Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Wirtschaftsstandort Südlicher Oberrhein 35 2019 dürfte sich das regionale Wachstum wie im gesamten Land angesichts aufkommender Welthandelskonflikte verringert haben (landes- weites Wachstum nominal plus 2.1 Prozent und preisbereinigt plus 0,1 Prozent). Aktuell sind mit dem Lockdown zur Bekämpfung der Corona- Pandemie überall deutliche Wachstumseinbußen verbunden. wirtSCHaFtSStruktur unD arbEitSMarkt Nach Wirtschaftsbereichen tragen in der Region Südlicher Oberrhein mit Zahlen 2018 das Produ- zierende Gewerbe einschließlich Baugewerbe zu einem Drittel (33,2 Prozent) und die Dienstleis- tungsbereiche zu zwei Dritteln (65,6 Prozent) zur so genannten Bruttowertschöpfung (BWS) von insgesamt 38,67 Milliarden Euro bei. Das ist der Gesamtwert der erzeugten Waren und Dienstleistungen abzüglich dem Wert der Vor- leistungen. Der Anteil der Landwirtschaft wird mit rund ein Prozent ausgewiesen. Allgemein beschreibt die Wirtschaftsstruktur der Region Südlicher Oberrhein damit einen höheren Anteil der Dienstleistungsbereiche als im Landesdurchschnitt; hier liegen der Brutto- wertschöpfungs-Anteil des Produzierenden Gewerbes bei 40 Prozent und der des Dienst- leistungsbereiches bei 59,4 Prozent. Dennoch hat die Bruttowertschöpfung des Produzieren- den Gewerbes der Region, wie schon in den Jahren zuvor, 2018 gegenüber 2017 mit plus 7,5 Prozent quasi als Wachstumsmotor stärker zugelegt als die des Dienstleistungsbereiches mit plus drei Prozent. Der regionale Arbeitsmarkt spiegelt die durch die Bruttowertschöpfung aufgezeigte Wirtschafts- struktur wieder: Von den 451.800 sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigen am Arbeitsort Mitte 2019 gingen 32 Prozent (144.510) einer beruflichen Tätigkeit im Produzierenden Gewerbe einschließ- lich Baugewerbe und 67,4 Prozent (304.650) im weiten Dienstleistungssektor nach. (Landes- durchschnitt 35,8 beziehungsweise 63,7 Prozent). Insgesamt hat die Anzahl aller sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigen in der Region Südlicher Oberrhein in neun Jahren Mitte 2010 bis Mitte 2019 um 23,6 Prozent zugenommen (Land plus 21,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag in der Region Südlicher Oberrhein im Jahres- durchschnitt 2018 mit 3,2 Prozent praktisch auf Landesniveau. Struktur DES rEgionalEn DiEnSt- lEiStungSSEktorS Im weiten Dienstleistungssektor bildet nach den jüngst veröffentlichten Daten für 2018 die Gruppe der Wirtschaftszweige Öffentliche Verwaltung, Bildungswesen bis Gesundheits- und Sozial- wesen sowie sonstige Dienstleister (statistische Klassifikation O-T der WZ 2008) mit 9,56 Milliar- den Euro beziehungsweise 37,6 Prozent den größten Anteil an der gesamten durch Dienst- leistungen generierten Bruttowertschöpfung in der Region von 25,39 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang sind die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten des Dienstleistungssektors im Gesundheits- und Weicher Standortfaktor hoher touristischer Freizeitwert. Hier an der Bergstation der Schauinslandbahn, Freiburg – Bild: Krommer

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