Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

28 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2021 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg REGIONALSPLITTER VS-Gemeinderat streicht Anbindung an Industriegebiet Ost Der Gemeinderat der Stadt Villingen-Schwenningen hat im Zuge seiner Haushaltsberatungen für dieses Jahr die Anbindung des In- dustriegebietes Ost in VS-Schwenningen an die B 523 ersatzlos gestrichen. Obwohl der Bau bereits vom Gemeinderat beschlossen war, hat sich das Gremium angesichts der coronabedingt schwieri- ger werdenden Haushaltslage zu diesem Schritt entschieden. Das Projekt mit einem Volumen in Höhe von zehn Millionen Euro war nicht unumstritten angesichts der vergleichsweise hohen Kosten. Die Unternehmen im Industriegebiet Ost kritisieren dagegen die Entscheidung des Gemeinderates mit Hinweis auf die schlechte Verkehrsanbindung des Industriegebiets, was für die ansässigen Unternehmen ein erheblicher Standortnachteil sei. Zwei neueAufsichtsräte bei Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten Die Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten hat mit Andreas Loche und Werner Rottler zwei neue Aufsichtsräte. Werner Rottler tritt als Präsident der Handwerkskammer Konstanz und Handwerker aus VS-Obereschach die Nachfolge von Gotthard Reiner an, der als HWK-Präsident vor ihm dem Gremium angehörte. Andreas Loche ist Sonderschulrektor der Ivo-Frueth-Schule in Oberndorf und folgte dort Albert Risch nach. Seit 1979 setzt sich die Stiftung Lernen- Fördern-Arbeiten mit ihren Gründervereinen für die Verbesserung der Chancen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein. Sie initiiert, fördert und organisiert inklusive soziale Arbeit in Bildung und Qualifizierung, Integration, Berufliche Rehabilitation und Teil- habe sowie Arbeitsförderung. Bürger lehnen Minihausanlage in Unterkirnach ab Die Bürger in der Gemeinde Unterkirnach nahe dem Oberzentrum Villingen-Schwenningen haben sich in einem Bürgerentscheid gegen die touristische Nutzung des Gewann Ackerloch entschieden. Mit 596 gegen 415 Stimmen haben sie damit den Bau von sogenannten Minihäusern auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche abgelehnt. Die Gegner des Projektes strichen heraus, dass diese Schwarzwälder Kulturlandschaft für Einheimische und Touristen erhalten werden müsse. Die Investoren und Befürworter der Minihäuser betonten, dass das Projekt ein wichtiger Beitrag für die touristische Entwick- lung Unterkirnachs sei und auch, dass die Planung unter nachhal- tigen ökologischen Aspekten erfolgt sei. Förderung für Modellkonzeption Tourismus im Donaubergland Das Land Baden-Württemberg fördert ein Modellprojekt im Do- naubergland mit rund 65.000 Euro aus Tourismusmitteln des Mi- nisteriums der Justiz und für Europa.Tourismusminister GuidoWolf überbrachte demTuttlinger Landrat Stefan Bär als Vorsitzendem des Aufsichtsrats der Donaubergland GmbH und GeschäftsführerWalter Knittel den Förderbescheid des Landes. Tourismusminister GuidoWolf sagte bei der Übergabe: „Mit dem Kooperationsmodell Tourismus undWirtschaft habenWalter Knit- tel und die Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH ein landesweit viel beachtetes Projekt an den Start gebracht. Dieses innovative Modell ist für weitere Regionen im Land von hohem Interesse.“ Die Förderung solle dazu beitragen, die Kooperation zwischen Tourismus und Wirtschaft in einem Konzept auszuar- beiten und dabei diesen Ansatz von Finanzierungsmöglichkeiten intensiv zu erforschen. Ziel sei es auch, dieses erfolgreiche Koopera- tionsmodell für andere Regionen im Land übertragbar zu machen. Spitze auf dem Land: Förderprogramm wird fortgesetzt Das Land Baden-Württemberg setzt im kommenden Jahr sein er- folgreiches Förderprogramm „Spitze auf dem Land! Technologie- führer für Baden-Württemberg“ fort. In der Förderperiode 2021 bis 2027 stehen erneut rund 40 Millionen Euro an Zuschüssen aus Landes- und EU- für umfassende Unternehmensinvestitionen klei- ner und mittlerer Betriebe im ländlichen Raum mit weniger als 100 Beschäftigten zur Verfügung. „Seit Programmbeginn im Jahr 2014 haben im Landkreis Rottweil inzwischen 15 Unternehmen über dieses Programm Fördermittel mit einer Gesamtsumme von über 5,6 Millionen Euro erhalten und die Möglichkeit bekommen, ihr Potenzial als Technologieführer weiter auszubauen“, freut sich Landrat Wolf-Rüdiger Michel über die Erfolgsbilanz und die guten Standortvoraussetzungen für Hightech-Unternehmen im Landkreis. Wechsel an Spitze des Jobcenters im Schwarzwald-Baar-Kreis Im Januar hat TobiasWilde die Leitung des Jobcenters Schwarzwald- Baar-Kreis übernommen. Er folgte damit dem bisherigen Geschäfts- führer Alexander Merk, der seit 25 Jahren bei der Bundesagentur für Arbeit tätig ist und nun die Leitung des Jobcenters Freiburg Stadt innehat. Tobias Wilde ist in Löffingen aufgewachsen und schloss dort bei der Stadtverwaltung seine Ausbildung zum Verwaltungs- fachangestellten ab. 2005 startete Wilde bei der Bundesagentur für Arbeit, zuletzt war er als Bereichsleiter im Jobcenter Freiburg tätig. Das Jobcenter Schwarzwald-Baar-Kreis ist für die Durchfüh- rung der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) zuständig. Das Jobcenter wird als gemeinsame Einrichtung der Agentur für Arbeit Rottweil –Villingen- Schwenningen und dem Schwarzwald-Baar-Kreis (kommunaler Träger) geführt. bk

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