Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
22 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 10 | 2020 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Start-up Ökosystem IHK bewirbt sich für Region um Gütesiegel M omentan tragen die meisten der Regionen in Baden-Württemberg das sogenannte Gütesiegel „Start-up Ökosystem“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Dadurch ist jede einzelne von ihnen sichtbar als eine Region mit einem grün- derfreundlichen Klima. Nun haben IHK-Vertreter die Bewerbung für die Region an Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut abgegeben. „Mit unserer Bewerbung möchten wir uns als grün- dungsfreundliche Region vorstellen und so die Lücke auf der Landkarte der baden-württembergischen Startup-Ökosysteme schließen. Unsere Landkreise Rottweil und Tuttlingen sowie der Schwarzwald-Baar- Kreis verfügen über all die erforderlichen Rahmenbe- dingungen, welche unsere Region für Gründerinnen und Gründer attraktiv machen“, sagte IHK-Geschäfts- bereichsleiter Thomas Wolf bei der Abgabe der Bewer- bung im Stuttgarter Wirtschaftsministerium. Schaffen gründerfreundlicher Umgebungen „Unsere Start-up Ökosysteme sind ein wichtiger Baustein, um im ganzen Land gründerfreundliche Umgebungen zu schaffen. Die Entwicklung eines Ge- schäftsmodells gelingt dort am besten, wo es für Grün- derinnen und Gründer die richtigen Ansprechpartner, Netzwerke, Kapitalgeber und potenzielle Kooperati- onspartner gibt“, betonte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Der IHK-Geschäftsbereichsleiter kann die Wirtschafts- ministerin hier nur bestätigen: „Wir sehen täglich im Rahmen unserer IHK-Arbeit, dass Gründungen da am besten gelingen, wo Talente zusammentreffen, es Kapital zur Finanzierung gibt, Forschungs- und Bildungseinrichtungen arbeiten, die Verwaltung und Politik bürokratiearm sind, potenzielle Kunden und Ko- operationspartner in der Nähe sind, die digitale und öffentliche Infrastruktur modern ausgebaut sind, eine Offenheit für Innovationen und Kreativität existiert, es Experimentierräume gibt und eine gute Lebens- qualität geboten wird.“ Die Bewerbung habe deshalb starke Partner. Unterstützt wird diese von den Land- kreisen, zahlreichen Städten und Gemeinden, in der Region niedergelassenen Banken und Hochschulen, Gründungs- und Forschungseinrichtungen und -insti- tutionen, Clusterinitiativen sowie von den Mitgliedern des IHK-GründerNetzwerks. Stärkung der Gründungsdynamik Die jüngst eröffnete Gründergarage, eine IHK-Initiative, ist das Herzstück der Bewerbung als Start-up Öko- system. In Kooperation mit sämtlichen Gründungs- akteuren in der Region wurde mit diesem Projekt ein Programm ins Leben gerufen, welches die Gründungs- dynamik in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg stärken soll. „Um den Schritt in die Selbstständigkeit zu fördern, ist es vor allem erforderlich, Know-how und mehr unternehmerisches Denken und Handeln beim Unternehmernachwuchs zu verankern und ihn zum Gründen von Start-ups zu sensibilisieren“, so IHK- Existenzgründungsberaterin Marlene Hauser zu den Zielen der Gründergarage. Sie übergab zusammen mit Thomas Wolf die Bewerbung der Region an die Wirt- schaftsministerin. „Es ist mir ein Anliegen, dass unsere Start-up-Ökosys- teme nicht nur in Metropolen entstehen, sondern in der ganzen Fläche des Landes. Deshalb freue ich mich über die Bewerbung der Region Schwarzwald-Baar ganz besonders“, so Nicole Hoffmeister-Kraut. bk/MH Marlene Hauser Existenzgründung | Unternehmensförderung und Nachfolge 07721 922-348 hauser@vs.ihk.de Information Das Prädikat „Start-up Ökosystem“ wird an die einzelnen Regionen vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Woh- nungsbau Baden-Württemberg über seine Landeskampagne Start-up BW vergeben. Es ist ein nach außen sichtbares Zeichen für Transparenz in der Region und bietet die einmalige Mög- lichkeit, die Kompetenzen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung sowie Vereinen und Verbänden und weiteren Institutionen zu bündeln und zu systematisieren. So können Informationsdefi- zite weiter abgebaut und Gründerinnen und Gründer in ihren Vorhaben noch besser und erfolgreicher begleitet werden. Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Vertreter der IHK übergaben in Stuttgart die Bewerbung zum Gütesiegel „Start-up Ökosystem“. Von links: Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, die IHK-Referentinnen Rebecca Auber und Marlene Hauser sowie IHK-Geschäftsbereichs- leiter Thomas Wolf.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5