Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 36 Anzeigenspecial Juli/August 2020 tungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen und von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Aspekte des regionalen Dienstleistungssektors Bei dem weiten Wirtschaftsbereich Dienstleistungen werden nach der gültigen statistischen Systematik WZ 2008 - Klassifi- kation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 - insgesamt 15 zugeordnete Wirtschaftszweige unterschieden. Davon hat die Gruppe Handel und KFZ-Reparatur, Verkehr und Lagerei, Gast- gewerbe sowie Information und Kommunikation bezogen auf den gesamten Dienstleistungssektor in der Zwischenzeit seit 2008 leicht an Bedeutung verloren. Ihr Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung des Dienstleistungssektors ging von 32 Prozent in 2008 auf 30 Prozent in 2017 zurück (zuletzt 7.43 Milliarden Euro von insgesamt 24,72 Milliarden Euro). Der Anteil der Gruppe Finanz-, Makler- bis freiberufliche, wissen- schaftliche, technische und sonstige Unternehmensdienstleister lag 2008 bei 34,2 Prozent und zuletzt 2017 mit 8,22 Milliarden Euro bei 33,2 Prozent. Zunehmende Bedeutung gewann die Gruppe der sonstigen Dienstleistungen von Öffentlicher Ver- waltung, Bildungswesen bis Gesundheits- und Sozialwesen: Ihr Anteil stieg von 33,9 Prozent 2008 auf 36,6 Prozent im Jahr 2017 (zuletzt in absoluter Zahl 9,07 Milliarden Euro). Lokales Dienstleistungszentrum in der Region ist der Stadtkreis Freiburg unter anderem mit der Universität Freiburg, dem Uni- versitätsklinikum als größtem Arbeitgeber und vielen Verwal- tungseinrichtungen. 2017 trug er mit 8,59 Milliarden Euro zu 34,7 Prozent der Bruttowertschöpfung aller Dienstleistungen der Region bei, etwas weniger als der weitaus größere Ortenaukreis. Jedoch wird die gesamte Bruttowertschöpfung des Stadtkreises eben zu 82,2 Prozent vom Dienstleistungssektor bestimmt (2017) und arbeiten in diesem Sektor 86,6 Prozent aller lokalen sozial- versicherungspflichtig Beschäftigten (111.920 von 129.150, Mitte 2019). Mit Blick auf einzelne Dienstleistungs-Wirtschaftszweige sind die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen tätig, konkret 75.380 beziehungs- weise 24,7 Prozent aller Beschäftigten im gesamten regionalen Dienstleistungssektor (Mitte 2019). 2008 lag dieser Anteil mit 22,8 Prozent leicht darunter. Im aktuellen Vergleich mit dem Landes- niveau weist dieses für 2019 mit 19,8 Prozent einen deutlich geringeren Beschäftigtenanteil aus. Unabhängig von der Frage nach Vollzeit- und Teilzeitstellen besitzt das Gesundheits- und Sozialwesen damit vor dem Hintergrund der Beschäftigung eine größere Bedeutung im Wirtschaftsleben der Region Südlicher Oberrhein als im Land. Text: Dr. Andreas Krommer. Quellen: Statistisches Landesamt Baden-Würt- temberg, Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, Bundesagentur für Arbeit, IHK Südlicher Oberrhein, eigene Berechnungen

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