Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

26 REGIO REPORT   IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ANZEIGE Landmarkt tägl. 8 - 19 Uhr Frischluftrestaurant Tägl. ab 12 Uhr -Selbstbedienung- Telefon: 07633/92332-170 Zum Bohrerhof 1 . D-79258 Hartheim www.bohrerhof.de . info@bohrerhof.de Das einzigartige, genussvolle L anderLebnis in der r egion S ind Krisenzeiten Gründerzeiten? Die Ergebnisse aus dem KfW-Gründungsmonitor 2021 wider- sprechen dieser These: 2020 ging die Anzahl der Gründungen um elf Prozent zurück. Als Grund nennt der Gründungsmonitor die wirtschaftliche Unsicherheit wegen der Coronapandemie. Der Rückgang betraf vor allem sogenannte Notgründungen, die Chancengrün- dungen blieben relativ stabil. Rund ein Drittel der ge- planten Gründungen wurde verschoben. Bei einem Pressegespräch im St. Georgener Techno- logiezentrum diskutieren Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Villingen- Schwenningen-Rottweil, Thomas Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Martin Friedrich, Geschäftsführer des St. Georgener Technologiezentrum (TZ) und Ursula Schulz, Leiterin der Geschäftsstelle Villingen-Schwenningen beim Lan- desnetzwerk „bwcon“, wie Corona das Gründungs- interesse in der Region geprägt hat und wie es mit Formaten wie dem Innovation Lab gefördert werden kann. Die Expertenrunde war sich einig, dass die Co- ronapandemie das Gründungsinteresse gestärkt hat. Der Rückgang des öffentlichen Lebens und die Arbeits- zeitreduktion aufgrund von Kurzarbeit gaben Raum und Zeit für die Auseinandersetzung mit Gründungside- en. Viele dieser Ideen verschwinden allerdings in der Schublade. Zu Unrecht, findet Ursula Schulz, die in Gesprächen mit Gründungsinteressierten vielen Ideen mit Potenzial begegnet. Es herrscht eine große Unsicherheit, ob die Idee um- setzbar ist, und häufig fehlen auch Mitstreiter, die an Digital Mountains: Gründungsunterstützung durch das Innovation Lab Format geht in die dritte Runde die Idee glauben. Thomas Wolf betont, dass Investoren vor allem in die Persönlichkeit investieren, die Idee sei weniger wichtig als das Team. Bei diesen Hürden setzen die Partner mit dem Innovation Lab an, einem Format, dass im Herbst in die dritte Runde geht. Hilfe für ein tragfähiges Geschäftsmodell Im Innovation Lab entwickeln 20 Gründungsinteres- sierte ihre Ideen in Teams weiter und holen sich dazu das Feedback aus dem Markt ein. Mit Methoden wie „Lean Start-up“ und „Design Thinking“ unterstützen die Innovationscoaches von bwcon dabei die anfängli- che Idee zu einem tragfähigen Geschäftsmodell auszu- bauen. Und dank Sponsoren wie der PE Stiftung sowie den Unternehmen EBM Papst und Papst Licensing ist das Programm für die Teilnehmer kostenfrei und wird zweimal im Jahr angeboten. Kamen die Teilneh- menden in den ersten beiden Durchgängen von der Hochschule Furtwangen und der Dualen Hochschule in Villingen-Schwenningen, öffnet sich das Innovation Lab in diesem Herbst zum ersten Mal für Berufser- fahrene. Die Agentur für Arbeit unterstützt in dieser Situation mit Beratung und Förderprogrammen wie dem Existenzgründerzuschuss. Sylvia Scholz sieht hierin eine große Chance für bisherige Arbeitnehmer, ihre Ideen auszutesten, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. In dem Gespräch waren die Gewinnerinnen des letzten Innovation Lab live aus Paris und Lyon zugeschaltet. »Investoren investieren vor allem in die Persönlichkeit, die Idee ist weniger wichtig als das Team«

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