Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 36 Anzeigenspecial DEZEMBER 2020 viele Berufspendler in die Schweiz, 31,9 Prozent auf alle anderen EU-Staaten und 8,9 Prozent auf die Türkei. BRUTTOINLANDSPRODUKT UND BRUTTO- WERTSCHÖPFUNG Gegenüber 2008 unmittelbar vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist das jährliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Region Hochrhein-Bodensee bis zum hier zugrunde gelegten Bezugsjahr 2017 nominal um 24,2 Prozent auf 22,64 Milliarden Euro gestiegen, das Wachstum des Landes-BIP lag im gleichen Zeitraum bei 29,8 Prozent. Das Bruttoinlandspro- dukt erfasst den Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen zu Markt- preisen. Auf das Jahr 2017 beziehen sich die vom Arbeitskreis Volkswirtschaftli- che Gesamtrechnungen der Länder bis Redaktionsschluss veröffentlichten Daten ab Kreisebene. Die Bruttowertschöpfung (BWS), das ist der Gesamtwert der erzeug- ten Waren und Dienstleistungen abzüglich dem Wert der Vorleistungen, betrug 2017 in der Region 20,41 Milliarden Euro, was gegenüber 2008 eine Steigerung um 24,5 Prozent bedeutet (Landesniveau plus 30 Prozent). Dabei beschrieben das regionale Bruttoinlandsprodukt wie die regionale Bruttowertschöpfung jeweils rund 4,5 Pro- zent der betreffenden Landesniveaus. WACHSENDE BEDEUTUNG DER DIENST- LEISTUNGEN An der Zusammensetzung der Bruttowert- schöpfung nach Wirtschaftsbereichen liest sich die besondere Wirtschaftsstruktur der Region Hochrhein-Bodensee im Vergleich zum gesamten Land ab. So trugen das Produzierende Gewerbe einschließlich Baugewerbe im Bezugsjahr 2017 mit 7,48 Milliarden Euro zu einem Drittel (36,6 Prozent) und der Dienstleistungssektor mit zusammen 12,75 Milliarden Euro zu zwei Dritteln (62,5 Prozent) der oben genannten regionalen Bruttowertschöpfung bei. Ge- genüber 2008 bedeutet das eine Zunahme bei den Jahreswerten des Produzierenden Gewerbes einschließlich Bau um 15,5 Pro- zent. Die Jahreswerte des Dienstleistungs- sektors stiegen dagegen doppelt so stark um 30,3 Prozent. Auf Landesebene ergab sich im Vergleich dazu beim Produzieren- den Gewerbe einschließlich Bau mit 40,5 Prozent ein höherer BWS-Anteil als in der Region und bei den Dienstleistungen mit knapp 59 Prozent ein geringerer Anteil, bei zudem mehr Zunahmen gegenüber 2008 beim Produzierenden Gewerbe um 36,1 Prozent als bei den Dienstleistungsberei- chen um 26,3 Prozent (2017). Der BWS-Bei- trag der Land- und Forstwirtschaft lag 2017 regional mit 174 Millionen Euro bei 0,85 Prozent (Land 0,54 Prozent). FOKUS AUF HANDEL, VERKEHR UND LAGEREI, GASTGEWERBE, INFORMATION UND KOMMUNIKATION Damit nehmen in der Region Hochrhein- Bodensee die Dienstleistungen einen deutlich höheren strukturellen Stellenwert ein als im Landesdurchschnitt. Und hier wiederum verzeichneten die Dienstleis- tungszweige Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommu- nikation als statistische Dienstleistungs- gruppe die stärksten Zunahmen. 2008, vor der damaligen Krise, hatten sie an der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung zusammen einen Anteil von 17,2 Prozent (2,83 Milliarden Euro). Bei danach 41,3 Prozent Steigerung waren es im Jahr 2017 knapp 19,6 Prozent (vier Milliarden Euro). Auf Landesebene stieg die Bruttowert- schöpfung speziell dieser Dienstleistungs- zweige mit plus 28,2 Prozent deutlich we- niger stark auf 18,7 Prozent Anteil an der Landes-BWS. Inhaltlich dürfte zu dieser Entwicklung in der Region Hochrhein-Bo- densee auch der wachsende Einkaufstou- rismus aus der Schweiz beigetragen haben. VERARBEITENDES GEWERBE (INDUSTRIE) Die Bruttowertschöpfung speziell des Produzierenden Gewerbes in der Region Hochrhein-Bodensee in Höhe von 7,48 Fortsetzung von S. 33

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