Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

21 3 | 2021 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten exportorientierte Industrie Strukturdaten der Region Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg hat den Zahlenspiegel 2021 veröffent- licht. Dieser enthält Informationen über grundlegende wirtschaftsrelevante Zahlen und Strukturdaten der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg wie etwa Zahlen zur Bevölkerung, zum Arbeits- markt, zum Verarbeitenden Gewerbe und zur Ausbildungssituation. Der Strukturdatenflyer kann in den IHK- Internetseiten unter www.ihk-sbh.de abgerufen werden (Eingabe der Num- mer 5015634 in das Suchfeld). Kos- tenfreie Druckexemplare können bei Anne Spreitzer vom IHK-Fachbereich Standortpolitik bezogen werden. Gesundheitsschutz hat nach wie vor oberste Priorität. Dennoch braucht die Wirtschaft verlässlichere, bere- chenbare Planungsgrundlagen für die nahe Zukunft“, betont Albiez. Die Coronakrise verschärfe darüber hin- aus die Anforderungen an den Strukturwandel. Deshalb brauche es weniger Belastungen, weniger Bürokratie, weniger Steuern, eine bessere Infrastruktur und mehr Anreize für Innovationen und Investitionen. Durch den Brexit entstehen für die regionale Wirt- schaft im Handel mit Großbritannien zusätzliche bü- rokratische Belastungen, bei deren Bewältigung die IHK ihren Mitgliedsbetrieben Unterstützung anbietet. Demgegenüber eröffnen sich durch das Investitions- abkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und China neue Chancen. Zusätzliche Potenziale auf den Weltmärkten ergeben sich aufgrund der Fortschritte in den Verhandlungen für ein EU-Australien-Handels- abkommen sowie durch das weltgrößte Freihandels- abkommen R.C.E.P. im asiatisch-pazifischen Raum. Mit der Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten bestehe darüber hinaus die Hoffnung, dass die transat- lantischen Beziehungen planbarer werden. Multilatera- le Lösungen und gemeinsame Initiativen für faire Wett- bewerbsbedingungen auf den Weltmärkten werden aus Sicht der regionalen Wirtschaft wahrscheinlicher. Lars Feld, Professor für Wirtschaftspolitik an der Uni- versität Freiburg, Direktor des Walter Eucken Instituts und Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Be- gutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der beim letzten IHK-Konjunkturgespräch zu Gast war, plädiert für neue Handelsbeziehungen mit den USA: „Angesichts des zunehmenden Protektionismus seit 0 % 10 % 20 % 30 % 13 % 11 % 29 % 29 % 3 % 5 % 10 % Zeitpunkt der Rückkehr zur normalen Geschäftstätigkeit wieder auf oder über Vorkrisenauslastung 1. Halbjahr 2021 2. Halbjahr 2021 in 2022 nach 2022 keine Rückkehr zur Normalität erwartet keine Einschätzung möglich 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 33 % 15 % 8 % Drohende Insolvenz aufgrund der Corona-Pandemie Hotel- und Gaststättengewerbe Einzelhandel Dienstleistungen »Angesichts des zunehmenden Protektionismus sind neue Impulse für die Globa- lisierung eine der wichtigsten Aufgaben« Lars Feld , Vorsitzender des Sachverständigenrates der Finanzkrise sind neue Impulse für die Globalisie- rung eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre. Die neue amerikanische Administration ist zwar nicht freihändlerisch ausgerichtet. Aber jenseits von Chlorhühnchen und Schiedsgerichten lohnt es sich, einen neuen Handelsvertrag mit den USA anzugehen. Darin könnten sich auch Klimavereinbarungen finden, die eine CO 2 -Grenzausgleichsregelung der EU unnötig machen würden“, so der Wirtschaftsprofessor. AS Anne Spreitzer Fachbereich Standortpolitik 07721 922-156 spreitzer@vs.ihk.de

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