Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'20 - Hochrhein-Bodensee
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Wirtschaftsstandort Südlicher Oberrhein 33 Davon entfielen in der Region nach Staatsangehörigkeit Ende 2018 knapp die Hälfte, 47 Prozent, auf andere EU-Staaten und 8,3 Prozent auf die Türkei (Land 50 Prozent und 14,3 Prozent). Auf Kreisebene zählen der Landkreis Ortenaukreis, 1850 Quadrat- kilometer groß, rund 431.100 Einwohner, der Landkreis Breisgau- Hochschwarzwald mit 1378 Quadratkilometern 263.900, der Land- kreis Emmendingen mit knapp 680 Quadrat-kilometern 166.300 und der Stadtkreis Freiburg mit 153 Quadratkilometern 229.900 Einwohner. Über 41,7 Milliarden Euro regionales Bruttoinlandsprodukt Gegenüber 2008 unmittelbar vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Region Südlicher Oberrhein bis zum hier zugrunde gelegten Bezugsjahr 2017 nominal um 30,1 Prozent auf 41,76 Milliarden Euro gestiegen, das Wachstum auf Landesebene lag in dem betrachteten Zeitraum bei 29,8 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt erfasst den Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen zu Marktpreisen. Auf das Jahr 2017 beziehen sich die vom Arbeitskreis Volkswirtschaft- liche Gesamtrechnungen der Länder (VGRdL) zuletzt veröffent- lichten Daten ab Kreisebene. Das regionale Bruttoinlandsprodukt beschreibt 8,4 Prozent des Landeswertes. Gegenüber dem Vor- jahr 2016 betrug das regionale Wachstum wie im gesamten Land rund vier Prozent. 2018 und 2019 dürfte es sich vor dem Hinter- grund erster Auswirkungen durch die weltweiten Handelskon- flikte jedoch verringert haben. Weitere gesamtwirtschaftliche Kennzahl ist das pro Einwohner erbrachte Bruttoinlandsprodukt, damit die wirtschaftliche Leistung als Ausdruck der Wirtschaftskraft von (unterschiedlich großen) Volkswirtschaften. 2017 lag sie in der Region Südlicher Oberrhein bei 38.722 Euro, weniger als der Landesdurchschnitt von 45.060 Euro. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, also der Teil des Einkommens, das den privaten Haushalten hauptsächlich für den privaten Konsum zur Verfügung steht, belief sich je Einwohner auf 23.450 Euro, knapp unter dem Landesdurchschnitt von 24.552 Euro, aber über dem Bundes- durchschnitt von 22.623 Euro. Stärkere Zunahme der Bruttowertschöpfung des Produzierenden Gewerbes An der Zusammensetzung der Bruttowertschöpfung (BWS), dem Gesamtwert der erzeugten Waren und Dienstleistungen abzüglich dem Wert der Vorleistungen, liest sich die besondere Wirtschafts- struktur der Region Südlicher Oberrhein im Vergleich zur landes- weiten Struktur ab. Die gesamte regionale Bruttowertschöpfung belief sich 2017 auf über 37,65 Milliarden Euro. Das ist gegenüber 2008 eine Steigerung ähnlich wie auf Landesniveau um 30,3 Prozent und beschreibt 8,4 Prozent der gesamten Bruttowert- schöpfung im Land. Nach Wirtschaftsbereichen wurde sie in der Region mit 12,57 Milliarden Euro zu einem Drittel (33,4 Prozent) durch das Produzierende Gewerbe einschließlich Baugewerbe und mit 24,72 Milliarden Euro zu zwei Dritteln (65,6 Prozent) durch den weiten Dienstleistungssektor generiert. Das zeigt eine regional noch stärker ausgeprägte Bedeutung der Dienst- leistungen als auf Landesebene von hier 40,5 Anteil des Produ-
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