Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai/Juni'20 - Hochrhein-Bodensee

42 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 5+6 | 2020 UNTERNEHMEN 50 Jahre Baumaschinen Beyer Gebrauchte Ausrüstung für den Spezialtiefbau BOLLSCHWEIL/HEITERSHEIM. Die BMB Baumaschinen Bey- er GmbH mit Sitz in Bollschweil feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Das Unternehmen handelt seit vielen Jahren mit ge- brauchter Ausrüstung für den Spezialtiefbau. 1970 hatte es der Maschinenbau-Ingenieur Paul Beyer als klassischen Baumaschinen- handel gegründet. Dies änderte sich, als sein Sohn Horst Beyer ein Jahr später in den Familienbetrieb einstieg und ihn zum Fachanbieter für gebrauchte Spezialtiefbaugeräte und Zubehör wandelte. „Diese Struktur formte das Unternehmen und bildet das Gerüst für eine langfristig erfolgreiche Firmenentwicklung“, sagt Armin Beyer, der mit seinem Bruder Oliver das Unternehmen in dritter Generati- on führt. Oliver Beyer ist für das Technische, Armin Beyer für das Kaufmännische zuständig. Weitere Mitarbeiter beschäftigen sie nicht. Die gebrauchte Ausrüstung und Geräte für Bohr-, Ramm- und Schlitzwandtechnik kaufen sie hauptsächlich von Spezialtief- bauunternehmen vor allem aus Deutschland, aber auch aus den Nachbarländern. Den Rest erwerben sie bei Versteigerungen oder von anderen Händlern, wie Armin Beyer berichtet. Sie lagern die Geräte auf einem rund zwei Hektar großen Areal in Heitersheim und vertreiben sie über ihre Internetplattform „drillmat“ – der Name steht für drilling (englisch für Bohren) und Material. Die Kunden sind vor allem Spezialtiefbauunternehmen, aber auch Händler vor allem in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. „25 bis 35 Prozent der Verkäufe gehen auch in Drittländer rund um die Welt“, sagt Armin Beyer. Der Schwerpunkt liegt zurzeit in Osteuropa, aber die BMB Baumaschinen Beyer GmbH hat auch Kunden in Kanada, Russland, Neuseeland und Asien. mae Das rund zwei Hektar große BMB- Lager in Heiters- heim. Sto-Konzern 2019 ist gut gelaufen STÜHLINGEN. Die Sto SE & Co. KGaA, einer der in- ternational bedeutenden Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen, hat ihren Kon- zernumsatz im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vor- jahr um 4,9 Prozent auf 1,398 Milliarden Euro gesteigert. Ohne die Erstkonsolidierungen der Liaver GmbH & Co. KG in Ilmenau, der kanadischen Skyrise Prefab Building Solutions Inc. und der Unitex Australia Pty Ltd. hätte das Umsatzplus bei 3,4 Prozent gelegen. Das Konzern-EBIT erhöhte sich ebenfalls um 4,9 Prozent auf 85,9 Millionen Euro. Die Finanz- und Vermögenslage ist nach Angabe des Unternehmens nach wie vor gut, auch wenn sich die Eigenkapitalquote infolge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16, die einen Ausweis der kurz- und langfristi- gen Leasingverbindlichkeiten bedingt, auf 54,3 Prozent verringerte (Ende 2018: 60,9 Prozent). In der Mutterge- sellschaft Sto SE & Co. KGaA lag der Jahresüberschuss bei 51,8 Millionen Euro und damit wesentlich höher als im Vorjahr (40,8 Millionen Euro). Der Hauptversammlung am 10. Juni wird eine unveränderte Basisdividende von 0,31 Euro je Kommanditvorzugs- und 0,25 Euro je Kom- manditstammaktie sowie ein ebenfalls unveränderter Sonderbonus von jeweils 3,78 Euro je Aktie vorgeschla- gen. Der Start ins Geschäftsjahr 2020 verlief wegen günstiger Witterungsverhältnisse erfreulich. Ohne Be- rücksichtigung der Coronavirus-Auswirkungen, die laut Sto-Vorstand derzeit nicht abschätzbar sind, erwartet man beim Konzernumsatz einen Zuwachs um 6,6 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro und beim Konzern-EBIT eine Bandbreite von 93 bis 103 Millionen Euro. upl Mediclin Strategie funktionierte OFFENBURG. Der Gesundheitsdienstleister Mediclin AG betreibt deutschlandweit 36 Kliniken, sieben Pflege- einrichtungen und neun medizinische Versorgungszent- ren mit circa 8.400 Betten. Ein regionaler Schwerpunkt der Einrichtungen sowohl im akuten als auch im postaku- ten (Reha-)Bereich liegt in Baden-Württemberg. 2019 hat die Strategie, Kapazitäten in nachfragten Indikationen zu erweitern, funktioniert, so führt der Vorstandsvor- sitzende Volker Hippler im Geschäftsbericht aus. Die Betten waren insgesamt zu fast 88 Prozent ausgelas- tet, der Umsatz stieg um 4,3 Prozent auf 673 Millionen Euro. Auch die Ergebnisziele seien erreicht worden, so Tino Fritz, Finanzvorstand der AG. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 22,4 Millionen Euro (Vorjahr: 15,1 Millionen Euro). Die Investitionen lagen bei 48,2 Millio- nen Euro (49,3 Millionen Euro). Mediclin beschäftigte im Quartalsdurchschnitt (gerechnet in Vollzeitkräften) 7.325 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört zu 52,73 Prozent der Asklepios-Gruppe, zu 35 Prozent der Ergo AG und zu 12,27 Prozent kleineren Aktionären. orn

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