Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 60 Anzeigenspecial JULI/AUGUST 2020 D ie Lockdown-Maßnahmen zur Be- kämpfung der Corona-Pandemie haben das Wirtschaftsleben binnen kurzer Zeit weltweit in eine tiefe Rezession gestürzt. Für ein solides Wiederanlaufen der Wirtschaft nach einer Lockerung der Restriktionen sind die wirtschaftliche Lage vor der Pandemie als Ausgangspunkt und das praktische Zusammenwirken der Wirt- schaftsakteure wesentliche Erfolgs- faktoren, dabei am überschaubarsten auf regionaler Ebene. Wer sind „Wir im Südwesten“? Geografischer Bezug ist in Anlehnung an das Verbreitungsgebiet der WiS „Wirtschaft im Südwesten“ schwer- punktmäßig der Regierungsbezirk Freiburg mit den einzelnen Regionen Südlicher Oberrhein, Schwarzwald- Baar-Heuberg und Hochrhein-Boden- see. Hier leben rund 2,27 Millionen Einwohner (drittes Quartal 2019). Von ihnen sind laut Mikrozensus (MZ) mit Stand 2018 über 1,210 Millionen als Arbeitnehmer oder Selbstständige erwerbstätig (Erwerbstätige am Wohnort). Nach Wirtschaftsbereichen verteilen sie sich zu über einem Drit- tel, 34,1 Prozent, auf das Produzieren- de Gewerbe, 24,1 Prozent auf Handel, Gastgewerbe und Verkehr und Lagerei und 40,4 Prozent auf sonstige Dienst- leistungen. Dabei sind die Wirtschaftsakteure technisch- und innovationsbegeistert. Als wesentliches Kennzeichen der Wirtschaftsmentalität wird oft der ausgeprägte Erfindergeist genannt. Stichworte sind Bastler/Tüftler bis Wirtschaftspioniere. Das klassische Bild dafür ist die Herstellung von Schilder- und Kuckucksuhren während der früher strengen Winter auf einge- schneiten Bauernhöfen im Schwarz- wald, die dann im Frühling von den Bergbauern auf dem Rücken zum Verkauf in die Täler getragen wurden. Über aktuelle Beispiele – und davon gibt es viele – berichtet unter ande- rem die SWR-Fernsehreihe „Made in Südwest“: Wirtschaftspioniere, Global Player, aber auch Startups zeigen, was sie ausmacht und wie sie ihre Produk- te an die Spitze bringen. Die WiS „Wirtschaft im Südwesten“ stellt in ihrer Rubrik „Aus dem Südwesten“ regelmäßig Produkte vor, die viele in Deutschland wie in anderen Län- dern kennen, von denen aber wenige wissen, dass sie hier in der Region hergestellt werden. Gut aufgestellte Wirtschaft vor den weltwirtschaftlichen Verun- sicherungen und der Pandemie Zusammen erwirtschafteten alle Erwerbstätigen im Regierungsbezirk Freiburg in allen drei Wirtschaftssek- toren Landwirtschaft, Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen nach den zuletzt verfügbaren Daten 2017 ein regionales Bruttoinlandsprodukt von 85,43 Milliarden Euro. Das sind nach jährlichen Steigerungen in je- weiligen Preisen ab 2011 nach der da- maligen Finanz- und Wirtschaftskrise weitere vier Prozent Wachstum gegen- über dem Vorjahr 2016. In 2018 dürfte das regionale Bruttoinlandsprodukt ausgehend von dem Landesniveau Baden-Württemberg (nominal plus 3,6 Prozent) weiterhin deutlich zugenom- men haben. Das Bruttoinlandsprodukt erfasst den Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen in einer bestimmten Periode. Das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte – das ist der Teil des Einkommens, das den privaten Haushalten haupt- sächlich für den privaten Konsum zur Verfügung steht - belief sich 2017 je Einwohner auf 24.460 Euro, was über dem Bundesdurchschnitt von 22.620 Euro liegt. Gefahr von internationalen Ab- hängigkeiten 2018 verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe/die Industrie im Regierungs- bezirk Freiburg einem Gesamtumsatz von 58,13 Milliarden Euro. Hierbei betrug der Auslandsumsatz 27,47 Milliarden Euro, was eine hohe weiter S. 64

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