Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September '21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Stahlbau Schlüsselfertiges Bauen Elementbau in Beton und Holz Stahlfassadenbau Industriebau/Gewerbebau 72488 Sigmaringen Telefon +49 75 71 725- 0 Telefax +49 75 71 725-199 www.schwoerer-komplettbau.de Komplettbau_Stahlbau_185x61.indd 1 27.11.20 13:39 ANZEIGE Birgit Hakenjos zum Meinungsaustausch bei Harald Marquardt Wirtschaftslage und Gäubahn I m Rahmen eines Besuchs von IHK-Präsidentin Bir- git Hakenjos bei Harald Marquardt, Vorsitzender des Vorstands der Marquardt Gruppe in Rietheim- Weilheim, betonten beide Gesprächspartner, dass die Industrieunternehmen und die industrienahen Dienst- leister im Südwesten in der Coronakrise die Treiber der konjunkturellen Erholung sind. Dass sich die Wirtschaft im Südwesten trotz größter Einschränkungen in den zu- rückliegenden Monaten insgesamt positiv entwickeln konnte, liege vor allem an den hochgradig exporto- rientierten Industrieunternehmen, die hierzulande stärker vertreten sind als in vielen anderen Regionen Deutschlands, waren sich Birgit Hakenjos und Harald Marquardt einig. Die Südwestindustrie befinde sich, insbesondere getragen von der sich rasch belebenden Nachfrage aus ihren erstarkenden Märkten in China und den Vereinigten Staaten, in einem anhaltenden Aufwind, verdeutlichte Harald Marquardt, der auch IHK-Vizepräsident ist. Nichtsdestotrotz zählen Reiserestriktionen, Lie- ferengpässe und Protek- tionismus nach Umfragen der deutschen IHK-Orga- nisation seit über einem Jahr zu den größten Herausforderungen für international agierende Unternehmen. Hinzu kämen Störungen der weltweiten Lieferketten, die den Aufschwung verzögern. „Aktuell leiden zum Beispiel viele Industriebranchen, von der Automo- bilfertigung bis zur Unterhaltungselektronik, unter ausbleibenden Zulieferungen von Halbleiterchips und Transportcontainern. Dies betrifft auch Betriebe in unserer Region“, erklärte Harald Marquardt, dessen Unternehmen ein wichtiger Automobilzulieferer von mechatronischen Bediensystemen ist. Teilweise müss- ten Unternehmen nach neuen Betätigungsfeldern su- chen oder ihre Lieferantenbeziehungen diversifizieren. Auch Verlagerungen von eigenen ausländischen Produktionsstandor- ten seien ein Trend, der nach Anga- ben der Betriebe derzeit relevanter würden. Marquardt: „Insbesondere der europäische Raum und angren- zende Regionen stehen im Blickfeld deutscher auslandsaktiver Unterneh- men, aber auch ‚China+1‘, also die Ergänzung von Produktionsstätten in China um einen weiteren Standort im asiatisch-pazifischen Raum.“ Angesichts der anhaltenden Diskussi- on um den Ausbau der Gäubahn kriti- sierten Hakenjos und Marquardt, dass trotz parteiübergreifender Einigkeit über die Notwendigkeit beim Ausbau der Schienenach- se Stuttgart-Zürich seit Jahrzehnten kaum Fortschritte erzielt würden. Das von der IHK Schwarzwald-Baar-Heu- berg initiierte grenzüberschreitende Wirtschaftsbündnis begrüße zwar grundsätzlich die neuen Überlegungen zum Deutschlandtakt. Doch IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos stellte unmiss- verständlich klar: „Das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn AG müssen nun schnellstmög- lich den Fahrplan und die Infrastruktur aufeinander abstimmen. Viele – auch unangenehme - Fragen bei- spielsweise zu einzelnen Haltepunkten wie in Böblin- gen und Singen müssen endlich beantwortet werden. Deshalb schlagen wir ein verbindliches Format wie beispielsweise eine ‚Fortschrittskonferenz zum Ausbau der Schienenachse Stuttgart-Zürich‘ mit den neu ge- wählten Bundestagsabgeordneten zwischen Stuttgart und dem Bodensee vor. Sie sind die Vertreter des Bun- des, der Bund ist Anteilseigner der Deutschen Bahn. Gemeinsam mit der Wirtschaft muss es uns gelingen, den Ausbau mindestens einmal im Jahr mit allen rele- vanten Akteuren aus Deutschland und der Schweiz, mit klaren Verantwortlichkeiten und mit einem verbindli- chen Zeitplan voranzutreiben.“ bk Die aktuelle Wirtschafts- lage und der Ausbau der Gäubahn standen im Mittelpunkt des Treffens von Birgit Hakenjos und Harald Marquardt in Rietheim-Weilheim. Bild: Marquardt GmbH »Aktuell leiden viele Industriebranchen unter ausbleibenden Zulieferungen von Halbleiterchips und Transportcontainern« Christian Beck Pressestelle 07721 922-174 beck@vs.ihk.de
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