Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August '21 -Südlicher Oberrhein
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden IV Anzeigenspecial Juli/August 2021 Fortsetzung von Seite II gesamten regionalen Dienstleistungsbe- reiches von plus 31,4 Prozent. Zur gesam- ten Bruttowertschöpfung des Produzie- renden Gewerbes trug das Verarbeitende Gewerbe 2018 mit 10,03 Milliarden Euro zu 78,0 Prozent bei. Im vergangenen Jahr 2020 erzielten 831 erfasste regionale Betriebe von Unterneh- men mit 20 oder mehr Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe einen Gesamt- umsatz von knapp 21,97 Milliarden Euro. Das bedeutet angesichts der Coronakrise einen Rückgang um -7,3 Prozent gegen- über dem Vorjahr. Der Auslandsumsatz sank um -7,7 Prozent auf 10,13 Milliarden Euro. Die Exportquote als der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz blieb auf dem weiterhin hohen Niveau von 46,1 Prozent (2019 bei 46,3 Prozent). Die sieben größten Branchen des Verar- beitenden Gewerbes sind in der Region Südlicher Oberrhein mit jeweils über einer Milliarde Euro ausgewiesenem Jahresum- satz der Maschinenbau, die Herstellung von Metallerzeugnissen, die Herstellung von Papier und Waren daraus, die Herstel- lung von elektrischen Ausrüstungen, die Metallerzeugung und –bearbeitung, die Herstellung von Gummi und Kunststoff- waren und die Herstellung von Datenver- arbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen. Ausblick Bei einer möglichen baldigen Überwin- dung der Corona-Pandemie dürfte auch in der Region Südlicher Oberrhein gerade die Industrie vorangehen und darüber wachstumsmäßig relativ zum Dienstleis- tungsbereich weiter zulegen. Laut aktuel- ler IHK-Konjunkturumfrage verzeichnet sie bereits einen steigenden Auftragseingang aus dem In- und Ausland. Darüber könnte sie auch die unternehmensnahen Dienst- leistungen mitziehen, während etwa der Einzelhandel und die konsumnahen Dienstleistungen auf ein Zurückfahren der zur Pandemiebekämpfung eingeführten Lockdown-Restriktionen hoffen. epm - Quellen: Statistisches Landesamt Baden-Württem- berg, Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnun- gen der Länder (VGRdL), IHK Südlicher Oberrhein, eigene Berechnungen HOCHS CHUL E OF F ENBURG Verstehen, wie die Wirtschaft tickt Hochschule Offenburg bietet am Standort Gengenbach neuen Studiengang „Wirtschaftspsychologie“ an. W enn Menschen zusammenarbeiten, Handel treiben oder einkaufen, spie- len auch zahlreiche psychologische Fakto- ren eine große Rolle. Eine Tatsache, der Unternehmen in der Vergangenheit häufig zu wenig Beachtung schenkten. Doch das ändert sich gerade. Um die erforderlichen Kompetenzen dafür zu vermitteln, bietet die Hochschule Offenburg ab dem Winter- semester 21/22 den neuen Bachelor-Studi- engang „Wirtschaftspsychologie“ an. Zulas- sungsvoraussetzungen sind die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Die Absolventen erhalten den Abschluss Bacherlor of Sience. Bewerbungen sind ab 10. Mai möglich. „Wen das Zusammenspiel von Mensch und Wirtschaft interessiert, ist bei diesem Studi- engang genau richtig“, sagt Studiendekan Prof. Dr. Andreas Klasen. Der interdiszipli- näre Ansatz des Studiums ermögliche den Studierenden eine Vernetzung ganz unter- schiedlicher Kompetenzfelder, um wirt- schaftspsychologische Kenntnisse und Fähigkeiten in einer immer komplexeren Welt wirksam einsetzen zu können. „Wel- che Rolle spielt der ,Faktor Mensch‘, damit Unternehmen in einer digitalen Ökonomie nachhaltig agieren können? Wie arbeiten interdisziplinäre Teams in der Zukunft effi- zient zusammen? Wie hilft künstliche Intel- ligenz, bessere Kaufentscheidungen zu treffen? – diese und viele weitere span- nende Fragen beantworten wir mit unse- rem neuen Studienangebot“, so Prof. Dr. Andreas Klasen weiter. Die Studierenden lernen, Situationen des wirtschaftlichen Lebens zu analysieren und zu evaluieren, um daraus Handlungsempfehlungen für die Zukunft abzuleiten. In dem siebensemestrigen Studiengang, inklusive eines Praxissemesters, werden betriebswirtschaftliche, psychologische und methodische Inhalte zu gleichen Teilen ver- mittelt. Die Unterrichtssprache ist Deutsch und Englisch. Individuelle Schwerpunkte können die Studierenden in zwei Themen- feldern setzen: Im Schwerpunkt „Digitale Ökonomie und Personalmanagement“ beschäftigen sich Studierende mit Themen wie Recruiting, Organisationsentwicklung, digitale Arbeit, Entscheidungslehre sowie mit wirtschaftspsychologischen Projekten im internationalen Kontext. Im Schwer- punkt „Marketing und Marktforschung“ erwerben Studierende Fachwissen zu Konsumentenverhalten und Marketingfor- schung, Konsumentenpsychologie, E-Com- merce und Social-Media-Marketing. Wer unter anderem für ein Studien- und ein Praxissemester ins Ausland geht, kann die Zusatzqualifikation „International Business Psychology“ erhalten. „Die Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs werden in den kommenden Jahren auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sein“, ist sich Prof. Dr. Andreas Klasen angesichts zahlreicher Marktana- lysen sicher. Sie könnten daher zwischen vielen beruflichen Herausforderungen wählen, die auf kommunikationspsycholo- gische oder organisationspsychologische Fragestellungen spezialisiert sind. Diese liegen insbesondere in den Bereichen Stra- tegie und Unternehmensentwicklung, Pro- jektmanagement, Personal und Organisati- on sowie Marketing und Marktforschung. Weitere Informationen gibt es unter http://hs-offenburg.de/wp Prof. Dr. Andreas Klasen (3. von links) möchte im neuen Bachelor-Studiengang Wirtschaftspsycho- logie mit den Studierenden dem Zusammenspiel von Mensch und Wirtschaft auf den Grund gehen. Wirtschaftsstandort Südlicher Oberrhein
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