Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'21 - Hochrhein-Bodensee

ANZEIGE leister von einer schlechten Lage, so sind dies in der aktuellen Umfrage nur noch elf Prozent. Und auch die Zahl der „zufriedenen“ Dienstleister hat sich in diesem Zeitraum von 23 auf 42 Prozent erhöht. Umsatz- und Ertragslage zeigen ein ähnliches Bild. Für im- mer mehr Dienstleistungsbetriebe, gerade auch in den durch die Coronaverordnungen sehr lange und sehr stark eingeschränkten Segmenten, scheinen sich nach und nach wieder dauerhafte Ver- dienstperspektiven zu ergeben. Erwartungen für die kommenden Monate Die Geschäftserwartungen in der Region Hochrhein-Bodensee verbessern sich leicht. Aktuell sieht jeder dritte Betrieb eine bes- sere Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten voraus, rund die Hälfte der Unternehmen erwarten einen gleichbleibenden Geschäftsverlauf. Unter den Produktionsbetrieben erhöht sich der Anteil der Unternehmen, die mit schlechteren Geschäften rechnen, von 3 auf 16 Prozent. Störungen in den Lieferketten und Produkti- onsausfälle dürften für diese Zunahme mit ausschlaggebend sein. Auf der anderen Seite steigt aber auch der Anteil der produzieren- den Unternehmen, die mit besseren Geschäften rechnen – und zwar von 39 Prozent im Frühjahr auf nun 48 Prozent. Im Handel und unter den Dienstleistern im Kammerbezirk nimmt dagegen die Zahl der pessimistischen Einschätzungen für die kommenden Monate ab: unter den Händlern sehr deutlich von 35 auf 9 Prozent und im Dienstleistungsbereich moderat von 25 auf 20 Prozent. Für Händler und Dienstleister wird aber weiter viel vom Verlauf der Pandemie abhängen – gerade in den kommen- den Monaten mit dem wichtigen Jah- resendgeschäft. Die Investitionsabsichten nehmen gegenüber dem Frühjahr leicht zu. Die Zahl der Unternehmen, die In- vestitionen in den kommenden zwölf Monaten planen, steigt von 86 auf 93 Prozent, wenngleich jedes vierte Un- ternehmen mit einem Rückgang der Investitionssummen rechnet. Verwendet werden sollen die Mittel insbesondere zum Beschaffen von Ersatzbedarfen (69 Prozent) sowie zur Digitalisierung (60 Pro- zent). Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung Mit an Fahrt gewinnender Konjunkturentwicklung treten zwei, durch die Coronapandemie zwischenzeitlich in den Hintergrund getretene, für die Wirtschaftsentwicklung aber wesentliche Risikofaktoren wieder rasant zu Tage: der Bedarf an Fachkräften sowie steigen- de Rohstoff- und Energiepreise. Der Anteil der Betriebe, die im Fachkräfteengpass ein Risiko für den weiteren Geschäftsverlauf sieht, ist seit Frühjahr von 38 auf aktuell 68 Prozent gewachsen. Besonders deutlich ist der Anstieg im Dienstleistungsbereich, in dem 80 Prozent der Betriebe hierin ein Risiko für ihre Entwicklung sehen. Und auch die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise machen mittlerweile 56 Prozent aller regionalen Unternehmen zu schaffen. Unter den Produktionsbetrieben klagen gar 82 Prozent über diese Entwicklung – vor einem Jahr waren es noch 23 Prozent. Aber auch die anhaltende Pandemie und daraus resultierende Ein- schränkungen bereiten noch immer 45 Prozent der Betriebe in der Region große Sorgen. Der breite Aufschwung „post Corona“ – er ist noch kein Selbstläufer. AG Ausführliche Dokumentation unter www.konstanz.ihk.de Der IHK-Konjunkturindikator zeigt wieder nach oben. In seine Berechnung fließen die Einschät- zungen für die aktuelle Geschäfts- lage und die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate ein.

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