Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'21 - Hochrhein-Bodensee
22 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3 | 2021 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee •In der kostenlosen Whatsapp-Business-App kann ein Händler ein Profil anlegen, Kunden persön- lich kontaktieren, beraten und informieren. Der Händler kann einen Katalog mit seinen Produk- ten/Dienstleistungen erstellen und automatisierte Funktionen nutzen, um beispielsweise Anfragen zu bearbeiten. Kundenbindung In Krisenzeiten ist es wichtig, bereits bestehende Kontakte zu aktivieren und das Gespräch aufrecht zu erhalten. Auch wenn das Geschäft geschlossen ist, ist es wichtig, über Social-Media-Plattformen sichtbar zu bleiben. Um den Kontakt zu den Kunden zu pflegen, hilft es, diese persönlich anzuschreiben, Newsletter zu versenden oder Bonusprogramme zu starten. •Ein Beispiel für ein Bonusprogramm ist ein Punk- tesystem, bei dem Kunden durch das Teilen ihres Kauferlebnisses auf den sozialen Plattformen Punkte erhalten, die sie gegen Prämien oder Vergünstigun- gen eintauschen können. Damit können die Bekannt- heit gesteigert und neue Kunden gewonnen werden. •Für bestehende Kunden empfiehlt es sich, indivi- duelle Angebote zu schaffen, die deren Interesse wecken. Darüber kann der Händler mit dem Kunden ins Gespräch kommen und ihn regelmäßig kontak- tieren. Wichtig ist hierbei, eine Datenbank zu führen. Unternehmen setzen diese Idee bereits in eigenen Applikationen um. Sie posten aktuelle Angebote und lassen den persönlichen Kontakt beispielsweise via Whatsapp zu. •Kunden können „Überraschungsboxen“ bestellen und erhalten im Rahmen ihrer zuvor eingegrenzten Interessen ein Paket mit einem höheren Warenwert als gekauft. Damit können Händler zum Beispiel ihre Bestände aus dem Winterlager dezimieren. App „hoi! Lörrach“ Die Stadt im Hosentaschenformat W o ist die nächste Autowerkstatt? Wie heißt nochmal das Restaurant mit dem tollen Curry? Und hat der Schuhladen noch die Onlinerabattaktion? Antworten auf Fragen wie diese müssen für Lörracher nicht mehr mühsam recherchiert werden, sondern fin- den sich zentral in einer App: „hoi! Lörrach“. Die kostenlose App, die seit November vergangenen Jahres zur Verfügung steht, wurde von dem Lörracher Gewerbeverein Pro Lörrach gemeinsam mit der Lör- racher Agentur „unknown?“ entwickelt. Der digitale Stadtguide vereint alles, was in einer Stadt wichtig ist: Einkaufen, Rabattaktionen zum Shoppen bei lokalen Händlern und Dienstleistern, Restaurants, Cafés, Bars, Events, Hotels, Kulturangebote und News. Gerade wäh- rend der Pandemie und dem bundesweiten Lockdown ist es für lokale Händler und Dienstleister besonders wichtig, auch digital sichtbar zu werden, um nicht vom Onlinehandel abgehängt zu werden. Dies ermöglicht die App „hoi! Lörrach“. Entweder kostenlos durch ei- nen Unternehmenseintrag mit dem Basisaccount oder für 80 Euro im Monat mit dem Premiumaccount, der neben den Inhalten des Basiseintrags zum Beispiel Bewerbungen von Verkaufsaktionen inklusive Push- benachrichtigungen ermöglicht. So leistet die App einen wichtigen Beitrag für eine attraktive Innen- und Einkaufsstadt. doe Eine Liste weiterer Apps und Plattformen für den lokalen Handel findet sich unter www.konstanz.ihk.de 5037640 Serviceportfolio Händler können sich mit dem Erweitern von Service- angeboten von den Onlinegiganten abheben. •Das Private-Shopping-Angebot kann attraktiv für Kunden sein, wenn eine individuelle Beratung von einem Stylisten via Videotermin durchgeführt wird. Die Freizeitbeschäftigung „Shopping“ wird somit in den virtuellen Raum verlegt und die persönliche Be- ratung als Kernkompetenz des stationären Händlers bleibt erhalten. •Um dem Kunden weiter entgegen zu kommen, sind Liefermöglichkeiten ebenfalls besonders attraktiv. So hat sich im Verlauf der Coronapandemie gezeigt, dass City-Logistik-Konzepte zunehmend erfolgrei- cher werden und auch die persönliche Lieferung des Geschäftsinhabers zur Kundenbindung beiträgt. Kooperationen •Einkaufsgutscheine werden oftmals von Gewerbe- vereinen angeboten, um die Mitglieder (Händler und Gastronomen) zu stärken. Ein gemeinsames Ange- bot erreicht einen höheren Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung und lenkt die Kaufkraft in das Zentrum. So nehmen am Konstanzer Geschenkgutschein (vom Treffpunkt e.V.) mehr als 170 Fachgeschäfte und Dienstleister teil. •In Kooperation können auch Kosten und Ressourcen geteilt werden, beispielsweise bei einem gemeinsa- men Onlineshop, Werbeaktionen oder beim Schaffen von Abholpunkten. Zusätzlich kann man sich Kunden gegenseitig vermitteln. Beispielsweise beim Kauf im eigenen Geschäft kann ein Gutschein für das koope- rierende Geschäft mitgegeben werden. Ein weiteres Beispiel sind Serviceangebote in Kooperation. Ein Textilhändler kann zusammen mit einem Schuhhänd- ler ein ganzes Outfit anbieten. CS/LH Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit IM FOKUS 2021 Einzelhandel Gastronomie Tourismus
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