Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'20 -Südlicher Oberrhein
18 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 7+8 | 2020 REGIO REPORT IHK Südlicher Oberrhein 17 Neue Arbeitswelt Initiative hilft beim Wandel der Unternehmens- und Führungskultur 19 Über den Parcours zum Abschluss Prüfung für Berufskraftfahrer 20 Potenziale sichtbar machen Ein Jahr „ValiKom Transfer“ 21 „Moderner und dynamischer“ IHK in neuem Erscheinungsbild 22 Interview mit Richard Gütermann Außenwirtschaftsausschuss (5/9) 24 Technologietransfer Neuer Manager, aktuelle Umfrage 25 Spuren der Pandemie Umfrage zum Ausbildungsmarkt 26 „Eine Überlebensfrage“ Covid19-Lockerungen in Frankreich 28 Öffentliche Bekanntmachung Novelle der Handwerksordnung 30 Abschlussprüfungen im Winter Termine und Anmeldeadressen 31 Lehrgänge und Seminare der IHK INHALT CORONA: IHK-HOTLINE WEITER GESCHALTET Die IHK steht ihren Mitgliedsunternehmen weiterhin für Fragen zum Umgang mit der Coronapandemie zur Verfügung. Über die Te- lefonhotline ist das Team der IHK von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16.30 Uhr und Freitag von 8 bis 16 Uhr unter 0761 3858-823 zu erreichen. Die Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter geben auch Auskunft zur neuen So- forthilfe für Hotel- und Gastronomiebetriebe. Ausführliche Informationen rund um die Auswirkungen der Coronakrise hat die IHK zudem online zusammengestellt unter www.suedlicher-oberrhein.ihk.de/corona Initiative und die Methoden. Außerdem hilft sie als Lotse, die richtigen Leitfäden zu finden. Beule: „Und wir stehen in Kontakt mit dem Beraternetzwerk, wenn es um tiefergehende Unterstützung geht.“ Eine von 60 Inqa-Prozessbegleiterinnen deutschland- weit ist Michaela Allert von „Allert + Martin Personal- management und Organisationskultur“: „Gerade für Betriebe mit 50 bis 75 Mitarbeitern, wo die Personal- abteilung oft aus nur einer Person besteht, bietet Inqa gute Instrumente, Werkzeuge und auch Praxisbeispie- le.“ Dabei stülpe die Initiative dem Betrieb nicht einfach ein neues Konzept über. „So, ab sofort muss alles agil sein! – So ist Inqa ganz und gar nicht“, legt Allert dar. „Inqa holt die Firma dort ab, wo sie steht. Es geht darum, was für das einzelne Unternehmen hilfreich ist, was sich überhaupt realisieren lässt.“ „Die Umsetzung des Verbesserungsprozesses und die Weiterentwicklung erfolgen von innen heraus“, konkre- tisiert Michaela Allert den Haupteffekt der Inqa-Metho- den. Zunächst werde über alle Abteilungen hinweg eine Projektgruppe gegründet. Dann erfolge eine Abfrage der Ziele und Verbesserungspotenzi- ale unter allen Mitarbeitern. Schließlich würde die Projektgruppe einen Plan entwickeln, des- sen Punkte wiederum von weiteren Gruppen, wiederum mit weiteren Personen über alle Abteilungen hinweg, umgesetzt werden. Al- lert: „Letztendlich ist so ein Großteil der Be- legschaft involviert.“ Die Expertin moderiert und steuert den Prozess, gibt dort, wo es nötig ist, Hilfestellung. Die Kosten sind abhängig von der Unternehmensgröße. „Für einen Be- trieb bis 49 Angestellte liegt der Aufwand für den zwei Jahre dauernden Prozess bei 6.800 Euro“, nennt Allert eine finanzielle Größe. Aus seiner Erfahrung als Unternehmens- berater, Personalbeschaffer und Führungs- kräftecoach weiß Rudolf Kast, dass sich die meisten Mitarbeiter heute eine andere Form der Zusammenarbeit wünschen. „Von der for- malen zur verteilten Führung ist es allerdings noch ein weiter Weg in Deutschland“, so seine Wahrnehmung. Doch habe die Coronakrise hier einige positive Nebeneffekte. „Ich glaube ganz stark an die Beflügelung des Wandels.“ Schließlich hätten die Führungskräfte in den vergangenen Wochen und Monaten ein neues Vertrauen entwickeln müssen, dass ihre Belegschaft auch im Homeoffice arbeitet und die Personen da sind, „auch wenn sie nicht mehr um den Chef herumsitzen“, wie Kast schmunzelnd formuliert. Andererseits würden die Arbeiter im Homeoffice wei- ter nach Führung verlangen, nur eben in anderer Form. Kast: „Da braucht es beispielsweise ein Daily Stand-up gegen die Unsicherheit. Oder ein abendliches, virtuelles Zusammenkommen, um zu schauen, was das Team an diesem Tag erreicht hat.“ Hierfür sei Führung noch im- mer notwendig, doch, so Kast: „Wir brauchen Führung heute in einem anderen Kontext. Sie muss die Strukturen für das neue Arbeiten entwickeln.“ Die „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ kann dabei helfen. naz Fragen zur „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ beantwortet Emmanuel Beule Referent Digitale Ge- schäftsprozesse bei der IHK Südlicher Oberrhein 0761 3858-268 emmanuel.beule@ freiburg.ihk.de Informationen auch unter www.inqa.de Michaela Allert Rudolf Kast
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