Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden ± Anzeigenspecial OKTOBER Etwa 40 Prozent der Unternehmen konnten in den vergangenen drei Jahren eine Prozessinnovation im IT-Bereich anstossen, be- richtet der Branchenverband. Im Verarbeitenden Gewerbe läge der Maschinenbau damit „auf einem hervorragenden dritten Platz“. Durch Prozessinnovationen habe man außerdem die durchschnitt- lichen Stückkosten kontinuierlich senken können. Zurückzuführen sei das auf die Adaption neuer industrielle Verfahrenstechniken im Zusammenhang mit Industrie 4.0. Deutschland konnte im ver- gangenen Jahr wieder seine Position als weltweit drittgrößter Maschinenproduzent verteidigen, auch wenn der nominale Um- satz um gut 1 Prozent zurückgegangen war. Platz eins hatte China eingenommen, die USA Platz zwei. „Die Top-5-Länder stehen für 72 Prozent des Weltmaschinenumsatzes“, stellt der VDMA fest. Auch wenn sich die unsicheren Rahmenbedingungen in der Welt- wirtscha auf die Auragsbestände ausgewirkt hatten, sah das – je nach Fachzweig – unterschiedlich aus. Auch der Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI) machte Mitte August eine leichte Erholung der Branche aus. „Alle Konjunkturdaten deuten auf eine Erholung hin, die Inlandsnachfrage zieht stellenweise kräig an“, meldete der Verband. Zwar sei die Krise nicht überwunden und die Zahlen lägen unter dem Niveau von 2019, doch „es geht wieder auf- wärts“, ließen darau¨in Fachmedien verlauten. Im Vergleich zu Vorjahr seien im Juni die Rückgänge bei Auragseingängen, bei der Produktion und beim Umsatz weniger stark ausgefallen wie im April und Mai dieses Jahres. Die Auragseingänge hätten sich im Vorjahresvergleich lediglich um 1,1 Prozent verringert. Grund dafür seien „kräige Zuwächse bei inländischen Bestellungen in einigen Fachbereichen, vor allem in der Messtechnik und der Pro- zessautomatisierung sowie im Bereich der Schienenfahrzeuge und Batterien“ gewesen, so der ZVEI. Um 33,2 Prozent seien die Inlandsbestellungen gestiegen. Mit 23,4 Prozent waren zudem die Auslandsauräge weniger stark gesun- ken wie im Vormonat (minus 30 Prozent). „Die Bestellungen aus der Eurozone gaben nur leicht nach (minus 1,8 Prozent)“, führte der ZVEI-Konjunkturexperte Peter Giehl aus. Insgesamt sind die Auragseingänge im ersten Halbjahr 2020 um 9,8 Prozent hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Inlandsbestellungen gin- gen um 4,8 Prozent, die Auslandsorders um 13,7 Prozent zurück. Die reale (um Preise ekte bereinigte Produktion) sei im Juni 5,8 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben, das Branchen- output in den ersten sechs Monaten um 8,7 Prozent gesunken. Positiv vermerkt der Branchenverband, dass sich die Kapazitäts- auslastung zu Beginn des dritten Quartals stabilisiert und mit 75,4 Prozent die „überbetriebliche Vollauslastung“ erreicht habe. Die Reichweite der Auragsbestände habe sich darüber hinaus leicht erholt. Die Elektrounternehmen hätten ihre Produktionspläne „im Juli kräig aufwärts revidiert“. Dasselbe gelte auch für die Export- erwartungen. Der Umsatz in der Branche habe im Juni jedoch das Niveau vom Vorjahr um 4,2 Prozent verfehlt und einen Wert von 14,8 Milliarden Euro erreicht. Damit habe es sich aber um den niedrigsten Rückgang seit Beginn des zweiten Quartals gehandelt.
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