auch neuartig. Lila bekam die erste ihrer Art. Anlaufschwierigkeiten meisterten die Badener Laserspezialisten gemeinsam mit den Schweizer Anlagenbauern und konnten das System schnell hochfahren, berichtet Lila-Geschäftsführer Gundolf Vogel. Bald bearbeitete die neue Maschine ein Industriekeramik- Bauteil über eine Dauer von 284 Stunden oder rund zwölf Tage nonstop. Laut Avonisys ist das Weltrekord. Dafür überreichte der Hersteller seinem Kunden Lila ein Zertifikat. ine
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5