Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

20 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 4 | 2021 REGIO REPORT   IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg 12. Innovation Forum Smarte Technologien & Systeme Künstliche Intelligenz bald so wichtig wie das Internet D as beherrschende Thema des diesjährigen „Inno- vation Forum Smarte Technologien & Systeme“ war für die Referenten und die 160 Teilnehmer zweifel- los die Fähigkeit, Computersystemen das Lernen beizu- bringen: So sei künstliche Intelligenz in ihrer Bedeutung vergleichbar mit der Elektrifizierung oder der Erfindung des Internets. Wie sich auch kleine und mittelständi- sche Unternehmen diese „Revolution in der Evolution Industrie 4.0“ zunutze machen können, zeigten nicht nur die Kenotes und zahlreiche Info-Sessions, sondern auch die 14 Aussteller der virtuellen Messe. „Innovativ zu sein bedeutet, neue Wege zu gehen, ge- rade in Zeiten wie diesen“, eröffnete Yvonne Glienke, Geschäftsführerin von Technology Mountains (TM), das Forum. Dieses wurde zum ersten Mal virtuell durch- geführt. Dafür wurden in den Räumlichkeiten der IHK zwei Studios eingerichtet, aus denen live übertragen wurde. Einige der Referenten nutzten die Gelegenheit und hielten ihren Vortrag vor Ort in den Studios – unter Einhaltung der Hygienevorschriften. „Zwei Projektpart- ner haben sich so das erste Mal physisch gesehen. Das komplette Projekt, an dem die beiden arbeiten, wurde bisher virtuell durchgeführt“, bemerkte Glienke, „so wurden die Studios zum Ort der Begegnung“. Die Kernbotschaft der gemeinsam von TM, der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie der Hahn- Schickard-Gesellschaft ausgerichteten Veranstaltung: Digitale Technologie ist nicht unfehlbar, aber auf Dauer ein leistungsfähiges Werkzeug, das vieles ermöglicht, was wirklichen Fortschritt bedeutet. Ganz praktisch ließ sich das an der Veranstaltungsplattform erleben, die mit intuitiver Ausstellerfläche, leicht bedienbarem Netzwerk-Chat und multimedialen Infomöglichkeiten zeigte, wie Kongresse in Zukunft ausgestaltet sein können. Diese greifbar werdende Zukunft zog sich durch die Keynotes und Sessions des Tages als roter Faden hin- durch: So demonstrierte die Professorin Gisela Lanza (Karlsruher Institut für Technologie) eindrucksvoll, wel- che Vorteile es hat, wenn man dank immer preiswerte- rer und in Echtzeit nutzbarer Sensorik Daten zur Ver- fügung hat, die es erlauben, einen „digitalen Zwilling“ als Modell eines realen Produkts zu erzeugen und zu nutzen. In der Praxis bedeutet das: keine aufwendigen Prototypen und teuren Testreihen mehr. Wie solche Systeme aufgebaut werden, skizzierte IT- Experte Stephan Gillich (Intel Deutschland): Entschei- dend sei es, Ideen zu entwickeln, welche Anwendungs- möglichkeiten künstlicher Intelligenz im Unternehmen sinnvoll sind. Auch die Ermittlung der verfügbaren Da- ten und deren Qualität ist essenziell. Mit typischen Datenbeispielen lernen sogenannte Deep-Learning- Systeme ihre Aufgabe am besten kennen. Wie solche Systeme auch im Privaten echte Innovati- onen bieten, demonstrierte Bastian Inthasane (Hahn- Schickard-Gesellschaft) mit dem seit 2019 laufenden Bild: Nicole Münch Simon Herrlich, Axel Sikora (beide Hahn- Schickard), Rebecca Auber (IHK), Harald Stallforth (TM), Daniela Jardot (IHK) und Yvonne Glienke (TM) präsentier- ten das Innovation Fo- rum (von links).

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