Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
46 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 10 | 2021 Unternehmen Roche eröffnet neues Multifunktionsgebäude in Grenzach Moderne Arbeitswelten GRENZACH-WYHLEN. Kleine Besprechungsräume mit White- und Pinboards, Klappstühlen und Falttischen inmitten der luftigen Arbeitsplätze vor großen Fensterfronten. So sieht es im dritten Obergeschoss des neuen Bürogebäudes von Roche in Grenzach- Wyhlen aus. Auch auf den anderen der insgesamt fünf Etagen ste- hen Mitarbeitern und Gästen des Pharmaunternehmens moderne Arbeitswelten sowie große Konferenzräume zur Verfügung. 100 Büroarbeitsplätze, 300 flexible Arbeitsflächen sowie ein Forum mit Platz für bis zu 550 Gäste sind auf 10.000 Quadratmetern Brutto- geschossfläche entstanden. Nach einer rund zweijährigen Bauzeit wurde das 23 Meter hohe und circa 60 Millionen Euro teure Projekt Mitte September eingeweiht. „Der Grundstein für die nächsten 125 Jahre Roche in Grenzach- Wyhlen ist gelegt“, heißt es in der Pressemitteilung zur Eröffnung. Der Standort, zugleich Sitz der deutschen Tochter des Schweizer Pharmakonzerns, feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Das neue Bürogebäude ist das Zentrum des Areals und erinnert zugleich an die Ursprünge des Unternehmens: Für den Namen „Fritz“ stand Fritz Hoffmann Pate, der das Unternehmen im Jahr 1896 gergründet hatte. Die Idee dafür kam aus der Belegschaft. mae Koehler-Gruppe: „Mit blauem Auge durch die Covidkrise“ Spezialpapierhersteller übernimmt Marienthaler OBERKIRCH. Die Koehler-Gruppe mit Sitz in Oberkirch hat die Anteile der Marienthaler Werbe-Offsetdruck GmbH & Co. KG nun vollständig übernommen. Bereits seit 2019 ist Koehler mehrheitlich an dem Unternehmen aus Schleiden in der Eifel beteiligt, das auf den Vertrieb und die Produktion von Bierdeckeln spezialisiert ist. Die Inhaberfamilie Uhlmann zieht sich als Gesellschafter des Un- ternehmens zurück, Andreas Uhlmann, bisheriger Geschäftsführer, wird in beratender Funktion erhalten bleiben. Der Marienthaler-Standort wurde schwer von der Hochwasserkatas- trophe getroffen, die Produktionsanlagen am Standort in Schleiden- Gemünd in der Eifel sind nach Unternehmensangaben schwer be- schädigt. „Unabhängig von der Übernahme müssen wir feststellen, dass eine Wiederaufnahme der Produktionstätigkeit am Standort aufgrund der Hochwasserschäden, absehbar auf die nächsten Mo- nate nicht darzustellen ist“, so Kai M. Furler, Vorstandsvorsitzender der Koehler-Gruppe. Die Kundenaufträge von Marienthaler über- nimmt deshalb übergangsweise das ebenfalls zur Koehler-Gruppe gehörende Unternehmen Katz in Weisenbach im Nordschwarzwald. Die Umsatzerlöse der Koehler-Gruppe sind im vergangenen Ge- schäftsjahr aufgrund der weltweiten Auswirkungen der Corona- pandemie um 11,7 Prozent auf 769 Millionen Euro gesunken. Das operative Ergebnis lag mit 66 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Absatzmenge bei Koehler Paper gab um 1,5 Prozent nach. Das Eigenkapital dagegen stieg um 29 Millionen Euro auf 590 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote beläuft sich bei einer gesunkenen Bilanzsumme damit auf 57,2 Prozent. Koehler investierte 2020 insgesamt 91 Millionen Euro, vor allem in die neue Papier- und Streichmaschine PM8, in Außenanlagen und Gebäude sowie in das Biomasse-Heizkraftwerk Dollbergen. Auf das laufende Geschäftsjahr blickt Koehler nach eigenen Angaben positiv: „Aufgrund unseres vorausschauenden Handelns sind wir bisher mit einem blauen Auge durch die Covidkrise gekommen“, so Vorstandschef Furler. Die seit über 210 Jahren bestehende Koehler-Gruppe hat in Deutsch- land fünf Standorte mit insgesamt 2.500 Mitarbeitern. Drei weitere Standorte befinden sich in den USA. ak Bild: Mark Niedermann Blick ins dritte Ober- geschoss des neuen Multifunktionsgebäudes von Roche.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5