Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
19 7+8 | 2020 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten ANZEIGE Präsidentin zu Forschung und Entwicklung IHK unterstützt steuerliche Förderung D ie IHK begrüßt das Inkrafttreten des Forschungszulagengesetzes, das eine rasche Einführung der steuerlichen Förde- rung von Forschung und Entwicklung (FuE) in Unternehmen bedeutet. „Mit Blick auf die hohe Dichte an kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region, die teilweise keine eigenen FuE-Abteilungen unterhalten, müs- sen allerdings weitere Maßnahmen umgesetzt werden“, sagt IHK-Präsidentin Birgit Haken- jos-Boyd. Sie unterstützt eine entsprechende Stellungnahme des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sowie weiterer sieben Spitzenorganisationen der deutschen Wirtschaft. Dazu gehöre, so Hakenjos-Boyd, die För- derung der Kosten der Auftragsforschung beim Auftraggeber, die Vereinfachung des vorgeschlagenen zweistufigen Antragsver- fahrens sowie der mittelfristige Ausbau der Forschungsausgaben auf ein international konkurrenzfähiges Niveau. „Unternehmen sind dank ihrer FuE-Aktivitäten die Treiber von Innovation. Dabei stellen die Personalkosten für diese Aktivitäten den größ- ten Kostenpunkt. Die unmittelbare Vergütung von FuE-Kosten bietet also einen besonders wirksamen Anreiz für private FuE-Aktivitäten“, sagt die IHK-Präsidentin. Vor allem bei Netz- werken aus großen und mittelständischen Un- ternehmen erweise sich die breite Förderung - unabhängig von Branche und Größe - dank der gegenseitigen Verwertbarkeit von Ergebnissen als sehr effektiv. Angesichts ihres Anteils von 21 Prozent an den Gesamtausgaben für FuE-Aktivitäten gelte es aber auch, die Kosten der Auftragsforschung in die Förderung miteinzubeziehen. Profitieren würden somit auch der Mittelstand ohne eige- ne Forschungsabteilung, die von der Vergabe an Dritte abhängig sind. Das von der Bundesregierung für 2025 anvi- sierte Ziel, jährlich mindestens 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung zu investieren, stehe in weiter Ferne. Im vergangenen Jahr habe die Quote lediglich 2,93 Prozent betragen. Zwei Drittel der FuE-Ausgaben in Deutschland schulterten die Unternehmen bislang selbst. „International tätige Unternehmen finden für ihre Forschung nach wie vor bessere steuer- liche Rahmenbedingungen im Ausland. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir diese im Inland optimaler ausgestalten“, so Birgit Hakenjos-Boyd. Ka Daniela Jardot Fachbereich Innovation | Technologie, 07721 922-121 jardot@vs.ihk.de »Unternehmen sind dank ihrer FuE-Aktivitäten die Treiber von Innovation« Birgit Hakenjos-Boyd Präsidentin IHK Schwarz- wald-Baar-Heuberg
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5