Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'21 - Hochrhein-Bodensee

40 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 4 | 2021 Unternehmen KURZ NOTIERT Die von Uwe Bader gegründete UB-Software GmbH in Spaichingen firmiert nun als Majesty GmbH , angelehnt an das hauseigene ERP-Sys- temMajesty. Zudem hat das Unternehmen neue Räume in der Rudolf-Diesel-Straße bezogen. Grund für den Neubau war das stetigeWachstum des Softwareanbieters und der damit verbundene Platzmangel. Die Majesty GmbH gehört nach ei- genen Angaben zu den führenden Anbietern für ERP-Softwarelösungen in der Medizintechnik. Sie betreut rund 600 Kunden im In- undAusland, der Großteil ist in den regionalen Medizintechnik- und Zerspanungsclustern ansässig. Das Unter- nehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter, seit 2019 verstärken die beiden ältesten Söhne Baders, Jan und Tim, die Geschäftsführung. Der Neubau der Badenova AG & Co.KG in der Tullastraße in Freiburg hat die Platin-Auszeich- nung der Deutschen Gesellschaft für Nach- haltiges Bauen (DGNB) erhalten. DieWärme für das Gebäude wird durch ein Biogas-Blockheiz- kraftwerk in Kombination mit einer effizienten Wärmerückgewinnung erzeugt. Eine moderne Lüftungsanlage lässt eine stündlicheVersorgung mit insgesamt 34.000 Kubikmetern frischer Au- ßenluft zu. Von den verwendeten Baustoffen ist ein hoher Anteil rückbaufähig und recycelbar. Nach knapp drei Jahren Bauzeit sind nun auf der insgesamt 5.430 Quadratmeter großen Gesamt- nutzfläche rund 340Arbeitsplätze untergebracht. Matthias Schöffing, Leiter Gebäudemanagement bei BN Netze , verantwortete das rund 16 Mil- lionen teure Neubauprojekt, das von den Vogt Architekten BDA ausgeführt wurde. Die Siemens-Niederlassung Freiburg plant für Ende 2022 ihren Umzug aus der Schnewlin- in die Eugen-Martin-Straße. Das Gebäude, für welches das Unternehmen den Mietvertrag mit der BPD Immobilienentwicklung GmbH un- terschrieben hat, entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Nord. NebenWohn- und Büroflächen sollen auf demAreal auch Pra- xen, Hotels Restaurants, Cafés, Ladengeschäfte sowie eine Kindertagesstätte entstehen. Die Freiburger Siemens-Niederlassung übernimmt als südlichste Dependance der Vertriebs- und Serviceorganisation Siemens Deutschland den Vertrieb der Produkte, Systeme, Anlagen, Dienst- und Serviceleistungen der Siemens AG. Das Vertriebsgebiet der Niederlassung erstreckt sich über Freiburg, die Landkreise Ortenau, Em- mendingen, Schwarzwald-Baar, Breisgau-Hoch- schwarzwald, Lörrach und Waldshut. KLS Martin Gruppe will wieder wachsen Leichte Einbußen 2020 TUTTLIGEN. Die KLS Martin Gruppe hat 2020 leichte Einbußen beim Umsatz verzeichnet. Das familiengeführte Medizintechnik- unternehmen mit Sitz in Tuttlingen erwirtschaftete einer Presse- mitteilung zufolge vergangenes Jahr 288 Milionen Euro, das waren circa vier Prozent weniger als 2019. Im internationalen Branchen- vergleich und angesichts der weltweiten Pandemie sei man jedoch zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres, heißt es dazu. Im US-amerikanischen Markt und in einigen europäischen Märkten konnte sogar ein leichtes Umsatzplus erreicht werden. KLS Martin entwickelt und produziert Produkte für die Chirurgie, vor allem in den Bereichen Implantate und Elektromedizin. Zum Sortiment zählen chirurgische Laser, Sterilisationscontainer, Operationsleuch- ten sowie über 16.000 chirurgische Instrumente. Die in Mühlheim, Freiburg, Tuttlingen und Penang produzierten Produkte werden in über 140 Länder weltweit vertrieben. Der Exportanteil liegt bei rund 90 Prozent. Die Firmengruppe beschäftigt weltweit rund 1.600 Mit- arbeiter, die Mehrheit davon in Deutschland. Es gibt eigene Tochter- und Partnerunternehmen in den USA, in Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Japan, Australien, Brasilien, Mexiko, Malaysia, China und Indien sowie Repräsentanzen in Russland und Dubai. Im April 2020 hat die Firma Karl Leibinger aus Mühlheim den maßgeb- lichen Geschäftsbetrieb der Firma Stuckenbrock und deren Anteile an Gebrüder Martin übernommen. Dadurch befinden sich nun alle Unternehmen der KLS Martin Gruppe vollständig im Besitz der Familie Leibinger. Im Juli wurde nach intensiver Planungs- und 15-monati- ger Bauzeit das „Gebäude 70“ in Mühlheim bezogen. In dem 5.400 Quadratmeter großen Neubau sind auf drei Ebenen Arbeitsplätze für die Entwicklung und Produktion von Implantaten und Biomaterialien entstanden. Die Investitionen dafür beliefen sich auf 13 Millionen Euro. Es war damit die bislang größte Einzelinvestition. Für das laufende Jahr plant die KLS Martin Gruppe ein Umsatz- wachstum im oberen einstelligen Bereich. „Insbesondere in den Bereichen virtuelle Planung von chirurgischen Eingriffen und pati- entenspezifische Implantate erwarten wir weiterhin ein überdurch- schnittliches Wachstum“, erläutert der geschäftsführende Gesell- schafter Christian Leibinger. ine Im Juli 2020 hat KLS Martin sein „Gebäude 70“ in Mühlheim bezogen, das mit Kosten von 13 Millionen Euro die bislang größte Einzelinvestition ist.

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