Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai/Juni'20 - Hochrhein-Bodensee
IHK Hochrhein-Bodensee REGIO REPORT ANZEIGE CORONASPLITTER Altersgemischte Teams hilfreich in Coronakrise Jüngere Beschäftigte berichten signifikant häufiger von ko- gnitiven Stresssymptomen als ihre älteren Kolleginnen und Kollegen. Ältere Beschäftigte haben indes häufiger körper- liche Beschwerden. Das haben Mitarbeiter des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) mit Sitz in Konstanz herausgefunden, die verschiedene Mitarbeiterbefragungen ausgewertet haben. Daher raten sie Unternehmen, gerade in der Coronakrise dringend auf altersgemischte Tandems und Teams zu setzen. Die ausführliche Pressemitteilung sowie Tipps für Unternehmen stehen unter www.ifbg.eu . Onlineplattform für Intensivbetten Ein Informatikteam der Universität Konstanz hat eine Onlineplattform zur Abfrage und Registrierung freier In- tensivbetten in allen Kliniken Deutschlands entwickelt. Dies teilte die Hochschule Anfang April mit. „Coronavis“ besteche zunächst durch die einfache Handhabung und dieAnzeige ent- sprechender Daten in einer Deutschlandkarte. Ärztinnen und Ärzte könnten bundesweit genaue Intensivbetten-Kapazitäten abfragen.Voraussetzung wäre der uneingeschränkte Zugriff auf die Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. mae den zwischen den Tischen. Zudem müssen Gäste vorläufig den Na- men und die Telefonnummer für ein mögliches Tracking angeben. Am 8. Juni folgt die dritte Phase, in der auch die Mittel-, Berufs- und Hochschulen, Museen, Zoos und Bibliotheken wieder vollends öffnen dürfen. Ungewiss ist derzeit das Thema Grenzöffnung. Die Regierung ist zwar im Austausch mit der EU und den Nachbarländern, aber ein konkretes Datum gibt es nicht. Die IHKs St. Gallen-Appenzell und Thurgau haben die Forderung aufgestellt, dass der Bundesrat bald einen klaren Plan für Grenzöffnungen vorlegt. Wie ist die Stimmung innerhalb der EU? Die nationalen Lagen und Befindlichkeiten sind in der EU ebenso heterogen wie die epidemiologischen Gegebenheiten. Einstim- mige Entscheidungen sind in einer solchen Situation immer zeitverzögerte Entscheidungen. Ich denke deshalb, dass da, wo die Erfolge im Umgang mit der Krise und die Lebensverhältnisse ähnlich sind, die Grenzen schnell und bilateral geöffnet werden sollten. Wie sehen Sie das? Genauso. Im Tessin und in gewissen Regionen in der Westschweiz sind die Fallzahlen höher, in vielen Deutschschweizer Kantonen glücklicherweise tiefer. Ich würde auch sagen, wir sollten zuerst die Grenzen dort öffnen, wo es aus gesundheitlicher Sicht vertretbar ist – dazu gehören die Grenzen zu Deutschland und Österreich. In anderen Regionen macht es eventuell Sinn, etwas länger zuzuwar- ten, bis die Fallzahlen beidseitig der Grenze wieder tiefer sind und Schutzkonzepte greifen. Wichtig ist aber an allen Grenzen, dass wir das Risiko einer zweiten Ansteckungswelle minimieren können. Interview: Claudius Marx
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